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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1914.
mit Zusatz von 0.05 mg Ammoniak per Liter in Form von Ammoniumchlorid,
unter Zugabe von Nesslerreagens im Verhältnis 1:50 und 1:20. Die Messungen
sind ein paar Stunden nach der Nesslerzugabe ausgeführt, und durch Doppel-
messungen einigermaßen auf dieselbe Zeit reduziert,
Tabelle I. Extinktionskoeffiziente für ge- Tabelle II. Extinktionskoeffiziente für ge
wöhnliches destilliertes Wasser unter Zusatz wöhnliches destilliertes Wasser, Nessler 1:20
von Nessler 1:50. € auf Luft bezogen. zugegeben. e auf Luft bezogen. -
Licht
Dest.
Wasser
BD,
0.05 mg NH:
p. 1 zugefügt
B—A
Licht
DL. X,
Dest. 0.05mg NH,
Wasser ' p.1 zugefügt
D—C
481 zuge 0.0190 0.0241 0.0051 481 wg
500 « 0.0156 0.0195 0.0039 500 «
545 « 0.0080 | 0.0097 0.0017 . 545 «
601 « / 0.0043 0.0050 0.0007 | 60L « |
560 « 0.0054 0.0047 — 0.0007 660 «
Man sieht, daß der Extinktionskoeffizient im großen ganzen von dem roten
Ende des Spektrums gegen das violette hin wächst; dasselbe ergeben ‚auch
andere hier nicht mitgeteilte Messungen sowie kontinuierliche Durchmusterungen
vom Spektrum. In dem wioletten Ende ist der Unterschied in Absorption größer,
in dem roten Ende ist sehr oft, wie eben hier zu beobachten war, die Absorption
bei geringerem Ammoniakgehalt größer. Es wurde daher bei den folgenden
Messungen in dem blauen Teile des Spektrums gearbeitet, und zwar bei der
Wellenlänge 500 uu, wo das Auge die Unterschiede noch sehr genau wahrnimmt;
einige ergänzende Beobachtungen sind auch bei anderen Wellenlängen gemacht
worden; unten werden einige solche im roten Teile des Spektrums bei 660 uw
mitgeteilt, .
Schon hier ersieht man, daß die Menge des zugefügten Nesslers eine große
Bedeutung hat.
7. Weitere vorbereitende Versuche mit destilliertem Wasser. Zur allgemeinen
Orientierung über den Verlauf wurden einige Messungen, wobei als Ausgangs-
wasser gewöhnliches destilliertes Wasser benutzt wurde, ausgeführt. Es seien
hier einige der Resultate mitgeteilt, welche die später gemachten Messungen mit
genau fixiertem Ammoniakgehalt einigermaßen komplettieren.
Tabelle III. & bei 500 44, auf das | Tabelle IV. Technisch destilliertes Wasser. £ bei 500 j 40,
A Tu LTM DEE be auf dasselbe Wasser olıne Nessler bezogen. KEigenextinktion
Minuten nach der Nesslerzugabe, des Wassers 0.0013,
vu 10.1mg NH, | 0.2 mg NH
Zeit v.1 zugefügt 'p.d zugefügt
Nessler
r
0.00
Ammoniak mg p. 1 zugegeben
0.0125 I 0.05 ‘ 0.10 0.20
16.5
39
79
204
0.00386 | 0.01756
0.00367 | 0.01829
0.008374 | 0.01877
0.00382 * 0.01855
a. 0.0063
— I — 0.0185
Inn | — 7; 0.0201
0.0237 0.0376 ' 0.0354
Tabelle V. Zweites technisch destilliertes Wasser. £ bei 500 zıze, auf
Jässelbe Wasser ohne Nessler bezogen. Eigenextinktion des Wassers 0.0022.
Ammoniak mg p. 1 zugegeben Sn
000 0.088 0.05
0.0098
0.0272
0.0241
0.0350
1:200 0.0021 0.0031 0.0034
2:200 0.0075 0.0096 0.0115
3:200 0.0121 ; 0.0139 0.0188
11200 0.0122 0.0138 0.0156
5: 200 0.0151 | 0.0185 |! 0.0158
10:200 0.0166 0.0193 0.0178
Um die Resultate möglichst vergleichbar zu erhalten, wurden die Be-
obachtungen etwa 25 Minuten nach der Nesslerzugabe angestellt, Tabelle IV
und V. Es hatten nämlich, wie die Tabelle III angibt, die ersten Messungen