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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1914.

Im allgemeinen wird sich daher alsbald eine Differenz 4B — f (4 Bo)
zeigen, die mit fortschreitendem magnetischen Breitenwechsel um so mehr anwächst,
 je größer der Anteil der Vertikalinduktion By” am Koeffizienten B ist.
Die Bestimmung eines Wertes AB nach Erreichung einer vom Heimatshafen
 möglichst verschiedenen Erdkraft führt, vorausgesetzt daß die B-Kompensation
 bis dahin unverändert geblieben war, zur Kenntnis von Bo’. Es ist:
4A Bo = 4 Bo — Bot + Bar.
Faßt man in dieser Gleichung die beiden ersten Glieder der rechten Seite zusammen,
 so ist [AB,— Boy"] offenbar nichts anderes, als jener Teil der B-Wirkung,
der im Heimatshafen am kompensierten Kompasse durch eine von der Erde unabhängige
 ablenkende Kraft zustande kommt. Sein Verlauf entspricht daher
jenem der Funktion f und es sei der Kürze halber gesetzt:
[4 Bı— BYJ=xAB,
hingegen folgt Bo", bewirkt durch Vertikalinduktion der Erde, dem Verlaufe der
Funktion @.
Ist also im Heimatshafen:........4® = X4p + Bo”
so ist ein auf der Reise beobachteter Wert: 4B == f(x“) + @ (Bo’). Aus diesen
zwei Gleichungen bestimmt sich Bo.
Beispiel: Es sei in Triest 4B, = +1.2% An einem Orte mit H= 1,8,
J = + 71,8°1) ergab sich 4 B = + 8.5°
bI2=x4B-+- Bi. o.0.0.0-0.00.,GLLI
+850= 1.23 x4B-+1.70By .... GLIT, laut Tafeln £ und g.
+148= 1.23 x4B+123B .... GlLI> 1.28.
FE =047B UBS + 14.70,
War die B-Kompensation im Verlaufe der Reise bereits geändert worden,
so wird sie für die Dauer der Deviationsbeobachtung im Kompaßkurse Ost (West)
entweder wieder herzustellen oder aber gänzlich zu entfernen sein. In
letzterem Falle werden naturgemäß an Stelle von AB, und 4B die Beträge des
Gesamtkoeffizienten By und B in die Bestimmungsgleichungen eingehen,
Eine etwa bereits systemisierte Flindersstange bleibt wohl stets an ihrem
Platz (wenn nicht ausnahmsweise einmal das Auftreten «von ganz übermäßig
großen Differenzen 4 B — f (4 Bo) ihre richtige Lage zum Kompasse bezweifeln
läßt) und gibt die Auflösung der Gleichungen sodann an Stelle von By” den
Restbetrag 4 Bo”.
Ob B,;7 bzw. 4 By” zunächst zur Anbringung bzw. Verbesserung einer Flinderskompensation
 dienen soll, womit die Bestimmung eines bleibenderen Wertes 4 B,*
erst der nächsten Ausreise zufiele, ist eine Frage, die im Einzelfalle die Zweckmäßigkeit
 entscheidet. Für das Deviationselement y bleibt jedenfalls der zur Zeit
wirksame Betrag maßgebend, solange eine kompensatorische Änderung nicht erfolgt.
In sinngemäß gleicher Weise wird bezüglich des Koeffizienten C verfahren,
wenn die Änderungen von 4C mit der f-Tafel nicht im Einklang bleiben
und dadurch auf das Vorhandensein von C,” hinweisen sollten,
b) Von ganz ähnlichen Erwägungen ausgehend könnte auch die kompensatorische
 Wirkung eines D-Korrektors, die durch Erd- und Nadelinduktion in
unbekanntem Mischungsverhältnisse zustande kommt, in ihre Bestandteile zerlegt
 werden,
Der eine Teil Wo” bleibt, weil durch Horizontalinduktion der Erde entstanden,
 konstant, der andere Teil Wy" — erzeugt durch Nadelinduktion und
daher von der Erdkraft unabhängig, folgt dem Verlaufe der Funktion f.
Es ist im Heimatshafen
(4 Do — D) = WE + Won
Bei Anderung der Horizontalintensität tritt ein AD, verschieden von 4D, auf;
die kompensatorische D-Wirkung ist:
(4 D — D) = WE 4 f (Won)

. *} Unter Umständen, beispielsweise auf Schiffen der Route »Triest—New York«, wird man
sich auch mit dieser an sich geringen Spannung der Erdkräfte begnügen müssen.
            
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