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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland,

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ende des Saddle-Eilandes und dem Festlande, und durch den Hafen in das
Hafenbecken hinein westwärts; der Ebbstrom setzt in entgegengesetzter Richtung.
 Die Tidenströme sind außer bei steifen Winden im allgemeinen schwach.
Die Niederlassung zählt etwa 150 Einwohner, sie ist hauptsächlich an der
Nordostseite des Hafens. Eine Kirche befindet sich an der Nordseite des Hafens,
ein Lagerhaus ist auf Penney-Eiland. Einige Hütten liegen auf Saddle-Eiland
und auf der Moore-Huk, die Winterhäuser und die Schule stehen auf dem Lande
im innersten Ende des Hafenbeckens, -
Ein Dampfer kommt im Sommer und Herbst jede Woche von der Bay of
Islands nach der Red-Bucht. Die Bucht ist an das Kanadische Telegraphennetz
 angeschlossen. Das Telegraphenamt steht in der Nähe des Ufers an der
Westseite des Hafenbeckens.
Schiffsausrüstung. Kleine Mengen Salzfleisch und Mehl sind zu erhalten,
Wasser kann man bei Hochwasser den Bächen beim innersten Ende des Hafenbdeckens
 oder: der Western Arm-Bucht entnehmen... Kleine Mengen kann man
bei schlichter See aus dem Bache unter dem Wasserfall südlich von Tracey Hill
erhalten.
Capstan Cove
ist eine kleine Bucht westlich von Capstan Cove-Huk und wird durch diese Huk
gegen östliche Winde geschützt und in der Heringfangzeit vielfach von Fischern
als Ankerplatz benutzt. ;
Western Arm
ist eine offene Bucht, die sich von der Einfahrt zur Red-Bucht in westsüdwestlicher
 Richtung erstreckt. Ihre Ufer fallen, außer in den kleinen Einbuchtungen,
unter Wasser ziemlich steil ab, die Wassertiefe nimmt nach innen zu allmählich
ab. Bei westlichen Winden ist der Ankerplatz gut. Man ankert auf 26 m
(14 Fad.) Wasser oder weniger, dem Tiefgang des Schiffes entsprechend. Im
innern Ende der Bucht mündet ein kleiner Bach. Kleine Eisberge treiben häufig
in die Bucht hinein.
Pinware-Bucht.
Dieselben Quellen und Karten mit Ausnahme der Brit. Adm-Krt. Nr. 1136. Dafür Brit, Adm-Krt.
Nr. 1531, Anchorages in the Strait of Belle Isle, Plan: Pinware Bay.
Die Pinware-Bucht liegt südwestlich von der Red-Bucht. Sie ist an der
Einfahrt zwischen Lily-Eiland im Nordosten und St. Modeste-Eiland im Südwesten
 3!/, Sm breit und schneidet in nordwestlicher Richtung etwa 2 Sm weit
in das Land ein, Die Bucht ist gegen südöstliche Winde ungeschützt, bietet im
Sommer aber immerhin ziemlich sichern Ankerplatz auf 29 m (16 Fad.) Wasser
über Sand. Die geographische Lage von St. Modeste-Eiland ist 51° 35’ 30” N-Br.
und 56° 41’ 0” W-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1914 beträgt 33.5° W, ihre
jährliche Abnahme etwa 4.
Landmarken. Die Little St. Modeste-Inseln Nelly und Lily sind zwei kleine,
niedrige und kahle Inseln. Nelly, die Östliche; liegt etwa 71/, Sm südwestlich
von der West-Huk, Lily liegt 1 Sm weiter nach Westen. Auf dieser Insel stehen
einige Häuser und eine Flaggenstange.
Kap Diable auf etwa 51° 35’ N-Br. und 56° 41.5’ W-Lg. ist ein schwarzes,
steiles und felsiges Vorgebirge, das in einem abgeplatteten Hügel zu 225 m (740)
Höhe ansteigt. Die Küste nördlich davon besteht aus Granit, %, Sm nördlich
von Kap Diable liegt dicht bei der südwestlichen Einfahrtshuk zur Pinware-Bucht
 das kahle, 4.5 m (15’) hohe St. Modeste-Eiland; verschiedene Häuser stehen
darauf, Im nordwestlichen Teile der Pinware-Bucht fällt die felsige Halbinsel
Ship Head auf, und im innersten Ende der Bucht steht auf dem Sandsteert an
der Westseite der Pinware-Mündung ein auffälliges Haus und eine Flaggenstange.
An- und Einsteuerung. Vom Nordosten kommenden Schiffen bietet die
Ansteuerung bis zum Nelly-Eiland keine Gefahr, wenn sie in angemessenem Abstand
 von der Küste bleiben, Nach Passieren von Nelly-Eiland ist jedoch die
Soldier-Klippe zu meiden, die 1!/, Sm rw. 127° (mw. SzO%/,0) vom Ostende Lily-Eilandes
 und bei Niedrigwasser in der Wasserlinie liegt.
            
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