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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1914,

13.5s, so daß in Indien, wo H zweimal so groß ist, T = 13.5s x V0.50 = 9.6%, wogegen
 in der Nähe des Nordkaps T = 183.5° x 11.5 = 16.58 ist.
In Betracht zu ziehen ist noch, daß beim Unruhigwerden der Rosen auf
Nord- und Südkurs dieses von einem unvollständig kompensierten Krängungsfehler
 herrühren kann.
Untersuchung von Kompensationseisen. Für die Kompensation des Koeffizienten
 D (quadrantale Deviation, verursacht durch die Induktion der Horizontalkomponente
 des Erdmagnetismus) werden weiche Eisenzylinder oder Kugeln verwendet.
 Obgleich der Einfluß von eventuell vorhandenem permanenten Magnetismus
 in diesen Eisenkörpern durch Kompensationsmagnete aufgehoben werden
kann, so ist es doch von Vorteil, da die Eisenmassen dicht an den Kompaß
herangebracht werden müssen, diese Kompensationsmittel frei von allem permanenten
 Magnetismus zu lassen.
Hält man Eisen horizontal in der Richtung Ost—West, so wird es durch
den Erdmagnetismus nicht beeinflußt. Hiervon wurde bei der Untersuchung des
Kompensationseisens Gebrauch gemacht.
Für diese Untersuchung wird ein sogenannter Kompaßtisch verwendet,
dessen Platte drehbar ist und durch drei Klemmschrauben beliebig festgestellt
werden kann. In der Mitte befindet sich ein Ausschnitt zur Aufnahme eines
Kompaßkessels mit Thomsenrose, Vier Rinnen in der Tischplatte, von denen
sich je zwei diametral gegenüberstehen, dienen zur Aufnahme der zu untersuchenden
 Eisenzylinder, Die Platte des Kompaßtisches wird nun so gedreht,
daß zwei Rinnen auf Nord—$Süd stehen. In die senkrecht hierzu stehenden Rinnen
werden die zu untersuchenden Eisenkörper gelegt. Sind diese magnetisch, so
wird die Kompaßrose abweichen, nach Umkehrung der Eisenkörper weicht die
Rose nach der anderen Seite ab. Das Mittel aus der Abweichung ist die
Deviation, verursacht durch den permanenten Magnetismus. Dieselbe Untersuchung
 kann auch mit den Eisenkörpern der Flindersstange vorgenommen
werden.
Chronometeruntersuchungen. Die zur Untersuchung kommenden Chronometer
 werden mit einem Standard-Chronometer verglichen. Ungefähr einmal in
der Woche wird auf telephonischem Wege ein Zeitvergleich mit dem Königlichen
magnetischen und meteorologischen Institut in Weltevreden genommen. Da
Temperatur- und Luftdrucksprünge in Indien gering sind, braucht man nicht
wie in Holland mindestens zweimal in der Woche eine Standbestimmung zu
machen. Ungefähr alle zehn Tage wird die Pendeluhr kontrolliert durch Durchgangszeitbestimmungen.
 Nach jeder Zeitbestimmung gibt das Observatorium
einen Zeitvergleich,
Die Chronometer wurden auf ihren periodischen Gang nach der Formel
untersucht:
a-+ beosn.x®
worin a der gemittelte Gang, b der Unterschied zwischen a und dem äußersten
Gang, x die Winkelgeschwindigkeit, n die Anzahl der Tage, die nach dem
Maximalgang verflossen sind (im algebraischen Sinne).
Untersuchung von Fernrohren. Die Fernrohre werden auf ihre Vergrößerung,
Gesichtsfeld, Helligkeit, Parallelität der optischen Achsen, chromatische und
sphärische Aberration, untersucht je nach dem Zweck, zu dem die Fernrohre
gebraucht werden.
Die Untersuchung der Spiegelinstrumente geschieht in derselben Weise wie
auf der Deutschen Seewarte in Hamburg!)., Nach der Untersuchung werden
Atteste in folgender Form ausgestellt:

) Archiyr der Dentschen Seewarte 1881.
            
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