Michelitsch, P.: Deviationsanalyse der Magnetkompasse usw,
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für den weiteren Verlauf dieser Reise (falls es sich um die erste handeln söllte)
bereitzustellen. .
Es wäre dann:
bei.......H=28, J==— 519 (magnet. Karte)
aus der Reisetabellef..................K=-— 20
mit dem beiläufigen! Xx=-—7.,39, .. f-Tafel. . .£(x)= — 57
&'=2651 y=+55 ...g-Tafel, . .p(Y)=— SI
die Deviation am Schiffsorte ö=-—11.4°,
und daher richtiger der Kompaßkurs 2641/, zu steuern gewesen. Hat man sich
überdies die Gelegenheit nicht entgehen lassen, sei es in fixer Hafenvertäuung,
sei es auf der günstig gelegenen Routenstrecke des Mittelmeeres, die remanente
Tendenz zu kontrollieren und hätte hierbei einen merklichen Betrag K5 gefunden,
so wäre damit die Wahrscheinlichkeit und beiläufige Größe einer vorüber-
gehenden Versetzung nach Süd gegeben.
Ein »Überschießen« des neuen Kurses beim Wenden, und zwar um
[K E sin A£]°, um mit dieser vorläufigen Fahrtrichtung den wahrscheinlichen
Wirkungsgrad der remanenten Tendenz zu paralisieren, ist bei größeren Beträgen
von KE immer dann angezeigt, wenn dieses Manöver gegen das freiere Fahr-
wasser führt.
_ Das gegebene Beispiel lehnt sich an täglich wiederkehrende Verhältnisse
der Überseefahrt an und spricht für sich selbst.
Die im Zuge der Reise stets wechselnde Erdkraft entwertet die
Deviationstabelle der heute üblichen Form und entkleidet sie des dokumentarischen
Charakters, mit dem sie als Beleg des Schiffstagebuches verstanden sein will.
Wertvoller im Sinne einer navigatorischen Sicherung und Kontrolle wäre die
Evidenz der Koeffizienten bzw. ihrer wesensverschiedenen Teile, sowie jene
der Korrektoreneinstellungen und der wirksamen Restkoeffizienten: Daten, die
jederzeit einer brauchbaren Reisetabelle zugrundegelegt werden könnten.
Es hat den Anschein, als ob der praktische Sinn des Seemanns hier schon
Abhilfe gesucht und zur Not gefunden hätte. Wo starke Erschütterungen und
andere Unzuträglichkeiten moderner, schnellaufender Schiffe zum Verzicht auf
den Trockenkompaß zwingen und neben mancherlei Vorzügen des Fluid-
kompasses die geringere Konstanz der Deviationen in Kauf genommen wird,
verdichten sich die auf ein und derselben Route gewonnenen Erfahrungen
allenthalben. zu einem traditionellen Kursbuch des Schiffes, ‘
Der freizügigen Disposition des Reeders bei Beschickung der Linien nach
wechselnder Zahl und Gattung der Schiffe, sowie der freien Schiffahrt überhaupt
kann aber dieser Notbehelf nicht Rechnung tragen.
Nicht der letzte Zweck dieser Abhandlung war es, zu zeigen, daß die
Zusammenstellung einer Reisetabelle von der Schiffsführung im Zuge der Reise
neben der laufenden. und sachgemäßen Kontrolle des Reisekurses fast ausnahms-
los nicht mehr als‘ den Beitrag einer verläßlichen Deviationsbestimmung auf
Ost- oder West-Kurs in geeigneter Breite verlangt. Und es steht wohl außer
Frage, daß die Erfüllung dieser Forderung dem Prinzip der Zeitökonomie und
der gesicherten Navigation besser dient als allmähliche, rein empirische Erfahrung,
die erst durch längere Zeit gesammelt und womöglich mit empfindlichen Ver-
segelungen bezahlt werden muß, ehe sie — und auch dies immer nur in engster
Anlehnung an eine bestimmte Reiseroute — ihre Verwertung finden kann,
Dadurch, daß die Reisetabelle der Schiffsführung die Kompaßdeviationen
für jeden beliebigen Schiffsort in handlicher Form zur Verfügung stellt, ist aber
ihre Aufgabe noch keineswegs erschöpft. - ;
1) Der Reisetabelle mit dem magnet. Kurse .......... 2539
aäherungsweise die Deviation: K-+ f(x) +g()=-—2—6—4==—= 12
entnommen, gibt den beiläufigen Kompaßkurs .........+.... 265°
(erste Annäherung bei großen Deviationen.)
Fortsetzung_des Textes auf S. 508,