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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1914,
Die einfachste Gestalt gibt ihnen der mittschiff aufgestellte Trockenkompaß
mit Kugelkorrektoren und Flinders-Kompensation (Thomson, Hechelmann etc.)
K=ADsin2g’
x = (4 B,—4B7) sin $’-+ 4C, cos?’
v=4B75sin £’
Für einen Kompaß mit starkem magnetischen Moment der Rose und
einem D-Korrektor, der so gut wie ausschließlich der Nadelinduktion unterliegt
(Peichl, Florian), gilt diese Form nur dann, wenn die kompensierende D-Kraft
von Hand aus entsprechend dem Breitenwechsel sukzessive geändert wird.
Hierbei wird es sich einerseits darum handeln, durch rechtzeitiges Nachstellen
des Korrektors die Anderung der Quadrantaldeviation nicht über eine tolerable
Grenze anwachsen zu lassen, anderseits wird die jeweilige Neueinstellung zu
finden sein. Über das eine sowohl wie über das andere entscheidet der Funktionsverlauf
f und gibt daher die f-Tafel den gewünschten Aufschluß,
Geht man mit (4 D,— D), der im Heimatshafen in Wirkung gesetzten
kompensierenden D-Kraft, in die f-Tafel ein, so wachsen die in gleicher Zeilenhöhe
auftretenden Differenzen der Tafelwerte in demselben Maße an, als sich
der wirksame Restbetrag AD mit dem Ortswechsel ändert. Aus der Reihe der
korrespondierenden Kopfzahlen der Tafel werden die zulässigen Spannungen der
Horizontalintensität, und sodann aus der Magnetischen Karte die Routenintervalle
zu entnehmen sein, die von der einen zur anderen Nachstellung des Quadrantalkorrektors
ohne wesentliche Änderung der viertelkreisigen Deviation befahren
werden können.
Es ergibt sich hieraus, daß bei Nachstellung des Quadrantalkorrektors
in willkürlich größeren Zwischenräumen ein Quadrantalfehler daD auftreten muß,
der im Kurse 5’ die Größe hat: AD sin 25’ = [f (4 Dy — D) — fr (4Dv — D)] sin 2 5’
und der das Schiff um den gleichen Betrag im Sinne seines Vorzeichens versetzt.
f entspricht hierbei der Horizontalintensität H des Schiffsortes, f„ der
Horizontalintensität H„ jenes Ortes, an dem die letzte Richtigstellung des
D-Korrektors vorgenommen worden war.
Beispiel. Es sei:
(4Do—D)=-—53°, H=1.6, Hn=2.6, &’= 302°
Aus der f-Tafel ist: f(4 Do — D) = — 7.39
—_ fn(4 Do — D)= + 4-60
und somit der Quadrantalfehler = dD = —2,7°
Aus der Tafel »Kursbeträge der Koeffizienten« ist: dDsin 2 5’ = + 24°.
Um denselben Betrag wird auch das Schiff, und zwar nach Steuerbord, versetzt
werden.
In ebenso einfacher Weise ergibt sich aus der f{-Tafel der Skalenteil, auf
den der D-Korrektor zur Richtigstellung zu bringen ist. Ist die D-Skala nach
Graden der im Heimatshafen ausgeübten Kompensationswirkung geteilt, so sucht
man die Einstellung dj, des Heimatshafens in der dem Schiffsorte entsprechenden
Spalte von f (x) auf und findet in gleicher Zeilenhöhe unter x die Gradzahl,
auf welche die Neueinstellung d zu erfolgen hat. Ist die D-Skala in Proportionalteilen
der kompensatorischen Kraft, bezogen auf den Heimatshafen, geeicht, so
ist der Vorgang der gleiche, nur betrachtet man die Ziffern der f-Tafel im
Zahlenwerte der D-Skala,
Beispiel. Es sei:
dy=62°% H=16; e& ist d= 45°
dp=0.34, H==3.2; es ist d= 0.49
Der einfache manuelle Eingriff, an den die Konstanz der viertelkreisigen
Deviation bei den Peichl- und Florian-Kompassen gebunden ist, wird gegenüber
anderen Vorteilen, dieser Systeme klaglos in Kauf genommen werden. Dagegen
kann es auf Schiffen, die große Breiteunterschiede gut zu machen haben, als
Nachteil empfunden werden, wenn die Anbringung einer Flindersstange auf
Schwierigkeiten stößt. Das Deviationselement y bleibt dann mit seinem vollen