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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland.

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In den Henley-Hafen einlaufende Schiffe müssen zunächst die Twelve feet-Klippe
 und die felsige 6.4 m (31/, Fad.)-Stelle 1°%/, Kblg nördlich davon und die
5.8 m (19’)-Stelle !/, Sm ostnordöstlich von der Twelve feet-Klippe meiden, Weiterhin
 liegt zwischen den Inseln Stage und Castle die American-Untiefe im Fahrwasser,
eine felsige Stelle mit 0.3 m (1’) Wasser darüber; sie ist aber immer zu sehen.
Eis. Die Chateau-Bucht ist im allgemeinen gegen den 25, Dezember zugefroren
 und etwa in der ersten Juliwoche wieder offen,
Vorsicht. Südwestlich von der York-Huk ist schon häufig auflandiger
Strom bemerkt worden.
Leuchtfeuer. Siehe »Leuchtfeuer aller Meere« 1914, Heft V, Tit. VI.
Eine Signalstation befindet sich in der Chateau-Bucht,.
Tiden. Die Hafenzeit für die Chateau-Bucht ist 7? 16min, die Springhochwasserhöhe
 beträgt 1.1 m (4’), die Nipphochwasserhöhe 0.8 m (2'/,), der Nipptidenhub
 0.4 m (1’/,/). Im Herbst erreicht der Springtidenhub bei starken südlichen
 Winden manchmal 1.8 m (6). 8
Tiden- und Oberflächenstrom. Vor der York- und der Chateau-Huk,
sowie in den engen Durchfahrten in der Chateau-Bucht macht sich Tidenstrom
bemerkbar. Außerhalb der Bucht findet man aber fast immer südwärts setzenden
Oberflächenstrom. (Siehe auch unter Vorsicht, weiter vorn.)
Wassertemperatur. Im August und September betrug die Wassertemperatur
 im Pitts-Hafen und in der Temple-Bucht durchschnittlich 7° C, außerhalb
 der Bucht nicht über 3°C,
Ankerplatz. In Pitts-Hafen findet man guten Ankerplatz auf 26m
(14 Fad.) Wasser, wo das Nordende der Pitts-Huk rw. 182° (mw. SW3/,8), 41/2 Kblg
entfernt peilt. - ;
Im Antelope-Hafen ankert man über Schlick zwischen der Greenville-Huk
 und der Nordwestseite des Henley-Eilandes,
Verkehr. Die Küstendampfer von Bay of Islands (Westküste Neufundlands)
kommen im Sommer wöchentlich einmal nach der Chateau-Bucht und ankern abwechselnd
 im Henley-Hafen und vor dem Dorfe Chateau in der Temple-Bucht.
Ein Dampfer von St. Johns kommt im Sommer auf dem Wege nach Battle
Harbour alle 14 Tage nach der Chateau-Bucht.
Ein Kabel führt von der Chateau-Bucht nach Belle Isle. Die Telegraphenstation
 liegt bei dem Dorfe Chateau.
; Wasser kann man einem Flusse entnehmen, der am innern Ende des
Pitts-Hafen mündet. Holz ist reichlich vorhanden,
Gras wächst kaum in dieser Gegend, jedoch ist reichlich Moos vorhanden,
das Karibus und Renntieren als Nahrung dient. Preiselbeeren wachsen reichlich.
In den Bergen bei der Chateau-Bucht sind einige Karibus, und Rebhühner sind
zu gewissen Jahreszeiten häufig. .
Temple-Bucht. Die Temple-Bucht erstreckt sich vom Südwestende des
Whale-Eilandes 31/, Sm in nordwestlicher Richtung. Sie ist etwa %, Sm breit
und in der Mitte 37 m bis 82 m (20 bis 45 Fad.) tief, In ihrem innersten Ende
liegen eine Sandbank und Felsblöcke vor der Mündung eines Flusses, in dem
manchmal reichliche Mengen Lachs vorhanden sind. An der Südwestseite der
Bucht sind schon beträchtliche Mengen Marienglas gefunden worden, dessen
Blätter aber für kommerzielle Zwecke zu klein sind, an der Nordseite der Bucht
liegt ein wenig Graphit zutage.
Die nördliche Einfahrt zur Temple-Bucht bildet die etwa 1%, Kblg breite
Durchfahrt Milners Tickle. Die Ufer an beiden Seiten dieser Durchfahrt sind
auf einige Entfernung unrein und das Fahrwasser kann nicht leicht ausgemacht
werden. Die geringste Tiefe darin beträgt 7.3 m (4 Fad.).
Die südliche Einfahrt zur Bucht bildet der 165 m breite Temple-Paß, auf
dessen felsigem Grunde große Felsblöcke liegen; die geringste Wassertiefe im
Fahrwasser beträgt 5.5 m (3 Fad.). Der Ebbstrom setzt mit beträchtlicher
Geschwindigkeit durch, Beim Anlaufen des Passes von Süden her muß man die
Halfway-Klippe meiden, die 61/, Kblg nördlich von der York-Huk 4,9 m (2°/, Fad.)
unter Wasser liegt.
            
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