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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland. 
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Saddle-Eiland ist leicht an seiner Höhe zu erkennen und gut zu unter- 
scheiden von - den anderen verhältnismäßig niedrigen Inseln, von denen viele auch 
ein sattelförmiges Aussehen haben, Nach Passieren von Saddle-Eiland steuere 
man auf den steilen und auch unter Wasser steil abfallenden Table Hill zu, 
Eis. Die Häfen und Buchten dieser Gegend frieren etwa Mitte November 
nach außen hin bis zur Grenze des tiefen Wassers zu. Anfang Dezember er- 
scheint dann das Nordeis, von dem sich Teile festsetzen und gegen Ende des 
Monats das sogenannte Festeis bilden, an dem das südlich setzende Nordeis eine 
Kante schleift, die von Insel zu Insel oder von Klippe zu Klippe als gerade Linie 
verläuft. Die Küstenbewohner kommen: dann zur Robbenjagd an der Eiskante 
mit Hundeschlitten auf das Festeis. Im Januar erscheint Tafeleis, das gelegentlich 
1.5 bis 6.1m (5 bis 20’) aus dem Wasser ragt, und um dieselbe Zeit werden auch 
kleine Eisberge gesehen. Bis Juni oder Juli setzt das Eis draußen ununterbrochen 
nach Süden. Im Winter herrschen nordwestliche Winde vor und werden wohl 
gelegentlich, aber immer nur für kurze Zeit, von nördlichen oder östlichen Winden 
unterbrochen. Auch südliche Winde kommen vor und treiben, wenn sie stürmisch 
werden, das Eis auf einige Stunden vom Lande ab. Aber sobald ihre Kraft nach- 
läßt oder ihre Richtung sich ändert, kehrt es zurück, 
Von einem etwa 305m (1000) hohen Hügel an der Saglek-Bucht sah 
man zwischen dem 1. und 15. August 1887 die See vollständig mit Eis bedeckt, 
das erst am 20. August wieder verschwand; aber im Jahre 1905 konnte ein Boot 
am 21. Juni durch das Eis nach Okkak gelangen. 
Tiden. Die Hochwasserhöhe beträgt etwa 2.1 m (7°). 
Die Tidenströme sind stark zwischen Nanuktuk und dem Festlande, 
Einsteuerung. Im nordwestlichen Teil der Bucht vor der Missionsstation 
liegt eine Untiefe mit geringer Wassertiefe, die durch eine rote Tonne gekenn- 
zeichnet ist. Beim Einlaufen muß man südöstlich von der Tonne entlang laufen; 
auch bleibt man frei von der Untiefe, wenn das weiße Kreuz am Abhang eines 
Hügels in der Peilung rw. 258° (mw. NWzW%/,W) mit der Kirche in Linie ist. 
Ankerplatz. Ankerplatz auf 24 m (13 Fad.) Wasser über Schlicekgrund 
findet man vor der Missionsstation. Die Bucht ist hier ungefähr 4 Kblg breit. 
Die Station Okkak der Herrnhuter Mission besteht aus einer Kirche, einem 
Wohn- und einem Krankenhause. Dieses hat sieben Betten für Erwachsene und 
zwei kleine Betten für Kinder, einen Operationsraum und einen Raum für nicht 
an das Krankenhaus gebundene Kranke, eine Apotheke und sonstige Mittel zur 
Krankenbehandlung. Einige Häuser für Eingeborene sind vorhanden, Die Ein- 
wohnerzahl beträgt 350. Okkak ist die größte Niederlassung der Eskimos. Im 
Jahre 1904 erlegten sie etwa 1200 Robben und 500 bis 600 Renntiere., 
(Fortsetzung folgt.) 
Kleinere Mitteilungen. 
1. Macquarie-Hafen. Tidensignale an der Westseite der Einfahrt. (Nachtrag 
zu S. 161 der »Ann, d, Hydr. usw.« 1914, Heft III.) (Amtlich) 
Tagsignale 
am Signalmast gezeigt 
CE 
A 
Tiefe auf der Barre 
Fuß 
3.05 | 
10 
3.35 | 
3.66 | 
11 
192 
Tagsignale 
am Sigenalmast gezeigt 
Tiefe auf der Barre 
Fuß 
4.57 
1,88 
5.18 
15 
16 
7 
3,96 13 
| 4.27 14 { 
Ein roter Wimpel unter den obigen Signalen bedeutet: 15.2 cm (!/, Fuß) mehr Wasser.
	        
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