380 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1914.
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
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Das letzte der vier genannten Hochdruckgebiete hatte sich am 7. über den
Kontinent ausgebreitet; es schritt allmählich ostwärts und befand sich am 10.
mit seinem Kern über Österreich, ihm folgte unter verbreiteten Gewitter-
erscheinungen ein Tiefdruckausläufer, hinter dem am 11. von Westen ein neues
Hochdruckgebiet nachrückte, das für die deutsche Küste zunächst bis zum 21.
Bedeutung behielt; es blieb vom 13. bis 22, über Nordwesteuropa und übte un-
mittelbaren Einfluß bis zum 20. meist nur auf die Nordseeküste, zum Teil auch
auf die westliche Ostseeküste aus, während die Ostseeküste größtenteils von Tief-
Adruckausläufern bedeckt war, aber trotzdem vielfach heiteres Wetter hatte. Nach
vorübergehender Erwärmung vom 10. bis 12. hielten sich die Temperaturen
während dieser ganzen Zeit sehr nahe der normalen,
Am 19, hatte sich ein Tiefdruckausläufer von Nordosteuropa bis zur Nord-
see vorgeschoben; er entwickelte sich am 20. zu einem Teilminimum mit dem
Kern über Jütland. Hochdruckausläufer erstreckten sich von Skandinavien nach
Pommern und von Holland über den Kontinent, während das Hauptgebiet des
hohen Druckes über Nordwesteuropa verharrte,
Am 21. trat eine Anderung insofern ein, als sich die beiden Hochdruck-
ausläufer vereinigten und nun ein zusammenhängendes Gebiet bildeten, das sich
vom Nordbotten bis nach Ungarn erstreckte, Unter seinem Einfluß hatte die
Ostseeküste am 21. ruhiges, heiteres Wetter; es war von dem Hauptgebiet über
Nordwesteuropa durch eine Rinne tiefen Druckes getrennt, die am 22., dem ab-
ziehenden östlichen Hochdruckgebiet folgend, sich zu einer größeren Depression
erweiterte und der deutschen Küste am 21. und 22. Trübung und Nieder-
schläge brachte.
Nach ihrem Abzuge drang von Südwesteuropa erneut hoher Luftdruck
über den Kontinent vor, der sich am 24, zu einem selbständigen Hochdruckgebiet
entwickelte und ostwärts weiterzog. Unter seinem Einfluß hatte die deutsche
Küste bis zum 25. meist trockenes, ziemlich heiteres und etwas wärmeres Wetter.
Am 26. folgte dem abziehenden Hochdruckgebiet mit verbreiteten Gewittern
ein Tiefdruckgebiet, das sich am 27. von den Britischen Inseln bis nach Ost-
deutschland und Österreich erstreckte. Es teilte sich am 28. in zwei Teile, so
daß sich an diesem Tage Hochäruckgebiete über Nordost- und Südwesteuropa,
andererseits Tiefdruckgebiete über Nordwest- und Süd- bis Südosteuropa gegen-
überlagen. Das nordöstliche Hochdruckgebiet zog ab und ein Ausläufer des er-
wähnten nordwesteuropäischen Tiefdruckgebietes legte sich am 30. an seine Stelle,
Unter seinem Einfluß hatte die Ostseeküste an den beiden letzten Monatstagen
etwas Regen.
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