584 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1914.
die östlichen zurücktreten. Am häufigsten wehen Winde aus dem Südwest-
quadranten, hingegen aus dem Nordostquadranten am Sseltensten. Nach der
Häufigkeit ordnen sich die Quadranten in folgender Weise: SW, NW, SO. NO.
Um die jährliche Periode der Windhäufigkeit zu erkennen, habe ich die
Häufigkeit der Windrichtungen in ihrer Verteilung über die einzelnen Jahres-
zeiten zusammgestellt. Werfen wir einen Blick auf Tabelle 2 und Tafel 18, so
ist leicht ersichtlich, daß zu allen Jahreszeiten der Südwest die vorherrschende
Windrichtung ist. Er zeigt seine größte Häufigkeit im Winter mit 18.1%, und
seine geringste im Frühling mit 12.3° , im Herbst hat er 14.5%, und im Sommer
13.1°% aller Windrichtungen,
Tabelle 2.
Windhäufigkeit zu Wustrow in den Jahreszeiten (in Prozenten).
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Frühling ... | 5.6! 3.6 1413| 83.4 4.0 3.31 9.3, 3.0.60 5.4 123) 5.4 8.1, 5.4) 7.3 28] 4.9
Sommer. ...' 7.2! 2,9| 5.7|*1.5 26| 1.8| 5.0 1.9 6.5; 2.8 18.1 | 6.3 11.5 | 6.8 11.61-83.71 8.2
Herbst... 57/ Dal RA HTAL ROLE NO ARUTAT AL JARI KOTANLR7I 79128 74
Jahr. ....,15.8|2.9| 6.9] 2.1:”8.1| 2.71 8.9. 8.31 8.41 5.1 | 14.5 | 5.81 7.91 4.91 8.31 2.9] 6.2
Im Winter — Dezember, Januar, Februar — tritt als zweithäufigste
Windrichtung der Südost mit 11.4° % auf, ihm folgt in kurzem Abstand der
Südwind mit 9.6%,. Hinter diesen beiden bleiben die anderen Richtungen um
ein Bedeutendes zurück, Ein Minimum liegt bei den Ostwinden. Die Wind-
richtungen folgen ihrer Häufigkeit nach in folgender Reihenfolge:
SW SO S NW W NO N ©
In den Frühlingsmonaten — März, April, Mai — liegen die Verhält-
nisse wesentlich anders. Mit 11.3°%, überragt der Nordostwind alle anderen
Richtungen außer Südwest und bleibt nur wenig hinter dem Südwestwind zurück,
Ihm folgen der Südost mit 9.3°%,, der Westwind mit 8.1%, und der Nordwest-
wind mit 7.3°%, während in größerem Zwischenraum der Nordwind mit 5.6°%
sich anschließt. Am seltensten sind im Frühling ebenfalls die Ostwinde, Die
Reihenfolge der Häufigkeit ist hier:
SW NO SO W NW NS ©
Der Sommer — Juni, Juli, August — zeigt ein deutlich ausgeprägtes
Maximum der Nordwest- und Westwinde mit 11.6°o bzw. 11.5°%,. Sie sind den
übrigen Windrichtungen außer der Südwestrichtung damit an Häufigkeit bei
weitem überlegen, von denen erst der Nordwind mit 7.2%, den nächst höheren
Wert hat. Ein Minimum zeigen die Winde aus dem östlichen Quadranten. Nach
den Zahlen ihrer Häufigkeit geordnet folgen sie aufeinander:
SW NW W NS NO SO ©.
In den Herbstmonaten — September, Oktober, November — sind
nächst den Südwestwinden die Südwinde mit 11.4%, am häufigsten, denen aller-
dings der Südost mit 10.2%, wenig nachsteht. Auch hier ist der Unterschied
zwischen der folgenden Richtung bedeutend größer — Nordwest 7.9%. Die
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