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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

a8 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1914, 
Fire. 8. 
Bei solchen mehrfachen Fur- 
chen läßt sich zum Teil, wie die 
Temperatur, so auch die Anderung 
der Windrichtung noch durchaus 
nicht mit der Verteilung des Luft- 
druckes in Übereinstimmung brin- 
gen. So ist in Fig. 8 zwar das 
Ausschießen des Windes von Süd- 
ost nach West beim Heranziehen 
des schmalen Rückens hohen 
Druckes von Westen her ganz ge- 
setzmäßig; aber als das Baro- 
meter wieder fiel, ging der Wind 
nicht wieder zurück, sondern zu- 
nächst noch weiter nach WNW 
um. Die Erklärung dafür können 
wir erst von weiteren Unter- 
suchungen erwarten, namentlich 
wenn diese auch Beobachtungen 
aus der freien Atmosphäre hinzu- 
zuziehen imstande sein werden. 
Zum Bilde einer typischen 
5 Tu: 188 Böe gehören aber als sehr wesent- 
Hamburg, 16.17, Juli 1884. liche Teile auch die schwere Wolke 
und der Regen, Schnee oder Hagel, die gewöhnlich den Windstoß begleiten. Ist 
der Himmel nicht schon vor der Böe allzusehr bedeckt oder die Luft schon 
unsichtig, so kann man folgenden Aufbau der Wolken an ihr erkennen. 
No 
Jh 
‘Ma 
(Oh 
'oh N 
Hamburg 
Magdeburg 
Wunustroöw 
Berlin 
Swinemünde 
Konenharen 
Neufahrwasser 
a 
16.17. Juli 1884.
	        
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