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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1914.

ce. Sturmwarnungsstellen,
Dem letzten Teil der Untersuchung über die Stürme an unserer Küste
sind die Beobachtungen zugrunde gelegt, wie sie an den Sturmwarnungsstellen,
deren Namen ich eingangs aufgeführt habe, gemacht werden und soweit sie mir
aus den Tagebüchern dieser Stationen, die ebenfalls in den meteorologischen Jahrbüchern
 abgedruckt sind, zugänglich waren. Die Bearbeitung gerade dieser Aufzeichnungen
 bietet einige Schwierigkeiten, die einerseits durch die wenig einheitliche
Beobachtungszeit bedingt sind, anderseits durch die mehr oder weniger verschiedene
 Auffassung der einzelnen Beobachter. Es ist deshalb schwierig, für die
Häufigkeitszahlen der Sturmrichtungen untereinander vergleichbare Werte zu erhalten.
 Die Aufzeichnungen aus den Jahren 1889 bis 1895 und 1896 bis 1905 haben
schon einmal eine yenaue Bearbeitung erfahren, und zwar durch L, Großmann:
»Die Stürme und Sturmwarnungen an der deutschen Küste in den Jahren 1886 bis
1895 und 1896 bis 1905«, zwei Arbeiten, die im Archiv der Seewarte XXI. Jahrgang
 1898 Nr. 4 und XXXI[L Jahrgang 1909 Nr. 2 erschienen sind. Das Material
ist in der Weise bearbeitet, daß die Stürme in gewissen Gruppen-Windrichtungen
und Gruppen-Windstärken eingeordnet sind, eine Methode, bei der sicherlich die
Fehler am besten vermieden werden können. Dabei kann man jedoch nie erkennen,
welcher Sturmrichtung im besonderen die größte Häufigkeit zukommt. Um diese
Frage zu beantworten, habe ich die Aufzeichnung der Signalstellen nach einer
anderen Methode verwertet, bei der allerdings für die einzelnen Richtungen keine
absoluten, sondern nur relative Zahlen herauskommen; diese geben nämlich an,
wie oft an den verschiedenen Sturmtagen, d. h, solchen mit der Windstärke 8
und darüber, die einzelnen Richtungen beobachtet wurden. Diese Art und Weise
ermöglicht einen Vergleich mit der Arbeit von Bödige: »Die Stürme an der
deutschen Küste von 1878 bis 1887«, Annalen der Hydrographie usw, 1891 S. 118ff,
der allerdings für die an einem Tage beobachteten Richtungen die Mittelrichtung
ableitet. Ich glaubte aus den von mir gefundenen Zahlen zugleich ein Gesetz
für die Veränderlichkeit der Sturmrichtung herleiten zu können, doch sind diese
Schlüsse etwas gewagt,
Tabelle 35.
Anzahl der Sturmtage, Summen 1887 bis 1910,

+4 m
„| SS 36 |
; |
5 3122313 | £|3lz
SEE, 51% = ‚131215 3831553 |
z DZ 5 BI SS ES Ss! X z 5 m 15 z 31
8 |2 5515 E 25 5131018121141 158
SEELE AELS SIE SAID

Dareserort ..
Stralsund . ..
Wittow. Posth,
Arkona ....
Thiessow ...
(ireifswald.Oie
Ahlbeck. ...
Swinemünde .

52 30 *17 20 25 BR B4 62 176 99 *91 169,535
66 31 13 16 *10 4% 35 52 159 115 40'118 ı 432
78 4/5 82 *81 45 490 61 82 80 79 | 211155 *121, 228 | 710
9 42 61 8224 *15 23 36 88 9 4 72 | 194/117 *74' 171556
4 95 40|27'18 13 *9. 18 25 52 3 36 85. 80 *40 105|310
3 41! 61,36 *26 *26 ' 29 386' 52° 711490 | 47 | 136 123) *911172|522
1 20: 23' 8' 8 9 4 *83,13 18/17 19 | 60, 39 *16; 48|168
31 | 24, 36|18 11 1 5 *—!| 6|[21|28| 38 93] 65 *6 55 [219
(75) (61)' (S4) (35) (82) (10) (10) (*13) (25) (47) (62)! (83) [219).(151) (*33) 18-587)

Prozente.

Darsserort ..
Stralsund .”. .
Wittow, Posth,
Arkona ....
Thiessow ...
(ireifswakd.Oie
Ahlbecek. ...
Swinemünde .

} 4,2 *23° 78 RO 9.1 70 1 a.0 61
89 13 24 22 1:4 9 23 58 62 . 4.81 5.4 4.9
„A 6.2 *43*413 61.61 85 11.0111 19.6 57 7.2 55 10.2] 8.1
2 44,3.2%21 80 49 5.3: 7.9103 97 S9 583 "38 7.8163
a 38 18.18 *1.2 24 3.5 7.0 3.9 9' 9 8.7 "18° 481] 3.6
84; 215.0 *85 8.6 3.9 48 7.2.95 68 63| 9.3 5.6 *4.1; 7.8|6.0
3. 9291 30 1.1 1.1113 05704 1.8 24 834 26[| 28 1.7 *0.7 251] 1.9
42, 3.5: 49135 1.5 02:°07*— 08 28 39 51[| 43 3.3 *0.3! 2.5|2.6
(10.1) (9.1) (11.1) (4.8) (4.3) (*1.4) (1.4) (1.8) (3.51 (6.8) (8.6) (11.2)[(10.1) (6.7) (*1.5): (6.11|(6.1)
Die eingeklammerten Zahlen sind Sturmtage nach den Registrierungen des Anemographen.

>

Werfen wir zunächst einen Blick auf Tabelle 35, die die Anzahl der beobachteten
 Sturmtage an den einzelnen Stationen enthalten, so tritt hier eine
gewaltige ‚Abweichung in den Zahlen hervor (Wittower Posthaus 8.1%, und
            
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