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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1914,
diesen Inselchen und dem Festlande ist keine Durchfahrt; Schiffe fahren aber
zwischen den beiden Inselchen durch oder in weniger als 183 m Abstand östlich
davon entlang. =
An der Ostseite der Aillik-Bucht ist die Küste mit Felsblöcken besäumt
und eine kleine Untiefe erstreckt sich vor der rundlichen Huk, die gut 1 Sm
südsüdwestlich von der Low-Huk liegt, etwa 1 Kblg seewärts. An der Westseite
fällt die Küste unter Wasser steil ab, Eine Bank mit 5.5 m (3 Fad.) Wasser er-
streckt sich in südlicher Richtung von einem Punkte aus, der 275 m östlich von
der Faktorei liegt. Sie soll aber nach Aussage der Eingeborenen nicht von so
großer Ausdehnung sein, wie der Plan auf der Brit. Adm-Krt. Nr. 223 zeigt. Die
seichteste Stelle soll beim Südende der Bank liegen.
Steuert man nach dem innersten Ankerplatz (siehe weiter hinten), so
bleibe man etwas südöstlich von der Mittellinie der Bucht. Man wird dann
tiefes Wasser finden bis ungefähr querab von der ehemaligen Faktorei der
Hudson Bay Company. Hier muß man die Fahrt verringern und beständig
ioten. Bis ungefähr querab vom Südende der Bank, die sich vor der Faktorei nach
Süden erstreckt, wird man wahrscheinlich 9.1 m (5 Fad.) als geringste Wasser-
tiefe haben; nimmt nachher die Wassertiefe zu, so setze man den Kurs auf
die Huk, die nach dem Plan Nr. 228 NNO01„.O von dem Flusse liegt, der in den
innersten Teil der Bucht mündet.
Eis. Bei Kap Aillik wurde im Jahre 1875 noch im August Eis gesehen,
Weitere Angaben siehe S, 239 unter Holton Harbour.
Lotsen. In den alten Hütten der Hudson Bay Company wohnen einige
Eingeborene, die die ausgelegten Fischangeln bedienen. Es befindet sich unter
ihnen immer einer, der ein Schiff auf den inneren Ankerplatz oder nach West
Turnavik lotsen kann.
Tiden. Die Springhochwasserhöhe beträgt 2.1 m (7).
Ankerplatz. Guter Ankerplatz ist vor der ersten Bucht an der Nordwest-
seite der Aillik-Bucht. Kleine Schiffe können auch innerhalb der Bank vor dem
Wasserplatze ankern. Bei nördlichen Winden setzt jedoch beträchtliche Dünung
in diese Bucht hinein; Schiffe sollten dann möglichst im innersten Teil der
Bucht ankern.
Guten Ankerplatz auf 18 m bis 22 m (10 bis 12 Fad.) Wasser über Schlick-
grund findet man auch in angemessenem Abstand von der Huk, die nordnord-
östlich von dem in den innersten Teil der Bucht mündenden Flusse liegt.
Robbenfischerei mit Netzen wird seit vielen Jahren in Aillik betrieben;
auf dem Festlande an der Südostseite der Bucht liegt zwischen den Hügeln
ein großer See, der voll von Forellen ist. Wasser kann man einem See ent-
nehmen, der hinter der ehemaligen Faktorei liegt. Die Boote legen an einem
flachen Kiesstrande an und können einen Schlauch nach dem See leiten. Holz
ist auch zu bekommen.
Makovik,
in der Nähe von Kap Mokkovik, ist die südlichste Station der Herrnhuter-
Mission und wurde im Jahre 1899 am Ufer einer geräumigen Bucht mit schräg
abfallenden Hügeln und größeren Fichtenwaldungen errichtet; 150 Eingeborene
gehören zu ihrem Bezirk, Ein großes Gebäude, das Wohnräume, Kirche und
Arbeitsräume enthält, ist vorhanden. Eine Landungsbrücke war im Jahre 1905
im Bau. Ein kleines Fahrzeug ist schon in Makovik gebaut worden, Brenn-
material ist reichlich vorhanden,
Ragged-Inseln.
Fischerfahrzeuge ankern in den Durchfahrten zwischen den Inseln, die
Ankerplätze sind aber nicht gut.
Ein Dampfer kommt auf der Reise von und nach St. Johns über Battle
Harbour im Sommer alle vierzehn Tage nach den Ragged-Inseln,