356
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1914,
(mw..S08/,O) mit dem Gipfel auf Coffee-Eiland in Linie recht achteraus und
steuere auf dieser Deckpeilung zwischen den Untiefen vor der östlichen Einfahrts-
huk und der Untiefe vor den Klippen in der Mitte der Einfahrt durch west-
wärts, bis die Huken im inneren Hafen in der Peilung rw. 211° (mw. WSW*/,W)
zu sehen sind. Dann drehe man auf und steuere in der Mitte des Hafens
entlang und ankere auf 9 m bis 12 m (5 bis 61/„ Fad.) Wasser über Sand-
grund. 4 Kblg vom innersten Teil des Hafens beträgt die Wassertiefe nur noch
5.5.m (3 Fad.).
Eis. Im allgemeinen frieren die geschützten Häfen zwischen Holton
Harbour und Kap Harrigan, 135 Sm nordwestlich von Holton Harbour, im No-
vember zu, Doch können die Häfen gewöhnlich noch bis Mitte November erreicht
werden. In den inneren Gewässern wird die Schiffahrt zwischen dem 1, und
20. Dez. eingestellt, das Eis dringt dann bis über die Inseln hinaus vor. Ende
Juni oder im Juli wird die Schiffahrt wieder eröffnet.
Im Sommer 1880 verließ das Nord-Eis die Küsten bei Kap. Harrigan und
bei Paul-Eiland (Tunnulusoak) und bei der Hebron-Bucht erst am 31. Juli. Bis
dahin war der Hafen von Hebron. zeitweise gesperrt. Auf der Breite von Nain
frieren die Häfen gelegentlich schon im Oktober zu. Die Küste zwischen Nain
und Kap Chidley ist selten vor Ende Juli frei von Eisfeldern, wenn auch das Eis
in den Förden sehon anfangs Juni aufbricht.
Eisberge kann man immer antreffen, sie sind am zahlreichsten von Juni
bis August, wo sie manchmal in großer Anzahl auftreten. Sie haben in diesen
Breiten für gewöhnlich nicht die malerische Gestaltung der Eisberge, die man
später weiter südlich trifft, sondern haben oft die Form ungeheuer großer Würfel,
Als im August 1905 H. M. S. »Scylla« verschiedene Plätze an dieser Küste
aufsuchte, waren die zahlreichen Eisberge für die Navigierung nicht lästig,
sondern im Gegenteil sehr nützlich, Man konnte gewöhnlich sehen, wenn die
Berge am Grund festsaßen, auch wurden Untiefen oft durch mehrere dicht bei-
einander liegende kleine Eisberge gekennzeichnet, von denen losgelöste Eisstücke
nach Lee trieben. ;
Leuchtfeuer. Siehe »Leuchtfeuer aller Meere«, Heft V, Tit. VI.
Signalstellen. . Der Leuchtturm auf Cut Throat-Eiland ist mit den
Signalen des Internationalen Signalbuches ausgerüstet.
. Tiden. Die Hafenzeit:für Holton Harbour ist 6b 44min, die Springhoch-
wasserhöhe 1.7 m (5%), die Nipphochwasserhöhe 1.2 m (4’).
Little Holton
ist ein seichter Ankerplatz etwa 1'!/, Sm westlich von Holton Harbour; ein schmaler
Landrücken trennt den Ankerplatz von der Alliuk-Bucht.
White Bear Harbour
ist ein kleiner Hafen zwischen Middle-Eiland und South Islands. Man findet vor
den Anlegebrücken teilweise geschützten Ankerplatz auf 26 m (14 Fad.) Wasser
über Sand- und Kiesgrund. Ein 8.5 m (28') hohes Inselchen liegt in der östlichen
Einfahrt zum Hafen und eine Untiefe mit 1.8 m (6’) Wassertiefe 1?/, Kblg rw. 158°
(mw, SzW3/,W) vor diesem Inselchen. liegt beinahe im Fahrwasser. Um diese Un-
tiefe zu meiden, halte man sich dicht an der Südseite der Einfahrt.
Five Islands.
Ein kleiner Hafen befindet sich zwischen diesen‘ Inseln. Man erreicht
ihn von Westen her, indem man dicht an der Südseite der nordwestlichen Insel
entlang fährt, von Osten her, indem .man die Einfahrt zwischen der östlichen
und der nordwestlichen Insel benutzt. Ankerplatz auf 16.5 m (9 Fad.) Wasser
findet man auch vor den Landungsstegen an. der Westseite der östlichen Insel.
Beim Anlaufen des Ankerplatzes halte man sich an der Küste der östlichen Insel,
Ada sich von der südwestlichen. Insel seicehtes Wasser nach Nordosten erstreckt.