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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1914.
diesen Wert mit 1 bis 30 multipliziert, aber die fünfte Stelle ganz unberücksichtigt
gelassen, z. B. für EL. 1 ergibt sich bei Vo + T = 160 0.025397, Der Ver-
fasser benutzt den Wert 0.0253, Der Fehler kann, bei Außerachtlassung im
Maximum von 0.000099, höchstens 0.000099 - 30 = 0.00297 betragen, also drei
Einheiten der dritten Stelle. Beim Abrunden auf Hundertstel wirkt diese Un-
genauigkeit auch sehr häufig auf die zweite Stelle (auf Seite 27 ist dies in über
20°, der 189 ungenauen Werte der Fall). Es schließt dies einen Gebrauch der
Tabellen in der Praxis nicht aus, da ja den Abweichungen in der zweiten Stelle
bei Abrundungen auf Hundertstel Ungenauigkeiten im Höchstbetrage von nur
9.003 zugrunde liegen, und beim Ablesen des Thermometers bei weitem nicht
eine derartige Genauigkeit erzielt wird.
Den Tabellen vorausgeschickt ist eine eingehende Beschreibung des
Tiefseethermometers nach Richter und eine Gebrauchsanweisung für die Tabellen
mit vier durchgeführten Beispielen. Hierbei zerlegt Feruglio den obigen Aus-
druck für C in zwei Produkte
Vo-T Vo-rT
0 = 63800 ** — 6800
und empfiehlt die Werte für die beiden Produkte in den Tabellen einzeln auf-
zusuchen und C durch Differenzbildung zu berechnen. Bequemer und ebenso
genau ist es, die Zerlegung in zwei Produkte zu unterlassen, also zunächst die
Differenz T — t zu bilden und dann gleich die endgültige Korrektion den Tabellen
zu entnehmen. Dies vereinfacht die Rechnung und verringert besonders bei
Interpolationen die Gefahr des Verrechnens. Es empfiehlt sich daher, in den
Überschriften der Tabellen T, t durch T—t zu ersetzen.
Auf einige Druckfehler sei noch aufmerksam gemacht,
Seite 12, Zeile 8 von oben: 0.403 statt 0.433, 26 statt 28.
* 13, « 2 « « : 0.3985 « 0.3935,
14, « 11 « « : 0.016 «<« 0.014 (auch in der folgenden
Rechnung zu berichtigen).
27, « 19 « unten: 0.310 x« 0.300.
30 u. 31, Zeile 13 von unten: 0.571 statt 0.591,
32 u. 33, « 12 « « : 0.663 « 0.653.
33 «*« 25 « « : 0.220 « 0.210,
Dr. Bruno Schulz,
5. Wasserhosen im Bismarck-Archipel. Nach einem Bericht von S. M. Ver-
messungsschiff »Planet«, Kommandant K-Kapt. Mündel. (Hierzu Tafel 2.)
Am 17. August 1913 von 12b 12min bis 12h 15”in V wurde auf 2° 30’ S-Br.
und 149° 16’ O-Lg. bei einem Gewitter in etwa 5 Sm Entfernung vom Schiffe
eine Wasserhose beobachtet. Ihre Form und Höhe sowie die Formen der sie
umgebenden Wolken sind in der ersten Skizze auf Tafel 2 dargestellt. Danach
hat die Höhe der Wasserhose etwa 200 m betragen. Während der Erscheinung
ist beim Schiffe der Wind von NNW 2 auf SSW 6 umgesprungen, das Thermometer
von 26,7° auf 25° C gefallen und der Luftdruck 757 mm gewesen. Die Bewegungs-
richtung und Schnelligkeit der Wasserhose hat nicht festgestellt werden können.
Die in drei weiteren Skizzen der Tafel 2 dargestellte Wasserhose ist am
20. August 1913 von 12b Qmin bis 12b 5m N in 2° 51’S-Br. und 149° 51’ O-Lg.
in einer Entfernung von etwa 3 Sm beobachtet worden. Der Himmel war zu
sechs Zehnteln bedeckt, der Wind drehte beim Schiffe während der Erscheinung
von SO 3 auf NOzN 2, und das Thermometer fiel dabei von 28.0° auf 27.7° C,
der Luftdruck betrug 757.2 mm, und die Wasserhose bewegte sich mit etwa 2 Sm
stündlicher Geschwindigkeit nach SW.