Diekermann, C.: Die Windverhältnisse an der vorpommerschen Küste usw. 645
treten, also die Wintermonate und weiterhin noch der November. Die Sommer-
monate haben die geringste Zahl, woraus hervorgeht, daß wir in diesen Monaten
ungefähr alle drei Jahre eine einzige Ablesung einer Geschwindigkeit von über
20 (16) m p. Sek, erwarten dürfen. Der Frühling tritt in bezug auf die starken
Stürme gegen den Herbst zurück. Die in Tabelle 33 gegebene Verteilung auf
die einzelnen Richtungen läßt erkennen, daß auch hier der Südwest wie in
Tabelle 29 bedeutend überwiegt, dem sich die übrigen Richtungen in derselben
Reihenfolge wie in der eben genannten Tabelle anschließen, mit der einzigen
Ausnahme des Nordwest, der, obwohl er relativ häufig als Sturm auftritt, doch
weniger häufig eine Stärke von 20 bzw. 16 m p. Sek. erreicht. Die Ostnordost-
bis Südsüdostwinde sind nie als starke Stürme beobachtet worden.
Tabelle 33,
Verteilung der starken Stürme. Summen (1887 bis 1910).
N
xNO'Nolonolo l0so | so kso! & [sswiswlwswiw ya war
Januar ...
Februar. ..
März ‚0...
April ....
Mai. ....
Juni. ....
Juli. ....
August ...
September .
Oktober, ..
November. .
Dezember. .
DA
7
4
10
„
3
2
©
£
ol)
19
4
92
1
36
Winter ...
Frühling ..
Sommer...
Herbst ...
Jahr. ....} 3] 1ılf
12
13
11
>
O
Qu
95
‚11
A
3
0
|
2
4.
|
9% 2
23
0
]
76 |
13
8
|
2
8
|
4
|
8
b. Putbus und Greifswald.
Für die Stationen Putbus und Greifswald habe ich nur die Anzahl der
Sturmtage, und zwar in Prozenten, zusammengestellt; denn diese beiden Stationen
haben zwar die Zahl der Stürme als solche notiert, doch nicht immer die
Richtung derselben, wenn nicht gerade zu einem der drei Beobachtungstermine
ein Sturm auftrat.
Tabelle 34.
Zahl der Sturmtage zu Putbus und Greifswald, (Prozente,)
. | NIE .—_ 1 . : ‚1 4 = £ a ®
= & | e . 2% > + ea
:|3)E)ä|2|3ä|=|3]E]E|5 3], 3|313]8
(a 5 |Al| << Sa = A| N © = | BD zZ &
Putbus 1887 bis 1910 99/87 |85| 6010 38/59 35/49 [89/58/8261 [740 3.8[6.1
Greifswald 1899 bis 1910 J10.7 837.3 110.9 5.4 4.4/°0.5 48 2.940181 78[89 7.9 *3.2/ 5,3 [6.4
Die beiden Stationen zeigen, obwohl hier wieder zu beachten ist, daß
Greifswald erst über eine 12 jährige Beobachtungsreihe verfügt, ziemlich überein-
stimmende Werte. Im Jahresdurchschnitt haben beide zirka 6.2 %, Sturmtage.
Ebenso liegt das Maximum der Sturmtage bei beiden im Winter mit 8.1 bzw:
8.9 %,. Dann folgt der Frühling, und ein Minimum zeigt endlich der Sommer
mit 4,6 bzw. 3.2 %. Bei der monatlichen Verteilung beobachten wir bei Putbus
das Hauptmaximum im Januar, während bei Greifswald zwei Maxima, und zwar
im Januar und April, vorhanden sind. Die geringste Anzahl hat für Putbus der
September mit 3.5 % und weiterhin der Juli und Mai mit 3,8 %/,, und für Greifswald
der Juli mit 0,5%, und der September mit 3,9 %,
Ann. d. Hydr. usw. 1914, Heft XII.