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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

Witting, R.: Zur Methodik der Bestimmung von geringen Ammoniakmengen usw, 601
Tabelle XX. £ bei 500 uw, auf dasselbe Wasser ohne Nessler bezogen.
Nessler | Wasser II (Alk. = 0.13) ı Meerwasser Grähara (Alk. =1.,95)
Alk. Alk. .

E

V, 1: 40 ] 3.67 | 0.00725 | 5.49 | 0.01200
C, 7:200 6.05 0.007883 7.88 0.01340
Dieses gibt ja deutlich an die Hand, daß die Salzwirkung hier die ausschlaggebende
 Rolle spielt, Meerwasser mit Nessler V, 1:40, hat bei einer Alkalität
 von 5.49 bedeutend größere & als das Wasser II mit Nessler C, 7:200, von
der Alkalität 6.05, obgleich hier der Gehalt an HgJ,-2KJ derselbe ist, auch ist
die Zunahme in & bei einer Zunahme in Alkalität von 2.39 bei Wasser II nur
0.00058 gegen 0.00140 bei Meerwasser »Grähara«,
Die e-Werte für Wasser II bei 30 Minuten sind:
Tabelle XXI

Ammoniak

mg p.1

Nessler | Nessler | Differenz
V, 1:40 x C, 7:200 (V)—(B)

0.00 0.00062 0.00192 0.00130
0.05 0.00407 0.00684 0.00277
0.10 0.00725 0.00783 0.00058

Wir erhalten also hier durchgehend höhere Werte bei größerer Alkalität,
aber in Übereinstimmung mit den früher gemachten absoluten Messungen an
reinem Wasser, nicht denselben Verlauf der Lichtabsorption,
Man ersieht also, daß sowohl Salzgehalt wie Alkalität die Nesslerreaktion
vergrößern, jener in höherem Grade, daß aber diese Wirkung nicht linear in den
Verlauf der Nesslerreaktion eingreift, ;

VI. Diskussion der Ergebnisse,
14. Zusammenfassung. Wenn man nun die Ergebnisse der gemachten
Messungen zusammenfaßt, zeigt es sich, daß die Lichtabsorption bei sonst reinem
Wasser nach der Zugabe von Nessler sowohl mit der nach dieser Zugabe verflossenen
 Zeit wie mit dem Ammoniakgehalt und der Menge des zugefügten
Nesslers variiert, jedoch nicht linear, ;
Wenn bei dem Farbenvergleiche in den Hehnerschen Zylindern ein Teil
der Vergleichslösung oder der zu vergleichenden Lösung abgegossen und mit
demselben Volumen reinen Wassers-ersetzt wird, werden infolge der oben erwähnten
 Umstände keine richtigen Resultate erhalten, vor allem, weil bei dem
so veränderten Nesslergehalte und der ungleichen Zeit der Nesslerwirkung bei
gleichem Ammoniakgehalte sich verschiedene Farben ergeben müssen, Bei einer
Messung der Lichtabsorption wird solchen Fehlern, wie anderen, entgangen,
weiter wird bei diesem Verfahren die Genauigkeit bedeutend gesteigert. So haben
wir (Tab. IX) bei einer Nesslerzugabe von 1:50 nach 30 Minuten bei 0.075 mg
NH; p. 1 bei 500 uu &= 0.008301, bei 0.100 mg £ = 0.00565; also bei einer NH;-Zunahme
 um 0.025 mg p. 1 eine Zunahme in £ um 0.00264. Sogar wenn wir der
letzten Ziffer in £ eher nur rechnerischen Wert beimessen, werden wir also doch
den Ammoniakgehalt mit der dritten Dezimale von mg p.l bestimmen können,
Zwar ist bei geringem Ammoniakgehalt die Veränderung in & geringer
und läßt somit nicht direkt ganz dieselbe Genauigkeit zu. Durch einen einfachen
Kunstgriff können wir diesem abhelfen. Durch Zugabe einer bestimmten Menge
Ammoniak, welche ja mit aller Genauigkeit gemacht werden kann, kann der
Ammoniakgehalt so erhöht werden, daß die eben erörterte Genauigkeit erreicht
wird, und kann der ursprüngliche Ammoniakgehalt sodann mittels einer einfachen
 Subtraktion erhalten werden.
Im Meerwasser lassen sich die störenden Elemente durch einfache
Fällung sowohl mit Kalilauge wie mit Kalilauge und Soda, besser aber mit
            
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