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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

Treurniet, A. J.: Über eine Änderung des Gyroscops von Foucault. 
so wird: M gm asin@-2ac0sO-+2asin0-2a0059 _ 
735 
sa ma?sinGcos 6. Se, 
R 
Das Moment M’” für dasselbe System wird: 
» 1 
w@? sin @ cos 9 (A — C) = w? sin 6c0osO( m PP zm r — 2m a2} 
= — maisinGcos0.2w?, 
Nun ist 
A => Sa = 9.25 . 1075 sec 7? 2 107% sec”? 
2 
202 (en) sec”? = 1078 sec7?®. 
Da nun das Moment M” nicht vernachlässigt wird, darf das Moment M' 
somit sicher nicht vernachlässigt werden. ; 
Schlußfolgerungen. 
1. Nur wenn für den drehenden Körper eines Gyroskops von Foucault 
eine aus homogenen, konzentrischen Schichten bestehende und um ihren Mittel- 
punkt drehende Kugel genommen wird, werden die Integrale der Bewegungs- 
gleichungen goniometrische und algebraische Funktionen der Zeit sein, Es 
genügt nicht, daß die Hauptträgheitsmomente des Körpers gleich sind. 
2. Die Anziehungskraft der Erde, der Sonne und des Mondes, sowie die 
Zentrifugalkraft infolge der Achsendrehung der Erde üben auf den Körper 
Momente aus, die verursachen, daß die zweiten Glieder der Gleichung (46), (41) 
und (42) nicht gleich Null sind. ; 
3. Das Glied, den das zuletzt genannte Moment in den Gleichungen (41) 
und (42) liefert, ist = Null, während das von ihm in Gleichung (46) gelieferte 
Glied grade das Glied — w? (C— A) -sin@ cos 6, das in Gleichung (51) cos? @ 
vernrsacht, aufhebt. 
4. Es steht demnach nicht zur Frage, dieses Glied G cos* @ zu vertreiben, 
wie die Lösung der Preisfrage getan hat, sondern die beiden zuerst genannten 
Momente aufzuheben. Ferner ergibt sich dieselbe Differentialgleichung für dasselbe 
Problem bei A=C oder nicht =C. 
5. Bei strenger Auffassung der Aufgabe (Berücksichtigung des Luft- 
widerstandes, der Zapfenreibung und der Masse der Ringe) gestattet das durch 
die Anziehung von Sonne und Mond gelieferte Moment die Preisirage unlösbar. 
Dieses Moment ist jedoch von der Größenordnung 10 -—7 in bezug auf das durch 
die Anziehung der Erde gelieferte Moment. 
6. Vernachlässigen wir es und bringen somit in dem zweiten Glied der 
genannten Differentialgleichung allein das Moment infolge der Anziehung der 
Erde in Rechnung und .trachten wir dem Körper eine solche Form zu geben, 
daß die resultierende Differentialgleichung in @ durch algebraische oder 
goniometrische Funktionen zu integrieren ist, so ergibt sich wieder allein die aus 
homogenen konzentrischen Schichten bestehende Kugel, 
7. Das durch die Erde verursachte Moment ist nicht auf einfache Weise 
in den Gegebenen des Körpers auszudrücken und darf nicht vernachlässigt werden, 
weil es von derselben Größenordnung wie das nicht vernachlässigte, durch die 
Zentrifugalkraft verursachte Moment ist. 
Erwiderung von J. R. G. Isbrücker. Zu dem vorstehenden Versuch, 
die Lösung der durch die Abteilung der Allgemeinen Wissenschaft der Tech- 
nischen Hochschule ausgeschriebenen Preisfrage durch J. R. G. Isbrücker als 
unrichtig hinzustellen, da das 2. Glied in der Gleichung (26) in dem angezogenen 
Fall nicht fortfallen dürfe, äußert sich der Verfasser der Lösung in »de Ingenieur « 
Nr. 31/1914 wie folgt: 
Das 2. Glied ist daselbst als die Arbeit durch die Bewegkräfte und die 
Schwerkraft betrachtet, verrichtet bei einer unendlich kleinen Veränderung der
	        
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