Kleinere’ Mitteilungen.
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wechselnden Winden und Windstillen Platz, Von Mitte Januar bis Mitte Februar
wehte der Monsun fast ununterbrochen‘ mit großer Heftigkeit und erreichte zeit-
weise die Stärke 9. Anfang März setzte in Neu-Pommern vorübergehend’ bereits
leichter SO-Monsun ein. Ende März trat in Neu-Pommern und bei den Salomon-
Inseln "der NW-Monsun nochmals in Erscheinung,‘ ‘ ‘
Im allgemeinen way im Bismarck-Archipel die Zeit des NW-Monsuns nur
von kurzer Dauer, allerdings wehte er dafür im Januar mit großer Heftigkeit.
Die ersten Anzeichen des SO-Monsuns machten sich bereits Anfang März be-
merkbar, also früher, als nach den bisherigen Erfahrungen zu erwarten war.
Seit April 1913 erhält das Kommando S. M. S. »Planet« meteorolögische
Beobachtungen von einer Anzahl meteorolögischer Stationen des Schutzgebiets,
Diese liegen ander Ostküste von Kaiser-Wilhelmsland, auf Neu-Pommern, Neu-
Mecklenburg, auf den Admiralitäts-Inseln (Manus) und den Salomons-Inseln. Die
Mitteilungen dieser Landstationen sowie die Angaben in den meteorologischen
Tagebüchern der dort stationierten Kriegsschiffe und einiger Handelsschiffe sind
vom Kommando S. M. S. »Planet« in einer Tabelle zusammengestellt, die eine
leichte Übersicht über den Witterungscharakter der einzelnen Gebiete in den
verschiedenen Monaten ermöglicht und auch mehr Einzelheiten gibt als die
Beobachtungen eines Schiffes allein. Für die übrigen. Monate des Jahres 1913
ergab sich nach dieser Zusammenstellung folgender Witterungsverlauf,
Im April und auch noch im Mai waren schwache bis mäßige nordwest-
liche Winde vorherrschend, nur im Osten, in Namatanai an der Ostküste Neu-
Mecklenburgs, wurden durchweg nordöstliche Winde verzeichnet, Windstillen
traten überall auf, am meisten auf den Admiralitäts-Inseln, bei Seeadler-Hafen
auf der Insel Manus und in Morobe an der Ostküste von Kaiser-Wilhelmsland,
In Rabaul auf Neu-Pommern wurde im April zeitweise SO-Wind beobachtet, Auf
Neu-Mecklenburg drehte im Mai der nordöstliche Wind als Anzeichen des
nahenden SO-Monsuns zuweilen mehr nach Osten und OSO und wuchs in Käwieng
(Nordspitze von Neu-Mecklenburg) in den Böen bis zu stürmischer Heftigkeit an.
Auch in Friedrich-Wilhelms-Hafen sprang im Mai der mäßige NW-Wind zeitweise
nach SO um. Im April ist auf den: meisten Stationen viel Regen gefallen, im
Mai wurden die Niederschläge seltener.
Im Juni hatte der SO-Monsun überall eingesetzt, auf den meisten Stationen
mit starken Böen und viel Regen. Am frühesten setzte er auf der Insel Manus
und Neu-Mecklenburg ein, später erst in Friedrich-Wilhelms-Hafen. In dem ganz
im Süden an der Ostküste von Kaiser-Wilhelmsland gelegenen Morobe wehte es
meistens. aus nordöstlicher Richtung mit mittlerer Stärke. Hieraus ließe sich
schließen, daß der SO-Monsun nicht zuerst im Süden, wie früher vermutet wurde,
sondern im Osten des Schutzgebietes sich bemerkbar macht. Anhaltende Nieder-
schläge gab es mehr im: Westen als im Osten des Beobachtungsgebietes.
Im Juli und August herrschte der SO-Monsun auf fast allen Stationen,
jedoch in verschiedener Stärke. Friedrich-Wilhelms-Hafen verzeichnete im Juli
mehrfach starke NW-Winde. Station Seeadler-Hafen aüf der Insel Manus
anfangs stürmische Böen aus SW, später veränderliche Winde, ‚Im August traten
in Käwieng auf Neu-Mecklenburg und auf See zwischen den Inseln Manus und
Neu-Hannover zeitweise starke NW-Winde auf, die heftige Regengüsse mit sich
brachten. Viel Regen fiel in diesen beiden Monaten nur auf der Insel Manus
und in Käwieng, bei‘ den ‘anderen Stationen wurden . selten Niederschläge
beobachtet,
Auch im September herrschte überwiegend SO-Monsun. In Rabaul auf
der Gazelle-Halbinsel und an der Ostküste von Neu-Mecklenburg wehten gegen
Mitte und Ende des Monats mäßige. SW- und NW-Winde. Auf Manus waren
Windstillen vorherrschend, nur vom 6. bis 9. dieses Monats traten *hier stürmische
Winde aus NO auf, Auch in Friedrich-Wilhelmshafen: und an der Nordküste von
Neu-Pommern wehte der SO-Monsun manchmal mit stürmischer Heftigkeit, im
Gegensatz zum Jahre 1912, in welchem er an der Ostküste von Kaiser-Wilhelmsland
weit weniger ausgeprägt schien. In Kieta an der Ostküste von Bougainville
herrschte mäßiger SO-Monsun, ‚Niederschläge fielen selten, nur ‚auf Manus, in
Käwieng und bei Rabaul gab es viel Reven.