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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1914.
Vor allem gelangt die übliche, soweit es das Wetter zuläßt, fortlaufende
Deviationsbeobachtung auf dem Reisekurse durch sie auf die Stufe einer voll-
wertigen Kompaßkontrolle, denn nun erst wird von Beobachtung zu Beobachtung
etwas Bestehendes, und zwar die Gleichung:
beobachtete Deviation = K + f(x) + og (y)
überprüft.
Eine hier mit der Zeit allmählich eintretende Unstimmigkeit wird um so
deutlicher die im Laufe der Jahre vor sich gehende Wandlung der schiffs-
magnetischen Verhältnisse anzeigen und auf die notwendig werdende Neu-
bestimmung der Basiswerte hinweisen,
Tritt anderseits ein Abweichen von obiger Beziehung plötzlich auf, so ist
eine Störung des Kompaßfeldes zu vermuten, die, wenn sie sich stets auf der-
selben Routenstrecke wiederholen und auf diese beschränkt bleiben sollte,
begründeterweise als eine erdmagnetische Störung bzw. als eine Ungenauigkeit
der erdmagnetischen Vermessung anzusprechen und der näheren wissenschaft-
lichen Erforschung anheimzugeben wäre.
Was schließlich die Mißgissungen eines Schiffes anlangt, das in solcher
Weise seine Kompaßablenkungen in fester Kontrolle hat, so wird auch ihnen als
Beitrag zur ozeanographischen Forschung hinsichtlich der Meeresströmungen
erhöhte Bedeutung zukommen.
So spricht wohl manches dafür, daß durchsichtige Deviationsverhältnisse,
wie sie die besprochene Deviationsanalyse der Magnetkompasse hinsichtlich der
kontinuierlichen Deviationsänderungen in Fahrt anstrebt, letzten Endes auch
allgemeinen Interessen des Seeverkehrs zugute kämen.
Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland.
(Amtflich)
1. Häfen an der Küste Labradors.
Hills Harbour
an der Ostküste von Seal-Eiland liegt !/„ Sm von der Nordhuk dieses Eilandes
entfernt, innerhalb einer großen und verschiedener kleinen Inseln. Der Hafen
eignet sich nur für wenige kleine Schiffe,
An- und Einstenerung. Von Flat-Eiland erstreckt sich 3 Kblg in südsüd-
Östlicher Richtung eine Klippenreihe, deren Ausläufer, die Sculpin-Klippen, bei
Hochwasser 0.9 m (3) unter Wasser liegen und fast immer durch Brandung
kenntlich sind. Zwischen Sleepy-Eiland und der südwestlichen Fox-Insel kann
man nicht durchfahren, da ungefähr in der Mitte zwischen den beiden Inseln
eine Klippe bei Hochwasser in der Wasserlinie liegt. Die Brandies, eine Felsen-
bank von 1’, Kblg Länge in südöstlicher Richtung und 2.1 m (7’) Wassertiefe
an den Enden, liegen etwa 1 Kblg, und eine kleine Klippe mit 3.7 m (12’) Wasser
darüber liegt 2!/„ Kblg östlich von Gull-Eiland. Eine andere kleine Klippe ist
nahe bei der Südostseite des Gull-Eilandes, und eine 8.2 m (41/, Fad)-Stelle liegt
etwa 1 Kblg südlich davon. Die Einfahrt an der Ostseite von Seal-Eiland ist
durch Klippen versperrt, die nördliche, an der Nordostseite von Seal-Eiland,
ist rein.
Seal Island Harbour,
eine Bucht an der Südküste von Seal-Eiland, liegt hinter einer Halbinsel, die mit
der Küste an der Westseite dieser Bucht durch eine schmale Landenge verbunden
ist. Weiße Häuser, die von ständigen Ansiedlern bewohnt sind, stehen am Hafen,
dieser eignet sich aber ebenfalls nur für kleine Schiffe.
An- und Einsteuerung. Kommt man von Südosten außerhalb der Ravens-
Klippen entlang, so meide man die Pollo-Untiefen, die !/„ Kblg südsüdwestlich
von der Pollo-Klippe liegen und immer durch Brandung kenntlich sind. Auch