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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

Hasenkamp,. H. v.: La Cours Untersuchungen über: das sogenannte Quasinivellement. 553 
Hauptgruppen, nämlich eine aus 200 Beobachtungen im Juni und Juli bestehende 
und eine aus den 201 übrigen Beobachtungen aus der zweiten Hälfte des No- 
vember, so wird die Differenz der Resultate dieser beiden Hauptgruppen nicht 
geringer als 133 Halbmillimeter (obwohl der mittlere Fehler des Resultates der 
hohen Station zu -| 16.6 Halbmillimeter angegeben wird). Wenn eine Verteilung 
des Materials der Mittemethode in so natürliche Hauptgruppen, wie. die 
Messungen im August 1896 und Ende September 1896, sowie Juni/Juli 1891 und 
Anfang November 1897, so abweichende Mittelzahlen gibt, wie hier, so sind die 
Voraussetzungen für die Zulässigkeit einer Berechnung, die den mittleren Fehler 
des Hauptresultates auf -+ 14.5 Halbmillimeter reduziert, nicht vorhanden. . Selbst 
wenn man die vier Hauptgruppen als Einzelbeobachtungen auffaßt und sie als 
Wiederholungen behandelt, erhält man wahrscheinlich. einen zu günstigen 
mittleren Fehler; in diesem Falle würde der mittlere Fehler ‚des Resultates 
doch -+ 32.7 Halbmillimeter betragen, . 
Auch die reziproke Methode hat nicht zu einem. Resultat geführt, von 
dessen Genauigkeit man eine richtige Vorstellung durch den angegebenen mitt- 
leren Fehler von + 10.9 Halbmillimetern erhält. Die Durchschnittsresultate der 
größeren Hauptgruppe lassen sich wegen der Technik der Methode mit der In- 
strumentenvertauschung nicht direkt vergleichen, wie bei der anderen Methode, 
sondern ein etwa vorhandener Unterschied läßt sich von den Instrumentalfehlern 
nicht trennen, Die Beobachtungszeiten, die.auf systematische Fehler derselben 
Art wie die. oben erwähnten untersucht werden können, erstrecken sich nur über 
kurze Zeiträume (5 bis 10 Tage); die Nachweisung merklicher Spuren solcher 
Fehler ist also von um so größerer Bedeutung. In zwei der angeführten vier 
Tabellen treten die systematischen Fehler sehr deutlich hervor, und man erhält 
also auch nach dieser Nivellementsmnethode systematische, im Verhältnis zu dem 
angegebenen mittleren Fehler bedeutende Fehlergrößen. Dieses deutet‘ darauf 
hin, daß man. in Wirklichkeit nicht den für das Hauptresultat reduzierten mitt- 
leren Fehler erhält, selbst wenn man auch noch so viele Nivellements in dem 
betreffenden Zeitraum ausführte. So zeigen die 2001) Nivellements zwischen 
dem Westende von Sprogö und Fünen von der ersten bis zur letzten Hälfte 
eine systematische Änderung von 58 Halbmillimetern, und die 100%) Nivellements 
zwischen dem Ostende von Sprogö und Seeland zeigen eine ähnliche systema- 
tische Anderung von 89 Halbmillimetern. . 
Das Präzisionsnivellement selbst enthält also anscheinend nur sehr wenig 
zur Beleuchtung der Genauigkeit des Resultates, Das Wesentlichste in. dieser 
Hinsicht ist noch. die Übereinstimmung der Resultate aus den beiden verschieden- 
artigen Nivellementsmethoden, aber wie die große Differenz der beiden Hälften 
der Methode des Nivellierens aus der Mitte zeigt, muß diese Übereinstimmung 
größtenteils als Zufall betrachtet werden; denn es liegt kein Grund vor für die 
Annahme, daß es kein Zufall sei, wenn der systematische mittlere Refraktions- 
fehler, eine Hauptfehlerquelle, im Juni und Juli 1897 entgegengesetzt gleich ist 
dem der ersten Hälfte des Novembers desselben Jahres. 
Mit Rücksicht auf das eben Angeführte ist der Verfasser der Ansicht, daß 
das Resultat des Präzisionsnivellements beim Übergang über den Großen Belt, 
aber nicht der mittlere Fehler dieser Nivellementsmethode, wesentlich durch das 
Quasinivellement gestützt werde. 
Zum Schlusse geht der Verfasser noch kurz auf eine Art‘ von Gleichungen 
ein, die: durch Elimination der Stromstärke S (bei Lappegrund) aus der Parallel- 
gleichung und einer der Wasserstandsstromgleichungen für den Öresund erhalten 
werden und die nur Mittelwasserstände enthalten. Aus der Parallelgleichung 
3.38S= AKr—481+3.1° 
und den Wasserstandsstromgleichungen für Juni und Dezember, nämlich: 
15.88= 46 — AH +95 Ca 
25.08= 4G-— AH -L200 
») A. a. O. 8. 19. 
23) A. a. O0. S. 22.
	        
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