Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland.
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der Einfahrt, befahren werden. Unmittelbar öberhalb des Black Fly-Eilandes wird
das Fahrwasser jedoch schwierig; Schiffe mit nicht mehr als 5.5 m (18’) Tiefgang
können aber immerhin noch 5!/, Sm weiter hinauffahren bis zu einer mit Fels-
blöcken besetzten Sandbank, die quer vor der Mündung des St. Lewis-Flusses im
innersten Ende der Förde liegt und bei Niedrigwasser beinahe trocken ist. Die
geographische Lage von Black Fly-Eiland ist ungefähr 52° 24’ N-Br. und
56° 1’ W-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1914 beträgt etwa 34.5° W, ihre
jährliche Abnahme #.
Allgemeines. Die Einfahrt in den St. Lewis-Sund liegt zwischen Kap
St. Lewis im Norden und Great-Eiland im Süden. Der Sund ist nach Osten
hin offen, so daB aus dieser Richtung gelegentlich hohe und lange See hineinsetzt
und sich noch bei der Einfahrt nach St. Lewis Inlet, bei den Inseln dort und
selbst in den Buchten westlich von diesen. Inseln bemerkbar macht. Sie kommt
oft ohne Wind, brandet über 9.1 m (30’) hohe Inseln hinweg und verursacht
tobende Brandung an den Küsten, doch ist diese See weniger gefährlich und
hinderlich für Boote als der kurze, sich überstürzende Seegang des St. Lorenz-
Golfes, Sie verhindert allerdings das Landen der Boote, macht aber alle Un-
tiefen mit weniger als 7.3 m (4 Fad.) Wassertiefe durch Brandung kenntlich,
Boote müssen jedoch bei solcher Gelegenheit immer auf der Hut sein, da die
See auf einigen Untiefen nur gelegentlich brandet, dann aber so stark, daß jedes
hineingeratene Boot verloren sein würde.
Die Einfahrt nach St. Lewis Inlet ist zwischen den Shag-Klippen und
den Anthony-Inseln etwa 1 Sm, zwischen Capt. Jack-Eiland und der Landzunge
nördlich davon ungefähr 6 Kblg breit; innerhalb der Einfahrt ist die Förde
etwas breiter, wird nachher wieder schmaler und verbreitet sich beim inneren
Ende wieder. Die Wassertiefe übersteigt in der Mitte der Förde bis nach Black
Fly-Eiland oft 55 m (30 Fad.), an beiden Seiten bis dicht unter Land oft 37. m
(20 Fad.); der Grund ist überall Schlick, An der Südseite der Förde sind ver-
schiedene Buchten mit kleinen Inseln darin, die sich aber wegen der großen
Wassertiefe und der ungeschützten Lage gegen östliche Winde nicht gut zum
Ankern eignen.
Landmarken. Kap St. Lewis ist schon unter Mecklenburg Harbour be-
schrieben. Westlich von Kap St. Lewis, an der Nordseite des St, Lewis-Sundes,
liegt die schmale, aber beträchtlich hohe Insel Marnham, Etwa 1'/, Sm südlich
davon, an der Nordseite der Einfahrt, liegt die aus grünlichem Feldspat be-
stehende Bay-Huk.
Deer-Eiland auf 52° 10’ N-Br. und 55° 40’ W-Lg. ist beinahe rund und
91 m (300’) hoch. Eben nordöstlich davon liegen die Camp-Inseln, drei kahle
Granitinseln und zwei Inselchen oder Klippen, Big Duck-Eiland, nordwestlich
von den Camp-Inseln, im Niger-Sund ist 104 m (340') hoch, 3 Kbig südöstlich
davon erhebt sich das viel kleinere Little Duck-Eiland zu 15 m (50°) Höhe.
St. Charles Hill, rund und 199 m (654') hoch, liegt nördlich von der Camp-
Gruppe und beinahe 1 Sm westlich von Kap St. Charles, dem östlichen Ausläufer
einer Halbinsel; der Hügel ist das höchste Land in der Umgebung. Etwa 1 Sm
östlich von Kap St. Charles erhebt sich die !/, Sm lange und etwa 3 Kblg breite
Insel St. Charles Gull 49 m (160’) über das Meer, die Fish-Klippe liegt 6 Kblg
östlich, die Gull-Klippen liegen eben westlich davon.
Wall-Eiland, an der Südseite der Einfahrt in die St. Charles-Durch-
fahrt, ist 61 m hoch. Eben nordwestlich davon liegt, den umliegenden Eilanden
unähnlich, schwarz und steil das 71 m (232’) hohe Tilcey-Eiland. 2 Kblg westlich
von ihm liegt Fox-Eiland. Die White Bear-Huk ist ein schmales Vorgebirge,
das an der Nordseite der White Bear-Bucht etwa 6 Kblg von der Küste vor-
springt. Nördlich davon liegt die kleine Insel Dumpling.
Great Caribou-Eiland, an der Nordseite der Einfahrt in die St. Charles-
Durchfahrt, ist das größte Eiland an der Südseite des St. Lewis-Sundes. Black
Head, der südwestliche Ausläufer von Caribou-Eiland, ist 61 m (200°) hoch und
fällt steil in die See ab. Nach Norden zu fällt das Kap aber allmählich zu dem
nur wenig über Hochwasser liegenden Marschlande ab, das sich von der kleinen