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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1914, 
Nain ungefähr rw, 225° (mw. W3/,S), 2 Kblg entfernt peilen. Man umfahre dann 
die Huk in angemessenem Abstande und halte nach dem Ankerplatz vor der 
Station der Herrnhuter. Das Bakenpaar westlich von der Station in Linie führt 
eben frei von den Felsblöcken an der Südseite, das Bakenpaar südlich von der 
Station in Linie eben frei von den Felsblöcken an der Nordwestseite des Hafens. 
Im allgemeinen nimmt an dieser Küste die Wassertiefe gleich außerhalb 
der Felsblöcke plötzlich zu. 
Eis. Der Hafen ist gewöhnlich von Ende November bis Ende Juni für 
die Schiffahrt gesperrt. Mitunter ist jedoch auch noch im Juli viel Treibeis vor 
der Küste. 
Tiden. Die Hafenzeit für Nain ist 7b 9min, die Springhochwasserhöhe 
2 m (61/2). 
Ankerplatz, Man ankert vor der Station der Herrnhuter auf 24 m (13 Fad.) 
Wasser über Schlickgrund. 
Hafenanlagen, Eine sehr gute Ladebrücke mit 1.5 bis 2 m (5 bis 61’) 
Wasser längsseit ist vorhanden, ebenso ein Landungssteg. 
Die Station Nain der Herrnhuter-Mission wurde im Jahre 1771 gegründet. 
Die Gebäude der Station sind fest und geräumig. Hinter der Station erstreckt 
sich 1 bis 2 Sm weit das Tal hinunter ein Wald mit etwa 9 m (30') hohen 
Lärchen und Fichten, Rüben, Möhren, Salat, Kohl, Runkelrüben und Kartoffeln 
wachsen in den Gärten der Mission. Die Kartoffeln müssen aber gegen Frost 
geschützt werden, 
Von Pelztieren ist der Fuchs am meisten vertreten, seine Sommerdecke 
ist jedoch wertlos. Selten ist der Marder; auch Polarbär, Luchs und Nerz sind 
nicht zahlreich, 
Schiffsverkehr. Im Jahre 1906 kamen zwei englische Dampfer und 
zwei englische Segelschiffe mit Ladung und ein englischer Dampfer in Ballast 
in den Hafen; 2 Dampfer und 1 Segelschiff verließen den Hafen mit Ladung, 
1 Dampfer und 1 Segelschiff in Ballast. 
Dampferverbindung mit St. Johns über Battle Harbour ist im Sommer 
14tägig. 
Schiffsausrüstung. Kohlen und Proviant sind nicht zu haben. 
Der deutsche Konsul wohnt in dem Gebäude der Herrnhuter-Mission. 
Ford Harbour. 
Quellen: Englisches Shb, »Newfoundland and Labrador Pilot«, fourth Edition 1907 mit dem Nach- 
trage vom Jahre 1910; Amerikanisches Shb. »Newfoundland and the Labrador Coast«, third Edition 
1909. Brit, Adm-Krt. Nr. 1422, Labrador; Nr. 375, Sandwich Bay to Nain including Hamilton Inlet, 
Plan: Ford Harbour. 
Ford Harbour ist eine nach Osten offene Bucht am Ostende der Insel 
Tunnulusoak, Das Ufer an der Südseite des Hafens bildet ein niedriges terrassen- 
förmig ansteigendes Vorland; westlich von diesem befindet sich Marschland, 
über das hinweg der Hafen von Südwesten aus zu sehen ist. Felsblöcke be- 
säumen die Ufer des Hafens, die Wassertiefe nimmt aber außerhalb davon 
schnell zu. Die geographische Lage des Beobachtungspunktes ist 56° 26’ 59” N-Br. 
und 61° 13’ 13” W-Lg. Die Mißweisung ist dieselbe wie für Nain. 
Landmarken. Etwa 23 Sm südöstlich von Ford Harbour liegt die Insel 
Kikkertaksoak (Spracklings Island), die an ihrem Südende 2 spitze Gipfel von 
142 m (465) Höhe und an ihrem Nordende einen hohen Hügel trägt. Ukallik 
(Hare island), etwa 5 Sm ostnordöstlich davon, hat einen Doppelgipfel von 61 m 
(200’) Höhe. Kidlits (Outside Islands) heißen die beiden Inselchen 10 Sm ost- 
nordöstlich von der Insel Kikkertaksoak; die westliche ist etwa 30 m (100’), die 
östliche 12 m (40’) hoch. 1.7 Sm und 3 Sm nördlich davon ragen zwei Klippen 
9 und 15 m (30’ und 50’) aus dem Wasser empor. Die kuppelförmige, etwa 122 m 
(400’) hohe Felseninsel Uvingiayuk (Lopsided Island) liegt 21/, Sm westsüdwestlich 
von Kikkertaksoak, kleinere Inseln liegen nördlich davon. Eine größere Anzahl 
noch ungenau vermessener Inseln liegt auch zwischen Kikkertaksoak (Sprack- 
ling Island) und der 91m (300’) hohen Insel Kikkertaksoak (Big Island), 13 Sm nord-
	        
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