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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1914.
sowie Längenunterschied zwischen den Orten. Man kann mit Hilfe der Tafeln
berechnen Distanz, Anfangs- und Endkurs,
VII. Zur Lösung eines sphärischen Dreiecks mit Hilfe des Sinussatzes
genügt allein die doppelte Benutzung der A-Tafel. Aus
sin«___sina__ cos a’ Ü
sing. sinb cosb
wo a' und b’ die Komplemente zu a und b sind, folgt
sin « sec a’ = sin g sec b'
Ay =A,
Irgendwelche Rechenoperation ist überhaupt nicht mehr notwendig.
VIIL Diese letzte Anwendungsmöglichkeit führt zur Bestimmung des
Höhenzeitazimutes nach der Formel
sina__ cos 6ö
sint cosh
sin a sec d = sin tsech
A, = 4A,
Man geht in die A-Tafel mit dem Horizontalargument h (statt @) und
dem Vertikalargument t (statt h) ein und sucht den erhaltenen Wert A unter
dem Horizontalargument ö (statt @), dessen Vertikalargument das verlangte
Azimut ist. Die Methode ist bequem in Verbindung mit der ersten oder zweiten
Grundaufgabe zur Bestimmung der Standlinie.
IX. Die Berechnung der Amplitude ist nach der Formel möglich:
sin A == sin 6 sec g.
@ und 6 als Horizontal- und Vertikalargument ergeben eine Zahl, die in der
Spalte für # = 0 (sec = 1!) die Amplitude als h ergibt.
Ohne auf die Benutzung der Tafeln zu den verschiedensten Zwecken
näher einzugehen, möchte ich noch auf den Genauigkeitsgrad der Tafeln im
Hinblick auf die beiden als Grundaufgaben bezeichneten Fälle I und II zu
sprechen kommen,
Wie aus den obigen Ausführungen hervorgeht, sollen die Tafelwerte als
Dezimalbrüche bis zur vierten Stelle enthalten sein,
Es frägt sich demnach in der ersten Aufgabe: Bis zu welcher Grenze
kann eine Höhe mit einer Genauigkeit von einer Minute der Tafel entnommen
werden ?
Da die Höhe aus der A-Tafel (A = sinh see g) entnommen wird, so muß
ein Unterschied der Höhe um 1’ einen Unterschied von A um mindestens 0.0001
ergeben, oder man hat die Bedingung:
sin (h 4-1’) sec g — sin h sec g > 0,0001
sin (h +1‘) — sinh > 0.0001 cos
cos h sin 1’ > 0.0001 cos
cos bh > 0.0001 cosec 1’ cos ©.
Man erhält demnach für die Breite @ folgende Grenzen der Höhe h, für welche
vierstelligze A-Tafeln noch ausreichen:
A I
=
he“
09 6905?
109° . 70° 1
209 | 71°
300 ! 79041
\
==
600
609
zn
h<“
a40 A
779 1:
800 #
Q20 157
DD —
809
900
h<
86° 35
90° 0
Da im allgemeinen wegen der Unsicherheit des Azimuts sehr große Höhen
vermieden werden, so kann man sagen, daß die A-Tafel, wenn man sich auf
Höhen unter 70° beschränkt, vollständig ausreichen. Je höher die Breite (oder
nach Formel 1b die Abweichung), desto weiter kann die Grenze der noch zu-
lässigen Größe der Höhe gesteckt werden.
Da nach den Grundformeln @ und ö beim Gebrauch der Tafel vollständig
vertauscht werden können, wird man, um die Berechnung von h möglichst genau