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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

Ekman, V. W.: Der adiabatische Temperaturgradient im Meere, 341

sich erstrecken, und: da die Anordnung der alten graphischen Tabelle für den
vorliegenden Zweck nicht eben geeignet ist, So schien es mir angemessen unter
Benutzung der im internationalen Laboratorium zu Kristiania ausgeführten Kompressibilitätsmessungen!)
 eine Neuberechnung vorzunehmen, Dabei soll der
adiabatische Temperaturgradient tabuliert werden, der mit dem wirklich
beobachteten vertikalen Temperaturgradient unmittelbar verglichen werden kann,
Er mag mit öt bezeichnet werden,
Die adiabatische Temperaturdifferenz pro Zentimeter ist:?)
Te 7
0.00001 öt = 77-8 N
wo T = die absolute Temperatur des Wassers (273 + %),
eg — seinen thermischen Ausdehnungskoeffizienten,
ep = seine spezifische Wärme bei konstantem Druck,
J = das mechanische Wärmeäquivalent, und
gg =die Schwerebeschleunigung bedeutet, I
die zwei letzteren Größen in C.G.S.-Einheiten ausgedrückt. ”
In Wasserkalorien bei 15° gemessen, ist J= 41900000. Der Wert von g
in der Meeresoberfläche ist in 0°, 45° und 90° Breite bzw. 978.0, 980.6, 983,2;
er soll, infolge theoretischer Erwägungen, mit der Tiefe um 0,22 pro 1000 m
wachsen,
Für e ist eine kleine Tabelle zugänglich?. Hinsichtlich cp ist man auf
die alten Messungen von Thoulet und Chevallier angewiesen*), Diese sind
mit eingedampftem, beziehungsweise verdünntem Wasser aus dem. Armelkanal
bei 17.5° ausgeführt. Unter der Voraussetzung, daß die Anderung von C,y mit
der Temperatur dieselbe ist wie für reines Wasser, erhält man folgende Werte
von cn bei atmosphärischem Druck’ (co): ;

7x4

k7
“()

_—_. 90

AO

XC

40°

5

20°

00 =28 0.942 0.941 | 0.938 | 0.935 | 0.933 | 0.932
0 = 32 0.935 0.934 0.931 0.928 0.926 0.925

Die Änderung von c, mit dem Druck läßt sich mit Hilfe einer bekannten
thermodynamischen Gleichung berechnen, Sie lautet, wenn der Druck p (Atmosphärendruck
 immer abgezogen) in der 10°-fachen C.G. S.-Einheity also. in
»„Dezibar« gemessen wird, und wenn v und © das spezifische Volumen bzw. die
Dichte der Flüssigkeit bedeuten:
dCp T dv T ne
SD E00 pe} . . 8%

Der Dezibar entspricht ungefähr dem Drucke einer 1 m hohen Wassersäule.
 Mittels Tab. II in Publ. de cire, Nr. 49, läßt sich der Druck p in irgendeiner
 Meerestiefe m. berechnen oder umgekehrt die Meerestiefe m, in welcher ein
bestimmter Druck p herrscht. Aus dieser Tabelle mag folgender Auszug gemacht
werden, dessen Zahlen sich auf ein Meer von der Temperatur 0° und 0öo-Wert = 28
in 45° Breite beziehen. - .
p=0 1000 2000 3000 - 4000 5000 6000 8000 10 000
m= 0 990 1975 2955 3931 4902 5870 7793 9701

Nachdem 5e/0t und dann nach Gleichung (2) Ocp/0p berechnet worden
war, wurde mittelst graphischer Integration co — Cogooı Co — Cao00 USW. berechnet,
W”, Ekman, Publications de circonstance Nr. 43. Kopenhagen 1908.
W. Ekman, Publications de eirconstance Nr. 23, S. 5,
:, V. W. Ekman, Tabellen für Meerwasser unter Druck. Publ. de ecire. Nr. 49. Kopenhagen
 1910. ; 2
4) Thoulet., Comptes Rendus t. 108, S. 794. Paris 188%.
            
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