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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1914. 
Von Süden her und bei Nacht. Wenn man etwa %/, Sm östlich vom 
Blinkfeuer Outer South Head steht und das Festfeuer Inner South Head gut 
frei vom Gap Bluff etwa 325° (mw. NW) peilt, sollte man rw. 336° (mw. NWzN) 
steuern, bis man das Leuchtfeuer Inner South Head rw. 235° (mw. SW) !/, Sm 
entfernt peilt und das unterbrochene weiße Feuer (Wiederkehr 10 sek) der Sow 
und Pigs-Leuchttonne gut westlich (rechts) frei hat vom unterbrochenen roten 
Feuer (Wiederkehr 7 sek) der Leuchttonne bei Inner South Head. Dann biege 
man allmählich westlich und steuere ein, wenn man das rote unterbrochene 
Tonnen-Feuer (Wiederkehr 7 sek) südlicher als rw. 235° (mw. SW) peilt. Man 
steuere durch den West-Kanal, indem man das unterbrochene weiße Leucht- 
tonnenfeuer (Wiederkehr 10 sek) und das unterbrochene rote Leuchttonnenfeuer 
(Wiederkehr 3 sek) in gutem Abstande an B-B. läßt. Um durch den Ost- 
Kanal zu laufen, lasse man die Leuchttonne bei Inner South Head ebenfalls an 
B-B., biege aber um diese herum und laufe auf der Deckpeilung der Vaucluse- 
Leuchtfeuer rw. 186° (mw. S?/,O) ein. Weiterhin steuere man um das Pfahl- 
Leuchtfeuer Sow und Pigs herum, indem man es an St-B. läßt, und laufe end- 
lich nordwestlich von der Leuchttonne bei Shark Point entlang, die ein unter- 
brochenes weißes Feuer zeigt (Wiederkehr 7 sek), und die man also an B-B. 
lassen muß. Von Osten her sollte man die Sydney-Höfte in 35° 50’ S-Br. anlaufen, 
dann auf der Richtlinie der Feuer von Grotto Point und Hillery Spit, rw. 295° 
(mw. WNW5/,W), mitten zwischen Inner North Head und dem Süd-Riff hindurch 
einsteuern und, wie oben angegeben ist, durch den West- oder den Ost- Kanal 
über die Barre laufen. Von Norden her braucht man bei Tage keine weitere 
Anweisung; nachts sollte man das Feuer von Outer South Head westlicher halten 
als in der Peilung rw. 218° (mw. SSW!/.W), um wenigstens !/, Sm von Outer 
Nord Head freizubleiben, und sobald Inner South Head erscheint, allmählich 
in die Richtlinie Grotto Point vor Hillery Spit rw. 295° (mw. WNW 5/,W) ein- 
biegen, und weiter hin einlaufen, wie oben angegeben ist. 
Segelschiffe, die nachts bei südlichem oder westlichem Winde vor die 
Einfahrt kommen, solten zum Einlaufen den Tag abwarten, bei nördlichem oder 
östlichem Winde und gutem Wetter können sie auch nachts ruhig einsegeln; 
dagegen sollten sie aber bei östlichen Stürmen, die manchmal sehr hart wehen, 
gewaltigen Seegang aufwerfen und oft dickes Wetter mit sich bringen, lieber bei- 
zeiten draußen beidrehen, als die Einseglung wagen. Müssen sie doch einlaufen, 
so sollten sie dicht um das Süd-Riff herum und in das ruhigere Wasser des Ost- 
Kanals steuern. Über Ein- und Auslaufen unter Segeln berichtet Kapt. Zander: 
»Wir bekamen um 4b morgens etwa 2 Sm vor der Einfahrt einen Lotsen, nach 
dessen Anweisungen wir in die Mossmanns-Bucht segelten, wo wir um 5*/,® ankerten, 
und den Gesundheitsbeamten abwarteten. Um 6'/,h versegelten wir nach der 
Neutral-Bucht, und um 12% holten wir mit 2 Schleppdampfern nach dem Circular- 
Kai. Als wir am 14. IL 1905 den Rest unserer Ladung an der Pyrmont-Lade- 
brücke eingenommen hatten, setzten wir Marssegel und segelten von der Brücke 
weg. Bald waren alle Segel gesetzt, doch mußten wir bei Bradley Head erst einige 
Schläge machen, ehe wir hinauslaufen und draußen unsern Lotsen absetzen 
konnten,« . 
Hafenanlagen. Außer den Kaianlagen und Landungsbrücken der Regierung, 
mit Liegeplätzen bis zu 9m Tiefe bei Niedrigwasser gibt es eine große Zahl 
von privaten Landungsbrücken. Die regelmäßigen Dampferlinien haben bestimmte 
Anlegeplätze, Speicher und Schuppen, Hydraulische Fahrkräne bis zu 40t 
Tragfähigkeit, hydraulische, Dampf- und Handkräne bis zu 15 t Hebefähigkeit 
sind zahlreich vorhanden. Die Hafenanlagen sind teils elektrisch, teils mit Gas 
beleuchtet, 
Hafenordnung. Jeder Schiffsführer bekommt einen Abdruck der »Laws 
and Regulations for the Harbour of Port Jackson«.
	        
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