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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1914, 
sie erforderten eine beträchtliche Arbeit, ohne zu einem abschließenden Ergebnis 
zu führen, 
Bei den bisher besprochenen Untersuchungen zeigten sich -bedeutende 
Unregelmäßigkeiten in den gleichzeitigen Wasserstandsverhältnissen bei den in 
der Nähe der Inseln gelegenen Stationen. Der Verfasser unternahm deshalb eine 
Spezialuntersuchung über diesen Gegenstand und gelangte dabei zu einer Reihe 
von Ergebnissen, die in verschiedener Richtung von Bedeutung sind. 
Zunächst zeigte sich eine 
ausgeprägte Regelmäßigkeit in 
den Wasserstandsverhältnissen 
längs dem Öresund und den 
Belten. In Figur 1, die einen 
vertikalen Längsschnitt durch 
den Öresund darstellt, bedeuten 
die drei Vertikalen H, K, G die 
Skalen der Pegel bei Hornbaek, 
Kopenhagen und Gjedser, Die 
drei Generalmittelwasserstands- 
punkte sind mit Oy, Ox und Og 
bezeichnet und durch sie geht 
die Generalmittelwasserstandsfläche, die durch die schwachgekrümmte Kurve 
(On Or Oa) dargestellt ist. Der Mittelwasserstand für einen gegebenen Zeitraum, 
eine Pentade oder einen Monat bei den drei Stationen ist von den entsprechenden 
Generalmittelwasserstandspunkten gerechnet und durch die Strecken AH, AK, 4G 
dargestellt. Durch deren Endpunkte geht die Schnittlinie der Ebene der Figur 
mit der für den betreffenden Zeitraum geltenden Mittelwasserstandsfläche. Der 
Fall der Mittelwasserstandsfläche von einer Station zur anderen in bezug auf 
die Generalmittelwasserstandsfläche ist somit die Differenz zwischen den Mittel- 
wasserständen der Stationen, vorausgesetzt, daß diese durch die Abweichung von 
den Generalmittelwasserstandspunkten bestimmt werden. Der Fall von Gjedser 
bis Hornbaek ist also AG — AH, der von Gjedser bis Kopenhagen AG — AK, 
Für das folgende ist es von Wichtigkeit zu wissen, wie weit man eine 
Mittelwasserstandsfläche als einigermaßen gleichmäßig fallend in ihrem ganzen 
Verlauf ansehen kann; dies hängt natürlich von der Größe der Erstreckung der 
Fläche ab. Für die hier zu betrachtenden Flächen ist, wie die Untersuchungen 
gezeigt haben, die Annahme eines nahen gleichförmigen Falles zulässig. Durch 
zwischenliegende Stationen läßt sich in leicht ersichtlicher Weise ermitteln, ob 
z. B. von Gjedser nach Hornbaek die Mittelwasserstandsfläche gleichmäßig fällt. 
Von solchen Stationen gibt es allerdings im Öresund nur eine, nämlich Kopen- 
hagen; daß diese die Bedingung des gleichförmigen Falles erfüllt, ist freilich 
kein strenger Beweis für die Allgemeingültigkeit dieses Verhaltens. Doch ist die 
Lage dieser Station in dieser Bewertung ganz willkürlich gewählt, so daß die 
Annahme des gleichförmigen Falles einen hohen Grad von Wahrscheinlichkeit 
erhält. Diese wird noch weiter bedeutend erhöht, wenn sich die Regelmäßigkeit 
des Falles auch in den anderen Beispielen zeigt, wo eine zwischenliegende Station 
die Mittelwasserstände bei zwei anderen Stationen in demselben Verhältnis teilt, 
wie deren horizontalen Abstände, Wie die Untersuchungen des Verfassers ergeben 
haben, zeigt sich diese Gesetzmäßigkeit für den Öresund und die Belte sehr 
nahezu bestätigt, was er durch graphische Darstellungen nachweist, Die gefundene 
Proportionalität ist praktisch genommen dieselbe im Laufe des Jahres. 
Aus den Pentadenmitteln der Wasserstände von Hornbaek, Kopenhagen 
und Gjedser für Oktober und November der Jahre 1897 bis 1898 leitet der Ver- 
fasser die Relation ab: 
AH — AG . 
AKLAG 7136, 
aus der sich ergibt: 
AK=0.44H-—0264C 
J
	        
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