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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1914.
Tabelle 36e.
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65 81 26(31) 753.6
133 41 25(18), 109.8
89 22 42(17)' 95.6
103 26 24(18) 79.0
95 7 126G11 274
In den Jahreszeiten (Tabellen 36a, b, c, d) weist der Frühling die größte Über-
einstimmung der Stationen in der Verteilung auf die einzelnen Richtungen auf;
das Maximum behaupten nämlich immer die Westwinde, In den übrigen:
Winter, Sommer und Herbst, sind die Verhältnisse bei den einzelnen Orten
gegeneinander schwankend; es läßt sich jedoch immer so viel sagen, daß Stürme
aus westlicher Richtung am häufigsten, die aus Östlicher am seltensten sind,
Die einzelnen Monate ergeben dasselbe.
IV. Kurze Charakteristik der Windverhältnisse an der vorpommerschen
Küste.
Stellen wir die Ergebnisse dieser Arbeit über die Windverhältnisse an der
vorpommerschen Küste zusammen, so sind es jm wesentlichen die folgenden: Die
Zahlen der Windhäufigkeit zeigen ein deutliches Überwiegen der Winde aus
Südwest und West für alle Stationen. Die jährliche Periode ist deutlich aus-
geprägt. Die westlichen Winde zeigen ein Hauptmaximum im Januar, nehmen
gegen die Sommermonate ab, um wieder bis zum Dezember anzuwachsen. Der
Nordost verhält sich umgekehrt. Der Verlauf der Häufigkeit der anderen
Richtungen ist ein ähnlicher. Die tägliche Periode ist nicht ausgeprägt.
Die Windgeschwindigkeit und Stärke der einzelnen Orte ist ziemlich
übereinstimmend, Wir haben eine deutliche Ausbildung der jährlichen Periode
mit einem Maximum in den Wintermonaten, vornehmlich Januar und Dezember,
und einem Minimum im Sommer. Die tägliche Periode tritt im Gegensatz zu
der der Windhäufigkeit hier deutlich hervor, und zwar ist ein Anwachsen der
Windgeschwindigkeit gegen Mittag und wiederum eine Abnahme gegen Abend
klar zu erkennen. Die relativen Schwankungen (Maximum— Minimum), sowohl
die jährlichen wie auch die täglichen, sind am größten in den Monaten mit der
kleinsten, am kleinsten in den Monaten mit der größten Windgeschwindigkeit. .
Über die Stürme an der vorpommerschen Küste gilt folgendes: Als mittlere
Zahl der Sturmtage wird man für alle Stationen etwa 6.0 %, annehmen dürfen.
Am häufigsten sind solche aus dem westlichen Quadranten. In der Verteilung
auf das Jahr erkennt man ein Maximum in den Monaten Oktober bis Januar
und ein Minimum für den Sommer. Eine Gesetzmäßigkeit für die tägliche
Periode läßt sich nicht, oder doch nur schwach, feststellen.