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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1914,
vorhanden ist, daß bei Nacht- und Tagesanbruch (die Jahreszeit, bei der die
Versuche gemacht wurden, ist leider nicht angegeben) ähnliche Unregelmäßig-
keiten, wie bei den Markonischen Versuchen auftreten.
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Fig, 4.
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Besonders instruktiv sind die gleichfalls von Schwartzhaupt mitgeteilten
Versuche, die durch Fig. 4 veranschaulicht sind. Der Verfasser schildert sie in
folgender Weise: »Zwei Dampfer, welche mit Apparaten von 1800 km mittlerer
Reichweite versehen waren, machten im Winter vorigen Jahres (1910/11) folgen-
den Versuch, Die Schiffe näherten sich einander in der Nord-Südrichtung und
traten mit einer Sendeenergie, welche von da ab stets konstant gehalten wurde,
zuerst auf 1800 km Entfernung gegen 9b 15min abends in Verkehr. Derselbe
wurde bis gegen 6 morgens aufrecht erhalten, dann wurde mit dem anbrechen-
den Tage die Lautstärke im Empfangstelephon so klein, daß die Aufnahme der
Telegramme fast unmöglich wurde. Am N gegen 4h befanden sich die Schiffe
auf 950 km Abstand und konnten nun den Depeschenwechsel wieder fortsetzen,
welcher Tag und Nacht dauerte. Am N des nächsten Tages begegneten sich die
Schiffe in Sichtweite und entfernten sich nun wieder voneinander. Die ganze
Nacht und den folgenden V hindurch konnte telegraphiert werden, während die
Lautstärke mit der steigenden Entfernung abnahm. Am N um 3% war bei 960 km
wieder die praktische Grenze erreicht, trotzdem wurden die gegenseitigen An-
rufe fortgesetzt. Um 8b 30min nach Einbruch der Dunkelheit waren in etwa
1100 km die Signale beiderseits so kräftig, daß man glauben konnte, die Dampfer
befänden sich in nur einigen 100 km Abstand voneinander. Öhne die geringste
Schwierigkeit wurden bis gegen 4% 30min morgens Telegramme ausgetauscht.
Hierauf sank die Intensität rapide, und am darauf folgenden Tage waren alle
Anrufe vergeblich, bis es gegen 10 abends gelang, den Verkehr wieder aufzu-
nehmen, Diese Periode erreichte schon um 3% morgens ihr Ende. Der gegen-
seitige Abstand betrug zu dieser Zeit etwa 2500 km. In der letzten Nacht lagen
zwischen den beiden Schiffen 1000 km Land und 2500 km See, daher konnte
man sich nur noch während der Höhepunkte der Intensitätskurve von 11% 30min
bis 1% 30min nachts verständigen, dann brach der Verkehr endgültig ab. Der
Versuch ist mit dem gleichen Resultat mehrere Male wiederholt worden. — Daß
die Kurven sehr scharf ausgeprägt sind, ist dem Umstand zu verdanken, daß
das Experiment einerseits unter dem gleichen Meridian, andererseits in den
Tropen angestellt wurde. — Die Reichweite, welche die angenommene Sende-
energie am Mittag erzielte, betrug !/, von derjenigen, welche um Mitternacht
gemessen wurde. Interessant ist die Tatsache, daß dieses Verhältnis für die
meisten bisher angestellten Versuche zutrifft, welche unter den gleichen Be-
dingungen vorgenommen wurden,«
Mosler fand weiter bei einer ersten ausführlichen Versuchsreihe, daß bei
einer Entfernung bis zu 300 km die Empfangsintensität am Tage und nachts
die gleiche war. Bei neueren Versuchen des gleichen Verfassers ergab sich
folgendes. Als Gebestation wurde die Norddeicher Anlage benützt, deren Wellen-
länge 1650 m beträgt, und zwar wurde die Empfangsstärke der von Norddeich
V 10b 30m bis 10h 45=in und nachts 11h 30min bis 11b 45mwin dienstlich ausgesandten