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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1914.
Umdrehungskörpers ist wiederum
nach dem Durchmesser des inneren
Ringes gestellt, der lotrecht zu
dem steht, worum der innere Ring
dreht. (Fig. 1.) .
Die Winkel von Euler eignen
sich besonders zur Bestimmung des
Standes dieses Systems, wozu ein
festes, mit der Erde verbundenes
Achsensystem angenommen wer-
den muß, dessen Ursprung in den
Schwerpunkt des Systems, d. h. in
den gemeinschaftlichen Schwer-
punkt der beiden Ringe und des
Umdrehungskörpers fällt. Es
würde vorteilhaft sein, die Z-Achse
nach der festen Achse des äußeren
Ringes zu wählen, wenn die Masse
der Ringe nicht vernachlässigt
werden dürfte, weil dann der Stand
der Ringe zugleich auf einfache
Weise anzugeben wäre. Wo jedoch
allein die Masse und also auch
der Stand des Umdrehungskörpers
in Rechnung gebracht wird, ist es
einfacher, die Z-Achse nach einer Linie durch ®@ parallel der Erdachse zu wählen
und die anderen Achsen lotrecht darauf,
Die Koordinaten des Systems sind nun folgende:
i. Der Winkel zwischen der Z-Achse und der Achse des Umdrehungs-
körpers = 6;
der Winkel, den die Schnittlinie OD der Fläche durch O, lotrecht zur
Achse des Umdrehungskörpers mit der OXY-Fläche, mit der Linie OX
macht = w;
der Winkel, den eine durch O, lotrecht zur Achse des Umädrehungskörpers
gezogene, fest mit diesem Körper verbundene Linie mit der Linie OD
macht =,
Diese 3 Koordinaten bestimmen vollkommen den Stand des Umdrehungs-
körpers.
Nach (26) müssen nun zunächst die Größen T und V in diesen Koordinaten
ausgedrückt werden,
T ist die bezügliche lebendige Kraft, d.h. man berechnet die lebendige
Kraft, als wenn das Achsensystem fest wäre. Da die Masse der beiden Ringe
gegenüber der des Umdrehungskörpers zu vernachlässigen ist, so braucht auch
T allein für den letzteren berechnet zu werden.
Da der Schwerpunkt hierbei nicht seine Stelle verändert, so besteht die
Bewegung des Umdrehungskörpers aus einer Drehung um eine Achse durch O,
wobei die lebendige Kraft gleich dem halben Produkt des Trägheitsmoments um
die Drehungsachse und des Quadrats der Winkelgeschwindigkeit um diese Achse
ist. Wird die Winkelgeschwindigkeit nach den drei Hauptträgheitsachsen ent-
bunden, so ist die totale lebendige Kraft gleich der Summe der halben Produkte
des Quadrats einer der Entbundenen der Winkelgeschwindigkeit und des Träg-
heitsmoments um die zugehörende Hauptachse,
Im vorliegenden Fall ist die Körperachse eine Hauptachse, und können
die beiden anderen Achsen als beliebige, untereinander lotrechte Linien, in der
Fläche durch O lotrecht zur Körperachse OZ, gewählt werden, z. B. in OD und
OD,. Es sei C das Trägheitsmoment um OZ,, A das um die beiden Achsen OD
und OD,.
Fig. 1.
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