Defant, A.: Zur Theorie der. Gezeiten im Adriatischen Meere,
und daraus als allgemeines Integral} HH h
? = Asin 2* + Beos 22. .
Vgh Vgh
Die Grenzbedingung für das geschlossene Ende x = 0 ist £= 0. Daraus
folgt B= 0 und somit a
nxX . %
& = A sin —— cos (nt + 7);
Veh
- «=
Pa
für das andere Ende des-Kanals x = a, -das in das offene Meer mündet, in
dem eine. periodische Gezeitenbewegung 7” = C cos (ot-+e) vorhanden ist, muß
na = C cos (ot-+ 5). sein. Da 7 = —h at ist, folgt für x= a
“ah na
Na = —,—— A cos ——— cos (nt + >) = Ccos (ot +)
Vgh . Ygh
; h \C
dg=N, ı=& und — ZB Az
Ygh. eos „na a
Ygh
und schließlich
oxX
n= '_YVgh
C sh
. PA cos (g t +
E);
Da die Periode der Eigenschwingung des Kanals, als See betrachtet,
Tr = za und die Periode der erzeugenden Kraft T nz ist, so wird
Vgh . 7
nn a wenn — X und = © ist und
Yzl = VPITY, Y = T Yy = = Ss N
3) n = C-DZT wos(gt+e).
Die Ausbildung der einzelnen Schwingungen im Kanal, angeregt
durch die Gezeitenbewegüng im offenen Ozean, hängt von Parameter v
ab, dem Verhältnis der Periode der Eigenschwingung des Kanals zu
derjenigen der anregenden Kraft.
Die Lösung verliert ihren Sinn für jene Werte von v, bei denen cos» x = 0
wird; denn dann wird die Amplitude mathematisch unendlich; es tritt der Fall
des »Mitschwingens« ein; dies erfolgt bei den Werten vv = !/, 3, 5) usw., hier
also dann, wenn die Periode der Eigenschwingung des Kanals das !/,- bzw. %,-
usw. -fache der Periode der erzeugenden Kraft beträgt!). Die Anzahl der Knoten-
linien der einzelnen Schwingungen ist gegeben durch die Gleichung cos» x y == 0
(y = 0 am geschlossenen, y = 1 am offenen Ende des. Kanals), Die Lösung ist
= =1,8 5 7...... bei 0s<yz1
i) Zieht man auch die Reibung in Betracht, so kommt zur Differentialgleichung 2 auf der
linken Seite noch ein Glied g Sr hinzu, worin 8 der Reibungskoeffizient ist. Die Lösung der
Differentialgleichung bei gleichen Grenzbedingungen lautet ;
Vsinh? » zym-} cos?» xyn 71
= COS lobt — (€ — &
+? Y sinh? mM A 08? .75.1 [ 2)
worin m und n die Gleichung erfüllen müssen. 1 )/ 1— Ai = m+ni.
Man ersieht aus der Lösung, daß auch für » — Mo, Ya, So... usw. die Amplituden endlich
bleiben, jedoch in der Nähe dieser Werte endliche maximale Werte annehmen, Außerdem tritt durch
die Reibung eine Phasenverschiebung ein. Darüber siehe weiteres in R. Witting, Tidvattnen i
Östersjön och Finska Viken. Helsingfors 1911.