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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1914, 
2. Tabelle der Korrektionen für die Umkippthermometer. Antwort 
an Dr. Schulz. Etwas spät bekam ich die Notiz von den von Dr. Schulz 
gemachten Bemerkungen über meine Korrektionstabellen für Umkippthermometer 
Richter in den »Ann, d. Hydr. usw.« 1914, S, 56, 58. Indem ich mir vorbehielt die 
Vorteile der von mir verfolgten Methode ausführlicher im »Bolletino del Comitato 
Talassografico« darzutun, erlaube ich mir, dieselben nachstehend nochmals kurz 
zusammenzufassen. VAT 
Ve Es ist wahr und einleuchtend, daß, anstatt die beiden Produkte ( . T) und 
Mn . t) getrennt zu berechnen, man eine einzige Tabelle berechnen kann mit 
den Interpolationen Sa“ (T — t), aber, auch abgesehen von der auch von 
Dr. Schulz anerkannten Tatsache, daß meine Tabelle auch mit dieser Formel 
angewendet werden kann, indem man in der Temperaturentabelle den Wert T—t 
sucht, lehrte mich die Erfahrung, daß durch Suchen der beiden getrennten 
Werte, und durch Subtraktion, man eine bessere Näherung erhalten kann, so 
daß der Fehler in den Interpolationen nie die Einheit der zweiten Dezimale 
übertrifft. Aus zahlreichen gemachten Vergleichen, von denen ich einige 
Beispiele in der Bolletino wiederbringe, geht hervor, daß der durch meine 
Methode erhaltene mittlere Fehler nicht 0.005 erreicht, während man mit der 
Tabelle der »Deutschen Seewarte«, selbst wenn man die doppelte Interpolation 
für die Werte T—t und V+T macht, einen größeren, mittleren Fehler erhält, 
der infolgedessen in der Abrundung die zweite Dezimale angreift, 
In der Tabelle der »Deutschen Seewarte« sind die Werte V+T von 
10 zu 10 angegeben, was Veranlassung zu einer doppelten Interpolation gibt, 
die immerhin unpraktisch und in meiner Tabelle gemieden ist, 
Wenn man, als weniger wichtig, die Interpolation für die mittleren Werte 
V-+T nicht berücksichtigt, so hat man Fehler, die bis zu zwei Einheiten der 
zweiten Dezimale erreichen können. Zum Beispiel für V +T = 206.0, T =300t = 9.70, 
die wirkliche auf Tausendstel abgerundete Korrektion ist 0.66, während die, von 
der Tabelle der »Deutschen Seewarte« gewonnene Korrektion ohne Interpolation 
für V+T, 0.68 ist. 
Ein anderes Argument, das mir entgegengehalten wurde, ist das, daß ich 
bei der Abrundung der Werte Sa bis zur vierten Dezimale die fünfte, wenn 
auch höher als 5, nicht berücksichtigt habe, was im Produkt dieser Werte für 
T und t und in der allmählichen Abrundung zur dritten Dezimale in vielen 
Fällen einen größeren Fehler als 5 veranlassen kann in dieser dritten Dezimalen, 
Ich gebe zu, dies sei wahr, aber der daraus entstehende Fehler ist immerhin 
kleiner als eine Einheit der zweiten Dezimalen, das heißt in den Grenzen der 
Beobachtungsfehler. Ich wiederhole, daß durch Benutzung der Tabelle der 
»Deutschen Seewarte«, selbst falls man die doppelte Interpolation anwenden 
sollte, ein Fehler von mehr als 0,5 in der zweiten Dezimale sehr häufig ist, 
häufiger als durch Anwendung meiner Tabelle mit getrennten Produkten, trotz 
dem hervorgehobenen Mangel. G. Feruglio. 
3. Bemerkungen zur vorstehenden Erwiderung von G&. Feruglio. Die 
Unterschiede, die Feruglio beim Berechnen der Korrektionswerte für das 
Tiefseeumkippthermometer nach Richter fand, indem er einmal die Werte für 
die Produkte Na” -T und at t den Tabellen getrennt entnahm und durch 
Differenzbildung dieser Werte die endgültige Korrektion erhielt, zweitens aber 
zuerst T— t bildete und dann den Tabellen sogleich den endgültigen Wert für 
a (T—t) entnahm, beruhen darauf, daß Feruglio für die erste Methode 
seine Tabelle, in der die Werte auf Tausendstel Grad angegeben sind, benutzt 
hat, für die zweite dagegen die der »Deutschen Seewarte«, die auf Hundertstel 
genau ist. Bei einem Vergleich der Methoden muß aber gleichartiges Material 
zugrunde gelegt werden. Geschieht dies, so ergeben sich übereinstimmende 
Werte. Es empfiehlt sich daher, den bequemeren Weg vorzuziehen, also, wie von
	        
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