322 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1914.
Grenze abzufallen, Östlich und südlich vom Akanda-Kap setzt sich der
Grund bis zu einer Entfernung von etwa 2 Sm von der Küste fort mit Tiefen
von nur 0.5 m. Zwischen ihm und dem festen Lande besteht noch eine schmale
Rinne mit Tiefen bis zu 10 m, die jedoch nach Norden zu keinen Ausweg hat.
In westlicher Richtung, zwischen Akanda-Kap und Banye, erstrecken sich
weitere unregelmäßige Sände mit geringen Wassertiefen.
1.5 Sm westlich vom Massotie-Flusse liegt auf flachem Wasser ein für
Barkassen gefährliches Steinriff mit nur 0.3 m Wasser,
V. Fahrwasser.
Bei Beachtung vorstehender Untiefen bietet das Befahren des nördlichen
und mittleren Teiles der Bucht keine Schwierigkeiten, Im südlichen Teil
und der Munda-Mündung ist infolge der Anderung der Sände, des ziemlichen
harten Stromes und der geringen Warnung, die man durch das Lot erhält, vor-
sichstigste Navigierung dringend geboten,
Die Rinne zwischen den Elobey-Inseln und dem deutschen Fest-
lande hat nur 3m Wasser, kommt also auch für kleine Dampfer kaum in
Betracht. Zwischen den beiden Elobey-Inseln soll nach früheren Ver-
messungen eine tiefe Rinne mit etwa 6 m Wasser bestehen, Ebenso soll dicht
südlich von der Banye-Insel ein tieferes Fahrwasser nach See zu führen,
Ob diese beiden letzteren jedoch noch in der Form bestehen, wie dies die eng-
lische Karte der Corisco-Bucht Nr. 1356 angibt, scheint mit Rücksicht auf die
sonst gefundenen Unterschiede fraglich. _
Leuchtfeuer. Mosquito Point. Östlich von den größeren Wohnhäusern
auf einer Anhöhe, über einem kleinen Haus mit rotem Dach, ein grünes Feuer
von 8 Sm Sichtweite (nicht sehr zuverlässig). Bei Ukoko (Muni-Mündung) brennt
an der Flaggenstange vor dem Stationsgebäude ein weißes Feuer.
VI. Landmarken.
1. Gebäude der spanischen Mission Santome, hochliegendes weißes Haus
nördlich vom Kap St. John,
2. Häuser von Mosquito Point (das kleine, zurückliegende Feuerhaus
ist schlecht auszumachen).
3. Höchster Baum auf Corisco-Insel, einzelner hoher Baum auf dem
südlichen Teil der Insel, jedoch nur vom Inneren der Bucht aus einwandfrei
auszumachen.
4. Höchster Baum auf Klein Elobey-Insel (Südkante).
5. Bolo-Baum auf Klein Elobey-Insel auf der Bolo (Nord)-Huk,
großer, leicht auszumachender Baum mit hellem Stamm und lichter Krone,
6. Häuser von Ukoko, das weiße Haus der Woermann-Faktorei liegt am
nördlichsten und höchsten,
7. Endombo-Huk., Dreibeinbake (Erhaltung vorgeschlagen).
8. Endombo-Haus, südlich von der Edombo-Huk, ein verlassenes weißes
Steinhaus, Bei Nachmittagsbeleuchtung sehr gut zu sehen.
9. Banye-Insel,
10. Kronensand kenntlich an dem Gebüsch.
11. Felsriff, etwa 1.5 m über Mittl, Spr. Nd-Wss., mit Dreibeinbake (Er-
haltung vorgeschlagen).
12. Basis Nord-Bake, Dreibeinbake am Fuße des Munda-Berges, etwa
15 m über Wasser (Erhaltung vorgeschlagen).
13. Baum Süd-Huk, großer sich gut abhebender Baum mit voller Krone.
Das benachbarte Unterholz ist abgeschlagen, der Stamm weiß gemalt (Erhaltung
vorgeschlagen).
14. Baum Zollstation (Assimba), großer, auffallend dicker Baum mit
mächtiger Krone.
Die die Bucht umgebenden Höhenzüge haben keinerlei markante Er-
hebungen, die als brauchbare Landmarken anzusprechen wären; auch der etwa
100 m hohe Munda-Berg bietet nur geringen Anhalt. Ebenso sind die Huken