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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1914. 
Eine Untiefe, The Bank, mit 11 m (6 Fad.) geringster Wassertiefe und teils 
felsigem Grund liegt südwestlich von der Soldier-Klippe und dehnt sich in süd- 
westlicher Richtung 3 Kblg weit aus. Mehrere andere Untiefen mit 11m bis 16 m 
(6 bis 9 Fad.) Wasser liegen zwischen dieser Bank und der Nordseite der 
Pinware-Bucht. 
Von Südwesten her bietet die Ansteuerung auch keine Schwierigkeit. 
Nähert man sich nach Passieren von St. Modeste-Eiland der Huk Ship Head, 
so meide man die felsige Stelle mit 3.7 m (2 Fad.) geringster Wassertiefe, die 
4 Kblg südlich vom östlichen Ausläufer von Ship Head liegt. 
Tiden. Die Hafenzeit für die Pinware-Bucht ist etwa 9h 10min; die Spring- 
hochwasserhöhe beträgt 1.2 m (4’), die Nipphochwasserhöhe 0.8 m (2%/,’). 
Ankerplatz, Der beste Ankerplatz befindet sich in den Peilungen: der 
Östliche Ausläufer von Ship Head rw. 243° (mw. W5/,N), 4 Kblg entfernt, das 
auffällige Haus auf dem Sandsteert bei der Mündung des Pinware rw. 6° 
(mw. NO!/,N). Die Wassertiefe beträgt hier 29 m (16 Fad.). 
Vor der Mündung des Pinware liegt eine sich stets ändernde Barre. Schiffe 
dürfen nicht in deren Nähe ankern, da hier die Wassertiefe plötzlich abnimmt. 
Fischerfahrzeuge machen auch an den Klippen in der Durchfahrt (The 
Tickle) fest, die zwischen St. Modeste-Eiland und dem Festlande durchführt. 
Eine große Niederlassung befindet sich an den Ufern der Durchfahrt. 
Wasserweg ins Hinterland. Im Jahre 1904 fuhr die Pinasse eines Kriegs- 
schiffes in den Pinware-Fluß hinein und fand zunächst auf einer Strecke von 
etwa 1 5m 2.4 m (8) Wasser, Nachher nahm die Wassertiefe ab und der Fluß 
wurde reißend. Der Mast des Fahrzeuges mußte niedergelegt werden, da der 
Telegraphendraht über die Einfahrt führt. 
Ein Lotse, der Schiffe mit nicht mehr als 2.4 m (8') Tiefgang in den 
Fluß hineinlotst, ist auf Ship Head. Im Flusse werden zahlreiche Lachse mit 
Netzen gefangen. 
Anse A Loup. 
Dieselben Quellen und Karten. Auf der Brit. Adm-Krt. Nr. 1531 jedoch den Plan: Anse ä Loup. 
Anse ä Loup, etwa 5 Sm südwestlich von Kap Diable, ist etwa 1.3 Sm breit 
und schneidet in nordwestlicher Richtung 11/, Sm weit in das Land ein. Die 
Bucht ist nach Südosten vollständig offen, der Ankergrund hält aber gut und 
Schiffe ankern den ganzen Sommer hindurch in der Bucht. An ihrer Westseite 
zieht sich feiner Sandstrand hin und ein Dorf ist auf dem Lande angelegt. Im 
innersten Ende der Bucht mündet ein Fluß, in den kleine Boote bei Hochwasser 
hineinfahren können. Die geographische Lage der Flaggenstange auf der Ein- 
Fahrtshuk an der kleinen Schooner-Bucht, an der Südseite von Anse ä Loup, ist 
etwa 51° 30’ N-Br. und 56° 48’ W-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1914 be- 
trägt 33.3° W, ihre jährliche Abnahme etwa 4. 
Landmarken. Die Küste südlich von Kap Diable besteht aus Sandstein, 
unter dem sich an verschiedenen Punkten in der Nähe des Meeresspiegels Granit 
zeigt. Die Küste zwischen der Diable-Bucht und Anse ä Loup besteht aus roten 
Sandsteinabhängen von etwa 107 m (350') Höhe. Das Land am Rande der Bucht 
Anse ä Loup ist hohes Tafelland aus Sandstein, mit grünem Moos und Gras be- 
wachsen, An der Nordostseite der Bucht ist es am höchsten und bildet die 
Fortsetzung der roten Sandsteinabhänge zwischen der Diable-Bucht und Anse 
ä Loup. 
‘Amour Point, von den Einheimischen auch Kap Shallop genannt, liegt 
2.8 Sm südwestlich von der Einfahrtshuk zu der kleinen Schooner-Bucht und ist 
niedrig, aber das Land nördlich davon steigt in Terrassen mit steilen Abhängen 
an und erreicht in einem Hügel 3/, Sm nördlich von der Huk 58 m (190’) Höhe. 
Die Einfahrtshuk der Schooner-Bucht ist hoch, eine Flaggenstange steht darauf. 
Die An- und Einsteuerung bietet keine Schwierigkeit für in angemessenem 
Abstand. längs der Küste laufende Schiffe, 
=  Leuchtfeuer und Funkentelegrapenstation siehe »Leuchtfeuer aller Meere« 1914, 
Heft. V, Tit. VI und Anhang. Nach N. f.S. 3121/14 ist auch auf dem Kopfe der 
Anlegebrücke im Hafen von Anse au Loup zur Erleichterung der Einsteuerung
	        
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