accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

1499 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1914. 
Turnavik-Inseln. 
An der Südwestseite von Nord-Turnavik befindet sich ein Hafen, in dem 
etwa 50 Schiffe nebeneinander vermuren können. Die Dampfer laufen jedoch 
den Hafen von West-Turnavik an. Dieses Eiland hat an der Südostseite eine 
fast ganz von Land eingeschlossene kleine Bucht mit ziemlicher Wassertiefe, in 
der aber Schiffe von mehr als 30 m (100) Länge nur mit Hilfe von Verhol- 
leinen drehen können. Fischer suchen den Hafen auf, um ihre Fänge zu sammeln 
und einzusalzen. 
Die Einfahrt nach der Bucht ist leicht aufzufinden; ein paar weiße Hütten 
sind auffällig, wenn man vom Süden oder Westen kommt. Ortsunkundige dürften 
jedoch das Eiland selbst schwer erkennen, wenn sie aus einer anderen Richtung 
als von Süden oder Westen kommen, 
Eine gewöhnlich durch Brandung kenntliche Klippe liegt etwa !/, Kblg 
vor der nordöstlichen Einfahrt, aber gut frei von dem in die Bucht führenden 
Fahrwasser, Eine andere Untiefe liegt etwa 1 Kblg südlich von der südwest- 
lichen Einfahrtshuk., 
Das Fahrwasser zwischen Kap Aillik und dem Eiland ist rein, sollte aber 
nur bei Tage befahren werden, da sich an beiden Seiten gefährliche Untiefen 
befinden. Diese sind gewöhnlich bei sehr stillem Wetter zu sehen. 
Beträchtlicher Tidenstrom setzt in nordöstlicher und südwestlicher Richtung 
an dem Eiland entlang. 
Schuner können an einer Ladebrücke aus Balken anlegen. 
Guten Ankerplatz auf etwa 27 m (15 Fad.) Wasser findet man auch eben 
vor der Einfahrt in einer hufeisenförmigen Bucht, die durch eine Anzahl von 
Inselchen und Riffen gebildet wird und nach See zu offen ist. 
Ein Dampfer von Neufundland kommt im Sommer alle 14 Tage nach 
dem Hafen. (Fortsetzung folgt.) 
Kleinere Mitteilungen. 
1. Die Eisverhältnisse der nordpolaren Meere im Jahre 1913°). Mit 
großer Pünktlichkeit ist wieder der Bericht des dänischen Meteorologischen 
Instituts über die Eisverhältnisse der nordpolaren Meere erschienen, bearbeitet 
von Commander C.J. H. Speerschneider. Aus dem ausführlichen, mit Karten 
für die Lage des Eises in den Monaten April bis August ausgestatteten Bericht 
werden wie in früheren Jahren hier die Hauptangaben über die Eisverhältnisse 
zusammengestellt, Es sei auch wieder darauf aufmerksam gemacht, daß das 
dänische Institut alle Kapitäne, die in den arktischen Meeren fahren, um Ein- 
sendung von Nachrichten über angetroffenes Eis bittet und bereit ist, Mitteilungen 
über die Eisverhältnisse in früheren Jahren wie auch Karten und Formulare für 
Beobachtungen zur Verfügung zu stellen. 
Barents-See. Ebenso wie im Jahre 1912 waren die Eisverhältnisse hier 
ungünstig, indem die Eisgrenze zu Beginn des Sommers südlicher lag wie in 
normalen Jahren; anderseits war das Eis nicht dicht gepackt, so daß schon im 
Juni die Matoschkin-Straße erreicht wurde. Bei der Bären-Insel lag das Eis 
bis Juli und erstreckte sich namentlich im Mai und Juni südlicher wie seit vielen 
Jahren; es verschwand endgültig erst Ende August. Archangel wurde eisfrei 
am 3. Mai, und im Laufe des Monats wurde das Weiße Meer ebenfalls eisfrei, 
Kara-See. Die Eisverhältnisse in der Kara-See können günstig genannt 
werden. Wenn im Juli auch bei der Waigatsch-Insel noch schweres Eis ge- 
troffen wurde, so war im August der südliche Teil der Kara-See eisfrei, und der 
Dampfer »Correct« konnte bis zur Jenissei-Mündung durch die Kara-Straße vor- 
dringen, ebenso ein russischer Dampfer durch die Matoschkin-Straße. In der 
1) Nach Isforholdene i de arktiske Have 1913. 5S,-A. aus: Danske meteorologiske Instituts 
nautisk-meteorologisk Aarbog 1913.
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.