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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1914. 
gekommen, der erstgenannte 1912 in »The Ocean waters, an introduction to 
physical oceanography«!), wo er eine gegenüber der ersten Ekmanschen etwas 
umfassendere Diagrammtafel zur Reduktion der adiabatischen Temperaturen in 
situ auf potentielle Temperaturen (1 Atmosphäre Druck, Meeresoberfläche) 
gibt, der zweitgenannte in einem trefflichen besonderen Abschnitt seiner Hydro- 
graphy der »Thor«-Beobachtungen“), wobei auch die Folgerungen der Wärme- 
zunahme auf die Dichte der untersten Wassermassen in Betrachtung gezogen 
werden, ein Punkt, den übrigens schon F. Nansen 1904 auch erörterte, 
Den Beschluß in dieser geschichtlichen Übersicht bildet das neue Material 
von S. M. S, »Planet« aus den Jahren 1907 bis 1913, gesammelt im tropischen 
Teil des westlichen Stillen Ozeans. 
Was nun die Theorie der Erscheinung selbst betrifft, so wolle man 
am besten an dieser Stelle die neuen, für den vorliegenden Zweck von V. Walfrid 
Ekman verfaßten Darlegungen »Über den adiabatischen Temperaturgradient im 
Meere«®3) lesen; in ihnen sind die neuen von Ekman 1906/7 ausgeführten Kom- 
pressibilitätsmessungen verwertet, und die Tabellen des Ekmanschen Aufsatzes 
liefern somit die besten Werte, die die Theorie fordert. Wir haben sie auf der 
Seewarte nach zwei Richtungen noch ergänzen zu können geglaubt. Ekman 
geht in seiner Formel von der adiabatischen Temperaturdifferenz pro cm aus 
und gibt in der Tabelle den 105fachen Wert dieser Größe; .so erklären sich 
schon für 0m Tiefe die berechneten Größen. Anderseits kann man, wenn man 
die Mittelwerte der Ekmanschen Zahlen zwischen zwei Niveaus (z. B. bei — 2° 
Temperatur zwischen 0 m 0.016 und 1000 m 0.036 = 0.026) berechnet, die zunächst 
für die mittlere Tiefe (hier 500 m) gültig sind, ohne Fehler diese Mittelwerte 
benutzen als adiabatischen Temperaturgradient für die gesamte Wassersäule von 
0 bis 1000 m; wenn man diese Werte wieder von 1000 m-Schicht zu 1000 m-Schicht 
addiert, so erhält man ohne weitere Interpolationsrechnungen in genügender 
Genauigkeit den Gesamtbetrag, um den eine homogene Wassermenge bei auf- 
wärts oder abwärts gerichteter Bewegung adiabatisch sich abkühlt bzw, erwärmt. 
Dies ist in Tabelle VI für Ozeanwasser (09 = 28.00) und in Tabelle VII für 
Mittelmeerwasser (0, = 31.00) und für Wasser des Roten Meeres (09 = 32.00) 
Tabelle VI. Adiabatische Temperaturänderung mit der Tiefe. 
dog = 28. 
Tiefen- 
intervall 
in m 
I 
) | DS 
0° 
A920 
6 
8° 
9. 
b 
4 
D 
A 
4 
b 
a | b 
0—1000 
L000—2000 
2000—3000 
3000— 4000 
1000—5000 
5000—6000 
5000—7000 
7000—8000 
3000 — 9000 
3000—10 000 
0.026 | 0.026 
046, 072 
066! 138 
084, 222 
102 | ‚824 
118| .442 
0.044 
064 
082 ı 
1100 | 
116° 
132 
148 
162 
1176| 
88 
0.044 
‚108 
‚190 
‚290 | 
‚406 
‚538 
‚686 
‚848 
1.024 
T 919 
0.062 
080 | 
„098 | 
114 
‘1830| 
144 
158 
172 | 
A184: 
"196° 
0.062 0.078: 0.078 
142 1.096 0.174 
2240| 1412| 286 
3354| 128! ‚414 
‚484 | 142 656 
628 | 156 712 
‚786 169 881 
‚958 181‘ 1.062 
1.142 193 1,255 
1338 29204 1.459 
0.095 0.095 0.110| 0.710 
110, .205 .125| .235 
158! ve 5450| ‚374 
1140| ‚4711 „152! ‚626 
Tiefen- 
intervall 
in m 
10° 
12° 
14° 
16 
18° 
a 
GG 
b 
a 
b 
h 
a 
h 
fr 
bh 
a . b 
0—1000 \ 0.125, 0.125 0.140 | 0.240 | 0.154 0.154 0.168 0.768, 0.182 0.182 
1000—2000 139! .264| 152 ‚2092| 166 320) 178 3406| 191, 973 
2000—3000 2132| 210| 165 1457| 178 498 | 
3000—4000 | 1165| 5817| 176 6332| 188 686 
0.194 0.194 
203 397 
1 | 
Ebenda, Hydrograph. Supplemente. I. Serie, 2, Heft, 8. 51 ff. 
Vgl. Fußnote Nr. 1, oben S. 325. % 
Vgl. den nachfolgenden Aufsatz in dieser Zeitschrift, 1914, S, 340 bis 344. 
} a == adiabatische Temperaturänderung für je 1000 m. 
5 b = adiabatische Temperaturänderung von der betreffenden Tiefe bis zur Oberfläche.
	        
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