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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1914. 
Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland. 
1. Häfen an der Küste Labradors., 
(Amtlich) 
Port Manvers. 
Quellen und Karten wie vordem S, 234 und Plan »Port Manvers« auf der Brit. Adm-Krt. Nr. 1422, 
Port Manvers, etwa 45 Sm südlich von Okkak, ist ein geräumiger und 
sicherer Hafen. Die geographische Lage der Einfahrt ist ungefähr 57° 0’ N-Br., 
und 61° 17’ W-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1914 ist 41° W, ihre jährliche 
Abnahme etwa 5, 
Landmarken. Kig la pait heißt das Hochland nördlich von Port Manvers, 
Die höchste Erhebung dieses Hochlandes ist ein runder breiter Gipfel, der zu 
wenigstens 610 m (2000’) Höhe ansteigt. Im nördlichen Teil sind die Gipfel der 
Hügel zackig. Nord- und Südende des Hochlandes fallen steil zu niedrigem 
Lande ab. 
Die Sentinel-Klippe, auf etwa 56° 48’ N-Br. und 60° 45’ W-Lg., ist eine 
einzelne dunkelgraue Klippe von etwa 24 m (80) Höhe. Sie ist steil an der 
Nordostseite und fällt an der Südwestseite allmählich ab. 3 Sm südwestlich von 
der Klippe erhebt sich nahe beim Südwestende einer langen schmalen Insel ein 
breiter Gipfel zu 122 m (400’) Höhe, und 9 Sm südwestlich von der Klippe liegt 
eine 1!/, Sm breite Insel mit drei Hügeln von je 122 m (400’) Höhe. Zwei kleine 
weiße Inselchen von etwa 21 m (70) Höhe liegen 2 Sm südwestlich von dieser 
Insel. Notch-Klippe, 3'/, Sm rechtweisend ungefähr WzN von der Sentinel-Klippe, 
ist 18 m (60°) hoch und hat an ihrem südöstlichen Teile eine bemerkenswerte 
Schlucht, die auf südwestlichen Peilungen zu erkennen ist. 3 Inseln liegen ferner 
9 Sm nordwestlich von der Sentinel-Klippe und nahe beim Ostende einer großen 
hohen Insel, anscheinend der Orton-Insel (nach der Brit. Adm-Krt. Nr. 1422). 
Mount Thoresby heißt der 833 m (2733) hohe Berg auf der großen Insel an der 
Ostseite von Port Manvers, Die Nordwestseite des Berges steigt in drei Staffeln 
steil an; an seiner Südwestseite ist ein langer ebener Abhang, der am Schluß 
steil zu niedrigem Lande abfällt. 
Zahlreiche Inseln liegen nordöstlich von der Einfahrt nach Port Manvers, 
am nächsten dabei die Inseln Trio, Saddle, Bouverie und Manby. 
An- und Einsteuerung. Etwa 1 Sm westlich von der Insel Saddle liegt 
eine selten durch Brandung kenntliche Klippenreihe, die beim Anlaufen des 
Hafens gemieden werden muß, Vor der Einfahrt, etwa !/„, Sm weit draußen, 
ragen die Willis-Klippen über Wasser, auch die anderen, weißlich aussehenden 
Klippen in der Einfahrt sind aus einiger Entfernung zu sehen, 
Die Einfahrt in den Hafen ist zwischen Medusa Bluff im Osten und Thalia 
Point im Westen etwa 1 Sm breit, Das Fahrwasser nach dem Hafen hat nirgends 
weniger als 26 m (14 Fad.) Wassertiefe, in der Mitte des Hafens sind 80 m 
(44 Fad.). Das Wasser ist so klar, daß man auf 14.6 m (8 Fad.) Wasser noch 
den Grund sehen kann. 
Beim Einsteuern laufe man etwa 1 Kblg südöstlich von den Willis-Klippen 
entlang und mit etwa rw. 239° (mw. W7’/,N)-Kurs in den Hafen hinein, Um die 
blinden Klippen vor der Fletcher-Huk zu meiden, die 3, Sm südwestlich vom 
Medusa Bluff liegt halte man die Insel Bouverie in der ungefähren Peilung 
rw. 71° (mw. OSO) nordwestlich frei vom Medusa Bluff. Ist man frei von den 
Klippen, so halte man nach einem Ankerplatz an der einen oder der andern 
Seite des Hafens. 
Tiden. Die Hafenzeit für Port Manvers ist 6h; die Springhochwasserhöhe 
beträgt 1.5 m (5). 
Ankerplatz. In der Medusa-Bucht, an der Südostseite des Hafens, kann 
man in 3 bis 4 Kblg Abstand vom Lande ankern; in der Bucht kann man Holz 
und Wasser bekommen. Guten Ankerplatz über weichem Grund findet man auch 
in der Caplin-Bucht an der Westseite des Hafens; diese Bucht ist jedoch nicht 
so bequem.
	        
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