Kleinere Mitteilungen.
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erhält für das Lotsen des Schiffes von der Reede in den Innenhafen und von
da wieder hinaus auf die Reede 25 Yen. Bei nochmaligem Besuche des Miike kö-
Hafens kann dieser Lotse entbehrt werden, denn schon auf halbem Wege im
Einsteuerungskanal kam der Dockmeister P, Hallström, ein Schwede, mit seinem
Gehilfen an Bord, um das Schiff von der Einfahrt durch das Außenbecken mit
Hilfe von zwei starken Schleppern an den Ladeplatz im Innenhafen zu bringen,
Diese Hilfe des Dockmeisters, des Gehilfen und der beiden Schlepper ist frei, es
wird keine Vergütung beansprucht. In den Einsteuerungskanal. wurde nach
Rückkehr von Kuchinotsu um 10% 20min V unter Lotsenführung eingelaufen,
nachdem. vorher das Einlaufsignal (Unterscheidungssignal und Fernsignal) im
Innenhafen ausgemacht worden war. :
Das Manövrieren durch das 18.3 m (60) breite, Außen- und Innenbecken
verbindende Docktor, sowie durch das Innenbecken bot bei dem schönen Wetter
keine Schwierigkeit. Um 11% 30min war das Schiff am Liegeplatz fest. ;
Von den sogleich an Bord kommenden Behörden wurden folgende Papiere
verlangt:
1. Deklaration for Master of shipping (Formular wird geliefert),
2. Schiffszertifikat, }
3. Liste und Zeichnung der -Luken,
4, Manifest,
5. Proviantliste und Verzeichnis der‘ Ausrüstungsgegenstände,
6. Report of arrival for Police (Formular wird geliefert).
Das Einnehmen der Kohlen geschah vom Lande aus durch eine maschinelle
Einrichtung (Miike-Patent), die stündlich 400 Tonnen an Bord beförderte, während
wir von der Wasserseite die Seitenbunker aus einem Leichter auffüllten. Aus
Leichtern werden von jedem einzelnen Gang 10 Tonnen in der Stunde bewältigt.
Da wir an dem Tage kein passendes Hochwasser hatten, konnten wir den
Hafen erst am nächsten Morgen verlassen. ;
Unser Tiefgang war bei Ankunft vorn 19’ 6”, hinten 21’ 6”, beladen vorn
23’ 1”, hinten 24’ 5”.
Neuere Veröffentlichungen.
A, Besprechungen und ausiührliche Inhaltsangaben,
Prof. Hugo Michnik: Beiträge zur Theorie. der Sonnenuhren. Programm
des Königl. Gymnasiums zu Beuthen O.-Schl. I. Teil.‘ 4° 1258. 1914.
Schoy hat im »Archiv der Seewarte« 1913, XXXVI, Nr. 1, den Verlauf der temporären
Stundenlinien der Araber nur. für schiefachsige gnomonische Karten untersucht und die allgemeine
Behandlung dieser interessanten sphärischen Kurven den Mathematikern von Fach (S. 22) überlassen,
Der Verfasser hat nun in kurzer, aber erschöpfender Weise diese Kurven durch Zylinder-, gnomonische,
Xegel-, stereographische und orthographische Projektionen dargestellt. Da die Kurve auf. der Kugel
Ähnlichkeit mit der ebenen Sinuskurve hat, möchte er ihr den Namen sphärische Sinuskurve geben.
Die Quadratur der Kugelkurve gelingt ohne Anwendung der Infinitesimalrechnung.. Die Rektifikation
üefert ein. elliptisches Integral erster und ein solches dritter Ordnung. Nach: Ableitung‘ der beiden
Krümmungsradien - wird die. Kurve vom ‘kinematischen Standpunkte aus betrachtet. Zum Schluß
werden die Gleichungen für eine Zentralprojektion der Kurve auf eine im Pol berührende Ebene in
‚echtwinkligen Koordinaten aufgestellt. Wie schon Delambre gefunden hat, hat die sphärische Kurve
Ähnlichkeit mit einem Integralzeichen, Innerhalb der Zonen ö == -+30° kann sie in .gnomonischen
Karten, deren Mittelpunkte ebenfalls in der Zone @ = + 30°. liegen, als gerade Linie ‚betrachtet
werden. Wedemeyer.
B. Neueste Erscheinungen im Bereich der Seefahrt und der Meeres-
kunde sowie auf verwandten Gebieten,
a. Werke.
Witterungskunde. _
Hellmann, G.: Beiträge zur Geschichte der Meteorologie, Nr. 1—5. Veröffentl. d. Kgl. Preuß,
Meteorol, Instituts, Nr. 273. 8% 147 8, Berlin 1914, Behrend & Comp. 5.00 MM.
Marriott, R. A.: The change in the eclimate and its cause. 8°. Marlborough. .. 2. sh 6d.