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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1914. 
Im August 1898 erstreckte sich etwa 4 Sm südlich von der Black-Bucht 
in südöstlicher Richtung quer über die Straße eine Stromkabbelung, an deren 
Ostseite die Temperatur der Oberfläche des Meeres 1.5° C, an der Westseite 
9° C betrug. Der Strom lief an der Ostseite schwach nach Südwesten, dagegen 
an der Westseite der Kabbelung mit 2 Sm stündlicher Geschwindigkeit nach 
Nordosten. Als man eine Stunde später 5 Sm südwestlich von der Kabbelung 
stand, betrug die Temperatur 14,5° C und blieb 100 Sm weiter an der Westküste 
von Neufundland entlang zwischen 14.5° und 15.5° C. 
Leuchtfeuer, Siehe »Leuchtfeuer aller Meere« 1914, Heft V, Tit. VI. 
Ankerplätze. Bei dicekem Wetter mag es ratsamer sein, in einer der 
Buchten an der Nordwestseite der Straße zu ankern, als in Fahrt zu bleiben. 
Die Black-Bucht bietet im Sommer für Dampfer vorübergehenden Ankerplatz. 
Die Red-Bucht ist ein guter kleiner Hafen, kann aber mit nordöstlichen Winden 
von großen Segelschiffen nicht angelaufen werden. Der erste erreichbare Anker- 
platz für mit nordöstlichem Winde nach Südwesten laufende Segelschiffe ist die 
Pinware-Bucht. Bei Winden aus dieser Richtung steht aber schwere Dünung 
in der Bucht. Deswegen ist der erste gute Ankerplatz für Segelschiffe mit nord- 
Östlichem Winde Anse ä Loup, wo aber südwestwärts steuernde Schiffe beinahe 
aus der Straße heraus sind. Die Forteau-Bucht ist eine ziemlich gute Reede, 
doch setzt manchmal schwere Dünung hinein. Blanc Sablon ist im Sommer 
ein sicherer Ankerplatz. 
Landung. Nach starken nordöstlichen Winden setzt durch die Straße hohe 
Dünung, die mehrere Tage anhält und es an den meisten Plätzen der neufund- 
ländischen Küste unmöglich macht zu landen. 
Black-Bucht. 
Dieselben Quellen und Karten; außerdem Brit. Adm-Krt. Nr. 1531, Anchorages in the Strait of Belle 
Isle, Plan: Black Bar. 
Die Black-Bucht liegt etwa 20 Sm südwestlich von der York-Huk. Sie ist 
an der Einfahrt etwa 1 Sm breit, nach innen wird sie enger. Kleine Schiffe 
ankern gelegentlich in der Bucht, und Dampfer benutzen sie im Sommer bei 
plötzlich aufkommendem Nebel vorübergehend als Ankerplatz. Die Bucht ist 
jedoch nach Osten offen, und der sandige Ankergrund hält nicht gut. Ansiede- 
lungen befinden sich nicht in der Nähe. Die geographische Lage der East-Huk 
an der Nordseite der Einfahrt ist 51° 46’ N-Br. und 56° 17' W-Lg. Die Miß- 
weisung für das Jahr 1914 beträgt 33.9° W, ihre jährliche Abnahme etwa 
Ansteuerung. Die Küste von der York-Huk bis zur Wreck-Huk, 10 Sm 
südwestlich davon, ist gerade und steil. Die Man of War-Klippe liegt 4!/„, Sm 
südwestlich von der York-Huk etwa 1 Kblg von der Küste entfernt und ist bei 
Niedrigwasser in der Wasserlinie. Ebenfalls bei Niedrigwasser in der Wasser- 
linie liegt 1 Kblg vor der Wreck-Huk eine Klippe. Bay Shoal heißt eine kleine 
felsige Untiefe mit 20 m (11 Fad.) geringster Wassertiefe 3 Sm südlich von der 
Wreck-Huk. Bei stürmischen Nordostwinden steht dort schwere Dünung; auch 
sieht man dort häufig starke Stromkabbelung. Bei sehr klarem Wetter soll man 
nach Aussage von Fischern auf der seichtesten Stelle den Grund sehen können. 
Eine 5.5 m (3 Fad.)-Stelle liegt 2!/, Kblg vor der südwestlichen Einfahrtshuk in 
die Barge-Bucht, und unreiner Grund und beinahe in der Wasserlinie liegende 
Klippen, die Seal-Klippen, erstrecken sich in etwa 2 Kblg Abstand von der Küste, 
Sie fangen ungefähr 2 Sm westsüdwestlich von der Barge-Huk an und reichen 
beinahe bis zur kleinen Frys-Bucht. 
Im übrigen muß für die An- und Einsteuerung auf die Karten verwiesen 
werden. 
Ankerplatz. Man sollte nicht auf weniger als 22 m (12 Fad.) Wasser 
ankern, da die Wassertiefe im inneren Ende der Bucht plötzlich abnimmt und 
sich Klippen auf beträchtliche Entfernung von der Küste an der Südwestseite 
der Bucht erstrecken.
	        
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