540 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1914.
des Maximums etwas begrenzter, Es liegt nämlich zwischen 10% V und 1*N,
das Minimum hat auch hier überall ungefähr die gleiche Lage. In den Sommer-
monaten ist die Verteilung der Sturmhäufigkeit über den ganzen Tag eine
ziemlich gleichmäßige. Im Jahresverlauf haben wir die größte Anzahl der
Stürme um 10% V und die geringste um 5% bis 7h N, Teilt man den Tag
(Tabelle 28, unten) in vier gleiche Zeitabschnitte 1% bis 6b V, 7% bis 12% V, 1% bis
6b N und 7% bis 123 N, so läßt sich mit Sicherheit feststellen, daß wir Stürme vor
allen Dingen in der Zeit von 7b bis 12% V. zu erwarten haben, daß sie dagegen
im Frühling bis Herbst ihre geringste Zahl von 7%®* bis 12b N, im Winter
bereits von 1% bis 6® N. zeigen. Wollen wir ein Gesetz für die tägliche Periode
aufstellen, so können wir nur sagen: Es läßt sich eine einigermaßen ausgeprägte
Periode nur im Winter, Frühling und Herbst nachweisen, nämlich ein Maximum
der Sturmhäufigkeit am Vormittag (10h bis 12%), ein Minimum dagegen am
Nachmittag. Für den Sommer ist ein gleichmäßiger Verlauf der Stürme zu er-
warten mit einer geringen Abnahme in der Nacht.
Tabelle 28.
Tägliche Periode der Stürme zu Wustrow. (Summen 1887 bis 1910.)
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Die Verteilung der Stürme auf die Richtungen, Von besonderer Wichtigkeit
ist ferner die Frage: Wie verteilen sich die Stürme, deren Zahlen wir im jähr-
lichen und täglichen Verlauf untersucht haben, auf die einzelnen Richtungen?
Um darüber Aufschluß zu erhalten vgl. man Tabelle 29, die die monatlichen,
jahreszeitlichen und jährlichen Summen von 1887 bis 1910 nach 16 Richtungen
geordnet enthält. Demnach hat allein 41.5%., also nahezu die Hälfte aller Stürme,
der Südwest, der damit noch ungefähr 2!/, mal so oft als Sturm auftritt als der
Westsüdwest, der mit 16,4%, an die zweite Stelle rückt. Auf Südwest bis West-
nordwest entfallen allein 86.7%, aller Stürme, auf Südsüdwest bis Nordnordwest
9,2%, und der Rest, das sind immerhin die Hälfte aller Windrichtungen, mit