618 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1914.
oder östlich von den beiden runden Inselchen entlang, die in ihrer nächsten Nähe
3.7 m bis 4.6 m (12' bis 15’) Wasser haben. Dampfer müssen hier während der
Herinyfangzeit darauf achten, daß ihre Schrauben klar von den ausgelegten
Netzen bleiben. ;
Die von Süden her in den Hafen führende Durchfahrt eignet sich nur
für Boote.
Eis. Der Hafen friert gewöhnlich um den 13, Dez. herum zu und taut
gegen den 16. Mai wieder auf. Das von Norden kommende Eis trifft durch-
schnittlich gegen den 31. Dez. ein. Treibeis zeigt sich im Februar oder März,
und gegen Mitte April ist die Küste in der Umgebung gewöhnlich eisfrei. In
außergewöhnlichen Fällen ist noch am 6. Juni Eis vorhanden gewesen.
Leuchtfeuer, Siehe »Leuchtfeuer aller Meere« 1914, Heft V, Tit. VI.
Ein Dampfer unterhält im Sommer und Herbst wöchentlichen Verkehr
zwischen Bay of Islands an der Westküste von Neufundland und Battle Harbour;
außerdem kommt der Dampfer, der von St. Johns aus nach den nördlichen Häfen
Labradors fährt, im Juli, August und September alle 14 Tage nach dem Hafen.
Kohlen sind gewöhnlich etwa 20 t zu haben.
St. Charles Harbour
liegt an der Südseite der St. Charles-Durchfahrt, innerhalb der Inseln Wall,
Tilcey und Fox, Der als Ankerplatz dienende Raum ist etwa 6 Kblg lang und
1, Sm breit, die Wassertiefe darauf schwankt zwischen 9.1 m und 22 m (5 und
12 Fad.), der Grund ist Schlick. Für große Schiffe ist der Hafen jedoch nur
in den besten Sommermonaten sicher, da bei östlichen Winden etwas Dünung
hereinsetzt. Häuser und Landungsstege für Fischereizwecke befinden sich so-
wohl auf den Inseln wie auf dem Festlande. Ansiedler haben sich hier für fest
niedergelassen.
An- und Einsteuerung. Das Anlaufen des Hafens ist leicht. Man steuert
von einem Punkte 11!/, Kblg nördlich von der Osthuk des Wall-Eilandes mit
etwa rw. 270° (mw. NW7’/,W)-Kurs mitten zwischen Wall- und Tilcey-Eiland durch
in den Hafen hinein. Die drei kleinen Klippen, die eben vor der Westhuk von
Wall-Eiland über Wasser liegen und unter Wasser steil abfallen, 1äßt man dabei
südlich von sich. Die Durchfahrt zwischen diesen beiden Eilanden ist 1 Kblg
breit und tief bis dicht unter Land an beiden Seiten, Die Durchfahrt zwischen
Wall-Eiland und dem Festlande eignet sich nur für Boote. Das gleiche gilt für
die Durchfahrt zwischen Fox-Eiland und dem Festlande. Die 2 Kblg breite
Durchfahrt zwischen Tilcey- und Fox-Eiland ist 3.7 m bis 5.5 m (2 bis 3 Fad.) tief
und schwierig zu befahren, weil Klippen darin liegen.
Ankerplatz. Der beste Ankerplatz ist vor der Einfahrt einer kleinen Bucht
des Festlandes, in der sich bei der bedeutendsten Fischereiniederlassung eine
Ladebrücke und eine Flaggenstange befinden. Kleine Schiffe liegen auch voll-
kommen sicher, wenn sie an der Klippe festmachen, die zwischen Wall-Eiland
und dem Festlande liegt; die Wassertiefe beträgt hier 2.7 m (9).
Antill Cove,
eine Walfischfängerstation südwestlich von Fox-Eiland, ist 3 Kblg breit und bis
auf kurzen Abstand vom Lande rein von Untiefen.
Der Ankerplatz liegt nahe beim innersten Ende der Bucht und ist nur
gegen nördliche Winde ungeschützt; die Wassertiefe beträgt 20m bis 26 m
(11 bis 14 Fad.)
St. Charles-Fluß.
Man findet .geräumigen und von Land eingeschlossenen Ankerplatz in der
Mündung des St. Charles-Flusses, die sich unter dem Namen »The Lodge« vom
Assizes-Eiland etwa 21!/, Sm in südwestlicher Richtung erstreckt.
Etwa 2 Sm oberhalb dieser Mündung wird der Fluß eng und vielfach ge-
krümmt, er ist aber immerhin noch bis 11/, Sm weiter schiffbar. In dem engen
Fahrwasser sind aber viele Klippen und nur 1.8 m (6) Wasser.