Hasenkamp, H. vi La Cours Untersuchungen über das sogenannte Quasinivellement. 493
Eine derartige Gleichung bezeichnet er als Wasserstandsgleichung und
GlL.II speziell als Wasserstandsgleichung für den Öresund im Oktober und
November. N
Die Wasserstandsgleichung für den Öresund im Juni und Juli lautet:
AK=0.734AH-4+0274G—13 2.0.0.0... + (ID).
Die Proportionalität ist nahezu dieselbe in Gl. II und III; doch tritt in
III noch ein nicht unbedeutendes konstantes Glied auf.
Für den Großen Belt erhielt der Verfasser folgende Gleichung für Oktober
und November:
4AKr=0.65 4A -+ 0.35 4G —20 . .
für Juni und Juli:
AKr ==: 0,56 4A + 0.444G,
wo AKr und AA den Mittelwasserstand von Korsör und Aarhus bedeuten.
Für den Kleinen Belt führt der Verfasser eine Wasserstandsgleichung für
den Dezember an, nämlich: .
AF=054AH +0.46 4G +05 . 0000.00... WV)
wo AF einen Mittelwasserstand in Fredericia bedeutet,
Von den Anwendungen, die von den Wasserstandsgleichungen gemacht
werden können, erwähnt der Verfasser die zur Ausfüllung von Lücken in den
Wasserstandsmessungen, durch die das vorliegende Material bedeutend an Wert
gewinnt. Als Beispiel führt er eine Tabelle an, in der eine Vergleichung ge-
geben ist zwischen den aus den Pentadenmitteln des Wasserstandes in Hornbaek
und Gjedser im Oktober und November 1901 und 1902 mit Hilfe der Gleichung II
berechneten Pentadenmitteln für Kopenhagen in demselben Zeitraum und den
wirklich beobachteten Mitteln; der Mittelwasserstand in Kopenhagen kann hier-
nach mit einem Fehler von nur 7 mm berechnet werden, ;
Weiter geht der Verfasser auf die schon erwähnte Frage ein, wieweit die
Wasserstandsflächen proportional mit dem Abstande fallen. Mit dem vorliegenden
Material kann die Sache nicht endgültig entschieden werden; aber mit Hilfe der
schon bestehenden Stationen läßt sich zeigen, daß diese Flächen einen nahezu
geradlinigen Fall in ihrem ganzen Verlauf von Gjedser bis zu den Kattegat-
stationen aufweisen. Das Wort »geradlinig« bedeutet hier geradlinig im Verhältnis
zur rektifizierten Generalmittelwasserstandsfläche und, wie sich später zeigen
wird, auch zur rektifizierten Geoidfläche.
Man könnte geneigt sein anzunehmen, daß eine Einschnürung in einem
Gewässer wie dem Öresund, ‚durch das recht bedeutende Strömungen gehen,
Stauungen hervorbringen müsse, die den gradlinigen Fall stören; aber ein solcher
Einfluß der Einschnürung Helsingör—Helsingborg macht sich nicht in nennens-
wertem Grade bemerkbar.
Eine andere Ursache der Abweichung vom gradlinigen Verlauf. ist die
Erdrotation, ; ;
Wie oben erwähnt, sind die Wasserstände bei Hornbaek, Kopenhagen und
Gjedser durch die Gleichung ; .
AH —4G 1,36
AK -—46G6 )
verbunden. Dieses Verhältnis ist offenbar von der Erdrotation abhängig; aber
da der Wasserstand bei Kopenhagen und Hornbaek für einen gegebenen Strom
durch den Öresund in demselben Sinne beeinflußt wird, ist der Einfluß der
Erdrotation wahrscheinlich nicht groß.
Das Verhältnis des horizontalen Abstandes (im Wasser) von Hornbaek und
Gjedser (bezeichnet mit HG) und von Kopenhagen und Gjedser (KG) ist
HG ©
za 137
Die Übereinstimmung ist also sehr groß, größer als man nach den Ver-
hältnissen erwarten konnte.
Für den Großen Belt lassen sich die entsprechenden Berechnungen mit
derselben Genauigkeit wie für den Öresund bestimmen,‘ Für Oktober und No-
vember fand sich: