Kleinere Mitteilungen.
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Boenoen liegen, ist das westliche durch drei weiße Baken mit Balltoppzeichen
(Kugelbaken), das östliche durch fünf schwarze Baken mit Querlatten (Kreuz-
baken) bezeichnet,
Einsteuerung, Man bringe den 220 m hohen Berg Sefacha in die Peilung
rw. 240° und laufe auf diesem Kurse mitten zwischen Tinggi und dem Riffe vor
Penjoe durch, Wenn man Penjoe dwars hat, steuere man ungefähr rw. 274°, auf
die Einfahrt zu. Beim Einlaufen halte man sich näher an der Nordseite und
steuere. auf dem Kurse rw. 231° in die Bucht hinein, in deren geräumigem süd-
lichen Teile man auf 36 bis 40 m Wasser über Schlick ankern kann,
Will man vor den Sägewerken ankern, so kann man nach den Baken
zwischen den beiden Riffen durchsteuern; selbstverständlich muß man vorher
das 100 bis 150 m weit von Boenoen auslaufende Riff umfahren. Man kann aber
auch die Westseite des westlichen Riffes mit den weißen Baken darauf in passen-
dem Abstande umfahren und zwischen diesem Riff und der kleinen Huk südlich
davon durchsteuern.
Beim Ankern denke man daran, daß an der Ostseite der oben bezeich-
neten kleinen Huk, vor der Mündung des Flusses Boenoen, eine trockenfallende
Sandzunge liegt; den besten Ankerplatz findet man auf etwa.24 m (18 bis
15 Fad.) Wasser mitten in der kleinen Bucht.
Kapt. Stahl schreibt zur An- und Einsteuerung: »Wir verließen Sabang
am 15. Jan. 1914 und steuerten in sicherem Abstande um Pulo Bras. Zwischen
Pulo Bras und Pulo Weh bemerkten wir auffallend starke Stromkabbelung. Auf
dem Wege nach Simeuloe hatten wir andauernd starke Gewitterböen mit heftigen
Regengüssen und umlaufenden Winden; dabei waren die Landmarken auf
Sumatra schwer auszumachen; den Hügel Tembaga und die Insel Raja konnten
wir aber gut erkennen. Wir fanden leichten Gegenstrom.
Bei Tagesanbruch am 16. Jan. sichteten wir Jua-Eiland in der‘ Peilung
rw. 215° und Penjoe-Eiland rw. 153°, Wir steuerten dann auf Tinggi-Eiland zu,
das an der einzelnen Palme leicht zu erkennen war, und liefen darauf mit dem
Kurse rw. 210° mitten zwischen Penjoe und Tinggi weiter, Als diese beiden Inseln
querab waren, steuerten wir mit dem Kurse rw. 235° auf den Berg Sefacha zu,
bis wir auf die Linie: Südhuk von Tinggi und Südhuk der Einfahrt kamen.
Dann steuerten wir mit dem Kurse rw. 300° auf den Berg Seleh zu, an der Nord-
seite der Einfahrt, 255 m hoch, bis die Einfahrt gut offen lag. Beim Einlaufen
hielten wir die Insel »Mitim« recht voraus. Wir ankerten auf 38.4 m (21 Fad.)
Wasser über Schlick.«
Leuchtfener. Siehe Lfv. 1914, Heft VII, Tit. X, Nach Kapt.- Stahl sollen
auf Tinggi und auf der südlichen Einfahrts-Huk Leuchtfeuer errichtet werden.
Lotsen sind nicht vorhanden.
Schleppdampfer. Das Sägewerk in Sibigo hat eine Dampyf- und eine Motor-
barkasse zum. Schleppen von Holzflößen. ; “
Zollbehandlung und Quarantäne, Die Zollgeschäfte wurden (nach Kapt.
Stahl) durch einen Eingeborenen . versehen, Quarantäne-Einrichtungen sind
nicht vorhanden,
Ankerplatz vgl. unter Einsteuerung.
Tiden. Der Tidenhub beträgt etwa 1m. D. »Harburg« hatte beim Ein-
laufen an einem schönen, fast windstillen Tage leicht einlaufenden Strom.
Hafenanlagen usw. D, »Harburg« löschte eine 22 t schwere Motorbarkasse
mit eigenem Geschirr auf .dem Ankerplatze, Gewöhnlich wird Ladung auf
Flößen aus zusammengelaschten, leeren Fässern längsseit gebracht; es ist aber
beabsichtigt, an der Bucht hinter der Nordseite der Einfahrt eine Ladebrücke
zu bauen.
Arbeitsleute, bis zu etwa 100 Mann, sind zu bekommen; sie erhalten 60 c
(holl.) Tagelohn, nachts doppelt soviel und beköstigen sich selbst,
Hafenkosten hat der D. »Harburg« nicht gehabt. i
Sibigo ist nur ein Dorf mit einem Sägewerke, von dem aus hauptsächlich
schweres Holz in verschieden großen Blöcken verschifft wird. Auch kleine
Mengen Kopra und Rattan werden ausgeführt.