‚Los Vilos (Puerto Los Vilos).
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und die bei schlechtem Wetter durch Brandung kenntliche Untiefe zu meiden,
die etwa 1/„ Sm westnordwestlich von der Huk liegt. Nähert man sich dem
Hafen, so passiere man in angemessenem Abstand westlich von der Insel Huevos
und laufe zunächst auf die Insel Blanca zu, bis man den Kirchhof in der Peilung
rw. 114° (mw. 07/8) hat. Dann verfahre man, wie vordem angegeben ist,
Starker Nordstrom beeinflußt mitunter die Ein- und Aussteuerung. ,
Kapt. G. Rörden schreibt: »Von Norden kommend sichteten wir zuerst
Kap Tablas und dann die Corales- oder Penitente-Klippe. Wir ließen diese Klippe
etwa !/, Sm an B-B. und steuerten mit rw. 107° (mw. 01/,S)-Kurs in die Bucht
hinein, bis die südwestlichen Ausläufer der Inseln Blancas und Verde in Linie
kamen. Dann steuerten wir rw. 144° (mw. SO1/„O) und ankerten auf 16.5 m
(9 Fad.) Wasser über Sandgrund, als der Leuchtturm auf der Insel Huevos rw.
248° (mw. SW'/,W) und das höchste Haus am Lande mit hochgebautem Giebel
rw. 180° (mw. Sz0!/,0) peilte.
Das Einlaufen bei Nacht ist einem tiefgehenden Dampfer nicht zu empfehlen.«
Auslaufen. Um die Bänke nordöstlich von der Insel Huevos zu meiden,
sollte man nach Kapt. J. Henken zunächst auf die Insel Blanca zu halten; nach-
her steuere man einige Seemeilen von der Küste ab.
* Nach den N. f. S. 2767/12 hat ein die Reede von Los Vilos verlassender
Dampfer am 30. Juni 1912 in folgenden Peilungen gestoßen: Huevos-Leuchtturm
rw. 189° (mw. S1!/„,O), Penitente-Klippe rw. 301° (mw. WNW*!/,W).
Leuchtfeuer, Siehe »Leuchtfeuer aller Meere«, Heft VIII, Tit. XII. Auf
der Klippe Penitente ist ein Leuchtturm im Bau, auf dem ein unbewachtes Feuer
angezündet werden soll.
Lotsen sind nicht vorhanden,
Schleppdampfer, Es ist nur ein kleiner Schlepper für Leichter am Orte,
Quarantäne wird wie in allen chilenischen Häfen üblich gehandhabt, Ein
Gesundheitspaß wird verlangt.
Zollbehandlung ist sehr entgegenkommend., An Schiffspapieren werden
verlangt: Segelerlaubnis vom letzten Hafen, zwei Manifeste, Mannschafts- und
Passagierliste, Proviantliste.
Ankerplatz auf der Reede. Der beste Ankerplatz soll etwas südöstlich von
dem in der Karte eingezeichneten liegen. Die Schiffe liegen hier auf ziemlich
schlichtem Wasser zwischen der Brandung auf den Bänken O’Higgins und Chaca-
buco und der Schwell, die sich an der Ostseite der Bucht beinahe !/, Sm weit
von der Küste erstreckt,
Um diesen Ankerplatz zu erreichen, steuere man. auf der Längsaxe der
östlichen Ladebrücke ein, bis das große hölzerne Kreuz auf der Insel Huevos in
die Mitte der beiden höchsten Erhebungen der Insel kommt. Vorsicht ist ge-
boten, damit das Schiff beim Schwaien nicht auf die Lynch-Bank stößt.
D. »Holstein« ankerte auf 18 m (10 Fad.) Wassertiefe über gut haltendem
Sandgrund. Vom Ankerplatze peilte die Ladebrücke für die Leichter vw. 185°
(mw. S7/,O) und das Kreuz auf der Insel Huevos frei zwischen den beiden
Bergen. Nach Ansicht des Kapitäns ist dieser Ankerplatz der beste, und man
liegt in der Nähe der Leichter.
Gezeiten. Die Hafenzeit für die Reede von Los Vilos ist 9b 40”in, die
Hochwasserhöhe bei Springtide beträgt 1.7 m.
Hafenanlagen. Es sind zwei Ladebrücken mit zwei Handkränen für Leichter
vorhanden, Die Schiffe löschen und laden auf der Reede mit Leichtern und
den an Bord befindlichen Winden. Das Laden soll langsam gehen. D. »Naimes«
erhielt etwa 200 t Weizen täglich; es fehlte an Land an Arbeitern, Im Winter
herrschen hier dieselben starken Nörder wie in Valparaiso. Auch treten starke
Süder auf, die Seegang in die Bucht werfen, wodurch Löschen und Laden bis-
weilen ‚ausgeschlossen wird. D. »Holstein« erhielt auch bei starkem Wind aus
östlicher bis nordöstlicher Richtung keine Leichter. Kosten und Gefahr für die
Ladung in den Leichtern trägt der Empfänger oder Ablader.,
Die Sehiffsboote landen an den Ladebrücken für Leichter.