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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1914,

Kleinere Mitteilungen.
1. Berichtigung zu Börgens harmonischer Analyse der Gezeitenbeobachtungen.
 (»Ann. d. Hydr. usw.« 1884.) Von Professor Dr. Schweydar
in Potsdam aufmerksam gemacht, daß in meinem Aufsatze »Das Gezeitenphänomen
in Pola«!) die Tabelle für die P-Tide zur Ermittlung der Tidestunden, wann eine
Doppeleintragung stattzufinden hat, deshalb unrichtig ist, weil zu ihrer Berechnung
 ein falscher Wert von p (Anzahl der Tidestunden, die gleich p>1 mittlere
Zeitstunden sind) benutzt wurde, habe ich das betreffende Kapitel von Börgens
harmonischer Analyse der Gezeitenbeobachtungen nochmals durchgesehen und
ergibt sich folgendes:
Die auf Seite 561 obigen Aufsatzes für die Tide P angesetzte Periode ist
tatsächlich unrichtig, da die Division von 360 durch die Winkelgeschwindigkeit
dieser Tide in Graden, das sind 14.°9589314, als Periode 24.206589 ergibt, während
 nach Börgen die letzte Dezimale 4 beträgt. In weiterer Folge resultiert
dann n= r X 0.06589 — 0.5 und daraus p = 364.2434 und nicht, wie Börgen
angibt; 364.5200. Der kleine Fehler in der Periode geht somit ziemlich stark in
die Konstante p ein, und da p bei der Zusammenstellung obiger Tabelle sukzessive
 mit den n-Werten multipliziert wird, entsteht z. B, in der Zeile 357 für
h schon ein Unterschied von 7b, der allerdings für die Durchführung der harmonischen
 Analyse bedeutungslos ist. ;
Die von mir publizierte Tabelle für die P-Tide sollte richtig lauten:

b

n

}3

I

n

a9 ae
28 | 1 2 18 14 ( 20
38 2 , 2 130 8 0
54 3 ! 2 145 9 ° a
69 | 4 } 7 | 160 10 8
34 3 1 41 175 11 12

h

r

N

h

90 12 id
205 18 | 21
291 * 14 1
236 15 ] 5 |
251 16) 10
266 IT 14

1*

n

281 18 18
296 19 | 2
312 ' 20 2
327 21 7
342 | 22 11
937 * 98 15

h

in dieser Tabelle differieren die h-Werte noch immer um 1 bis 2% von
den bezüglichen Werten, die Professor Dr. Schweydar in seinem Aufsatze
„Harmonische Analyse der Lotstörungen durch Sonne und Mond« veröffentlicht
hat und scheint es, daß dieser, der Indischen Landesaufnahme entnommenen
Tabelle ebenfalls unrichtige Konstanten zugrunde liegen. Dasselbe gilt für
Professor Schweydars K-Tabelle, in der die h-Werte konstant um 1% von den
von mir gerechneten Werten abweichen.
W. v. Kesslitz, K. u. K. Linienschiffskapitän,
2. Bemerkung zu der voranstehenden Berichtigung. Von Prof. Dr.
Schweydar. Die konstante Abweichung meiner, der Indischen Landesaufnahme
entnommenen K-Tabelle?) um 1® kann gewiß nicht auf Fehler der angewandten
Konstanten zurückzuführen sein, wie v. Kesslitz meint, da sonst der Fehler mit
der Zeilenzahl r fortschreitend wachsen müßte. Sie beruht vielmehr auf einer
etwas abweichenden Auffassung der Darwinschen Methode bei v. Kesslitz.
Nach Darwin werden die M.Z. Ordinaten so lange in das Tide-Schema eingetragen,
 bis der Fehler auf eine halbe Stunde angewachsen ist. Dies tritt bei
den K-Tiden in der 8. Zeile des Schemas bei 15% ein, wie v. Kesslitz in seiner
Tabelle angibt. Das Korrektiv »Lücke« aber wird in der folgenden Stunde
ausgeführt, d. h. man läßt die Tide-Stunde 16% offen, oder man trägt die
M. Z. Ordinate 16% in die Tide-Stunden 16® und 17h ein. Meine Tabelle gibt
demnach die Stunden an, in denen der horizontale Strich als Zeichen des Korrektivs
 »Lücke« gezogen werden soll. Von diesem Gesichtspunkte sind die
v. Kesslitzschen Zahlen h der K-Tabelle sämtlich um 1% zu klein, Bei den
Tiden mit dem Korrektiv »Doppeleintrag« tritt diese Verschiedenheit der Aufl)

 Mitteilungen aus dem Gebiete des Seewesens, 1910, Heft V u. VI
?) Harmonische Analyse der Lotstörungen durch Sonne und Mond.
            
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