432 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1914.
1912, 24, November.
Wolkenlos, fast Vollmond. Nur feste Schneewehen. Kein loser Schnee mehr,
neist liegt das Glatteis wieder bloß. Westküste von schneebedecktem Eis dicht
»Mlockiert, soweit man sehen kann. Fjord offen bis zur Mitte, 51/, Stunden
Michaelis, Schwarz).
3 Stunden! Anfangs bew. 10’ ni, oberhalb 300 m =, 8°, + 3°. Oben
810, =, Später klar, Polarlicht, Rauhreifansatz am Berg an den obersten
100 m. Fjord bis hinter die Mitte eisfrei, desgl. Kingsbai, abgesehen von
2 großen Schollen. See nur mit schwachem Treibeis bedeckt. Hütte mit 30 cm
+atteis besetzt (Robitzsch, Michaelis).
4 Stunden bei Mondschein und klarem Wetter. Oben Schneetreiben, NO5,
sei — 30° (Michaelis, Schwarz).
14 Stunden. Fast Vollmond und schwache Mittagsdimmerung. Kingsbai eis-
irei, See desgl., bis auf 200 m breites Scholleneis am Ufer. Scholleneis in der
Crossbai. Oben Bew, 0, N6 (Michaelis, Schwarz),
14/, Stunden, Oben NW6, =. Fjord zugefroren. Wolkenbasis 400 m. Hütte
trägt 50 cm Rauhreif (Michaelis, Schwarz).
51% Stunden. Oben =°, Bew. 10°, SW6. Kingsbai offen, See offen, ver-
einzelte Schollen (Michaelis, Schwarz),
31/, Stunden. Nun ist die Sonne wieder da. Fjord und See ohne Eis, oben C,
wolkenlos (Michaelis).
5 Stunden. Klar. SW2. Fjord und See eisfrei (Michaelis).
4 Stunden. Klar. Fjord stellenweise Jungeis, See lockeres Treibeis (Michaelis).
Oben = Schneetreiben, SW9. Fjord und See eisfrei (Michaelis).
« SW 4 (Michaelis),
« NO7 äußerer Teil der Crossbai eisfrei (Michaelis).
Treibeis in Kingsbai, Fjord eisfrei (Michaelis).
Kein Eis mehr. Oben N4 (Michaelis, Schwarz).
Oben N3 =, Cross- und Kingsbai eisfrei (Michaelis).
fr.—str. bei 500. Feste Wintereisdecke nur noch im innersten Teil der Fjorde.
Nirgends Treibeis. Oben SW 7 (Wegener).
Oben SO 7. Im innersten Teil der Fijorde feste Eisdecke, sonst eisfrei (Michaelis).
Dr. Kurt Wegener,
Metcorologische Landesanstalt Straßburg i. E.
10. Dezember.
FA
1913. 17. Januar.
28.
10. Februar.
4. März.
13. «
26. <
12, April.
25. «
5. Mai.
(7. «
29. «
10. Juni,
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IR.
Die Anderung des Luftdruckes in mondperiodischen Wellensystemen
und deren Interferenz.
Von F, Schuster, Oberstleutnant a. D., Karlsruhe.
Die nachfolgende Abhandlung bezieht sich in der Hauptsache auf den
synodischen, den anomalistischen und den tropisch-drakonitischen Monat, sowie
auf die 18.6jährige Periode der Mondknoten und die 8,83jährige Periode der
Apsidenlinie,
1. Die Änderung des Luftdruckes im synodischen Monat,
Als ich im Jahre 1907 meine Untersuchung über den Einfluß des syno-
dischen Monats auf den Luftdruck zu Karlsruhe aufnahm, welche die 35 Jahre
von 1873 bis 1907 umfaßte, hielt ich folgendes Verfahren ein:
Ich trug die Tagesbarometermittel vom ersten Neumond des Jahres bis
wieder zu Neumond in ein Schema von 30 Kolumnen horizontal so ein, daß das
Betreffnis für den Vollmond in die Mitte kam, und setzte die 11 bis 12 folgenden
synodischen Perioden des Jahres der Reihe nach darunter. Die Mittel aus den
Summen der Tageskolumnen ergaben dann das Jahresmittel für den synodischen
Monat. Zur Kontrolle wurden noch die Mittel für die Winter- und die Sommer-
halbjahre berechnet.
Dieses Verfahren ist insofern nicht ganz genau, als es die 29'%tägige
synodische Periode in 30 Kolumnen unterbringt. Werden jedoch die Betreffnisse
für die Neumonde und die Vollmonde an die richtigen Stellen gesetzt und ver-
teilt man die Unterschiede nach beiden Seiten, so merzen sie sich in den Mitteln
größtenteils aus.
Dem sonst gebräuchlichen Oktantenverfahren gegenüber, bei welchem der
Mondumlauf in acht Teile geteilt wird, hat das beschriebene den großen Vorzug,