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Annalen der Hrdrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1915.
Ankerplatz. Der gebräuchliche Ankerplatz ist im Schutze von Chabert-
Eiland, westlich davon, auf 22 m (12 Fad.) Wasser über Schlick. Kleine Schiffe
können auch innerhalb der River-Huk auf 6.4 m (3!/, Fad.) Wasser ankern.
Bei der Grelins-Huk, der Südhuk einer kleinen Bucht an der Westseite dieses
Ankerplatzes, können kleine Schiffe kielholen.
Great St. Julien Harbour.
Dieselben Quellen und Karten wie für Great Islets Harbour S. 89; auch Plan: Great Goose and
St. Julien Harbours auf der Brit, Adm-Krt. Nr. 1734.
Great St. Julien Harbonr liegt südwestlich von St. Julien-Eiland und ist
zwischen der Jeanne-Huk im Osten und der Little St. Julien-Huk im Westen
2 Kblg breit, erstreckt sich !/„ Sm weit in südsüdwestlicher Richtung und ver-
engt sich nach innen. Der Hafen eignet sich nur als vorübergehender Ankerplatz
für kleine Schiffe, die auf 9.1 m (5 Fad.) Wasser eben südöstlich von der
nördlichen Ladebrücke an der Westseite ankern. Fischerfahrzeuge, die vorn und
hinten vermuren, liegen sicher, auch bei nordnordöstlichen Winden, die etwas
See aufwerfen. Die geographische Lage des 67 m (220°) hohen Hügels auf
St. Julien-Eiland ist 51° 6’ 33” N-Br. und 55° 42’ 46” W-Lg. Die Mißweisung
für das Jahr 1915 beträgt 32.8° W, ihre jährliche Abnahme etwa 4.
Landmarken. St. Julien-Eiland siehe unter Great Islet Harbour. Goose-
Eiland, westlich von St. Julien-Eiland, ist teilweise felsig und kahl. Es ist
30 m (98') hoch und heller als die Küste in der Nähe.
St. Julien Peak, etwas mehr als 1!/, Sm südsüdwestlich von der Jeanne-
Huk, erhebt sich von der Küste jäh zu 85 m (279') Höhe und ähnelt dem
Hügel auf der Windy-Huk bei Croc Harbour. Black- oder Irish Islet, 7 Kblg
südlich von der Jeanne-Huk, ist eine kahle Klippe; nördlich davon, vor dem
Südwestende von St. Julien-Eiland, liegen mehrere kleine Inseln.
An- und Einsteuerung. Von Norden kommende Schiffe laufen zwischen
St. Julien- und Goose-Eiland ein. Hierbei ist an der Ostseite des Fahrwassers
die NW-Untiefe zu meiden, die sich von der Nordwestküste des St. Julien-
Eilandes %/, Kblg weit in das Fahrwasser hineinschiebt. An der Westseite des
Fahrwassers meide man die unreine Südostküste von Goose-Eiland und die
Baleine-Klippe, die 2 Kblg nordnordöstlich von der Little St. Julien-Huk liegt.
Diese Klippe fällt 1.5 m (#) trocken und ein Riff mit nur 0.9 m (3‘) Wasser
darüber erstreckt sich von ihr aus 1 Kblg weit in südsüdwestlicher Richtung.
Von Süden kommende Schiffe müssen um das Nordende von St. Julien-
Eiland herumfahren, wobei die Mulou-Untiefe zu meiden ist. Sie können aber
auch die Jeanne-Durchfahrt benutzen, wenn es ihr Tiefgang erlaubt. Die Jeanne-
Durchfahrt liegt zwischen dem Südwestende von St. Julien-Eiland und der
Halbinsel südwestlich davon. Sie ist zwischen den Inselchen vor St. Julien-
Eiland und der Halbinsei etwa 1 Kblg breit, wird aber durch Untiefen stark
eingeengt, so daß nur eine schmale Fahrrinne bleibt. Schiffe mit weniger als
4.0 m (13') Tiefgang können für gewöhnlich durchfahren, Schiffe mit größerem
Tiefgang müssen vor dem KEinlaufen das Fahrwasser kennzeichnen. Von Süden
kommend bleibe man unter der Festlandsküste, bis man querab von.den Insel-
chen ist, und halte dann die Mitte der Durchfahrt. Die Tidenströme machen
das Navigieren in der Durchfahrt schwierig. Der Flutstrom beginnt bei Niedrig-
wasser und setzt nordwestwärts, der Ebbstrom beginnt bei Hochwasser und
setzt südostwärts.
Die Jeanne-Huk ist ein steiler Küstenabhang, der an der Nordwestseite
auch unter Wasser beinahe steil abfällt; nach Nordosten zu erstreckt sich aber
flaches Wasser 1 Kblg weit. Etwa in der Mitte zwischen der Aurora-Huk und
dem Landungssteg südlich davon, vor der Westseite des Hafens, liegt eine Untiefe,
Eis. Im Jahre 1903 waren vor der Küste zwischen den Fichot-Inseln und
Croc Harbour bis zum 23. Juni zahlreiche Eisherge und -Felder.,
Little St. Julien Harbour
erstreckt sich westlich von der Little St. Julien-Huk 4'/, Kblg weit ungefähr
güdsüdwestlich. Der Hafen ist an der Einfahrt 3/, Kblg breit und wird nach