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E \ Tiefe‘)
1, im
Sy
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1914.
Temperatur
, | Ober-
Boden | Aüche
Bodenbeschaffenhei'
Jrofil Yua-—Kala.
55 197 23.18°
56] 744 23.16°
DYE 757 23.16°
53] 791 23.15°
590] 641 23.179
501 576 283.17°
51| 553 23.15°
b2] 309 23.199
63 59 23.290
23.3° Fels.
23.3° gr. sdg. Schlick mit Diatomeen (geschichtet).
23,99 > Ton reich an Diatomeen.
34,09 - Ca » »
24,20 » mit Diatomeen und Aragonit (geschichtet).
28.99. > » »
24.09 Schlick mit Diatomeen und Kalkspatkörnchen (geschichtet).
24.09 : » über Diatomeenpelit (geschichtet).
23.5° | Fels
5. 4, Profil Edith Bay —Kap Tembwe,
24.99 ] Fels.
24.9° Diatomeenpelit.
24,9° vr. Ton mit Diatomeen (geschichtet).
24.9°
170
Anschlußlinie
4 66 24,73°
65 E 457 23.239
56] 778 23.15°
57] 800 23.14°
SE 777 23.14°
Profil Kungue— Ras Kobogo,
50] 209 23,737 24,8° Diatomeenpilet.
70| 400 23.15” 24.9° tonig
al 446 23.15° 25.09 mit Tonschicht
721 485 23.130 25.09 » Tonschichten
73 467 23.14 20,30
Lotung im Profil Remba—Musana,
74] 1277] Lotdraht gekappt. f
(geschichtet).
Interessant ist die Gleichmäßigkeit der Temperaturen von 180 m Tiefe an.
(Siehe Figur auf Tafel 1.) Sogenannte Serienmessungen habe ich wegen Zeitmangels
nicht ausgeführt, auch werden wohl demnächst die Resultate der Forschungs-
veise des bereits oben erwähnten Dr. Stappers veröffentlicht werden und weitere
Aufschlüsse über die Wassertemperaturen des Sees geben.!)
Der Verwaltungsoffizier der Residentur-Nebenstelle in Usumbura spricht
in einem Schreiben die Vermutung aus, daß während der Regenzeit ein Unter-
strom nach Süden, während der Trockenzeit ein solcher von Süden nach Norden
setzen müsse. Abgesehen davon, daß diese Annahme sich doch nur auf die aber-
zläubischen Vorstellungen der Eingeborenen wegen des Verschwindens und Wieder-
erscheinens des »Msheitani« gründet, kann ich an eine derartige Unterströmung
!) Immerhin lassen sich auch schon nach den Jacobsschen Beobachtungen einige interessante
Angaben machen, Was zunächst die Oberflächentemperaturen betrifft, so ist das Mittel aus den
rund 70 Messungen genau 25.0°; die Extreme schwankten zwischen 26.3° in der Burton-Bucht vor
Baraka (Westseite des nördlichen Teiles) und 23.3? vor Vua (Westseite des südlichen Teiles). Auf
Jem südlichsten Profil, von Vua hinüher nach Kala, wurden überhaupt durchweg niedrigere Tempe-
raturen des Oberflächenwassers beobachtet; man bedenke dabei, daß das Nordende des Tanganika auf
rund 31° S-Br., das Rüdende auf fast 9° liegt. Die Bodentemperaturen wurden mittels eines
zeprüften Tiefseethermometers von Richter gemessen: die in der Tabelle enthaltenen „Zahlen geben
die auf der Seewarte reduzierten Werte, Aus der graphischen Darstellung läßt sich ziemlich sicher
folzende »Normalreihe« ableiten:
\ q
Tiefe in m
23 230 295 | 100 150 ! 200 * 400 umd tiefer
235.0 249 248 244 ; 236 ' 23.3
939
23.15 bis 23.12
homotherm his
zur Maximal-
tiefe von rund
1400 m.
; 5
In der rund 1000 m mächtigen, gleichmäßig erwärmten Schicht 400 bis 1400 m würde die Temperatur
von rund 23.15° oder 23.12° nach den für tropische Süßwasserseen geltenden Sätzen annähernd der
mittleren Temperatur der kältesten Jahreszeit entsprechen, Zwischen 70 und 100m scheint der steilste
Temperaturgradient vorhanden zu sein; allerdings liegen für 50 m auch drei sehr niedrige Ablesungen
vor mit 23,3° bis 23.6° (gemessen vor Kala im Süden, vor Baraka in der Burton-Bucht und vor
Migera im Norden). sie können aber lokal beeinflußt sein € Sehatt.