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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland. 
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vom südöstlichen Ausläufer der Insel Kikkertaksoak, Etwa in der Mitte zwischen 
Kap Chidley und Eclipse-Hafen liegt ein breites Kap, das an seiner Nordostseite 
steil abfällt; es ist in nordwestlichen Peilungen gut auszumachen. 
Südwestlich von der Kamaktorvik-Bucht (59° 26’ N-Br. und 63° 40’ W-Lg.) 
liegt etwas landeinwärts ein hoher breiter Berg von etwa 1220 m (4000’) Höhe. Four 
Peaks heißen die 4 sehr hohen Berge zwischen der Kamaktorvik-Bucht und dem 
Eclipse-Hafen, die als höchstes Land der Küste Labradors zu 1524 bis 1829 m 
(5000’ bis 6000’) Höhe ansteigen. Die Berge sind sehr auffallende Landmarken, 
der nördliche ist durch ein Tal von den übrigen getrennt. 
Ansteuerung. Zwischen Kap Chidley und der Nachvak-Bucht (59° 4’ N-Br.) 
liegen kleine Inselchen und blinde Klippen, die bis zu 5 und mehr Seemeilen 
von der Küste entfernt sind. Die 9m (30’) hohe Klippe 3 Sm südlich vom süd- 
östlichen Ausläufer der Insel Kikkertaksoak ist die nördlichste dieser Klippen- 
reihe, Etwa 10 Sm östlich von der nördlichen Einfahrtshuk zur Kamaktorvik- 
Bucht liegt die Alexander-Untiefe etwa 5,5 m (18') unter Wasser, 
Dichter Nebel liegt an diesem Teil der Küste oft über kleinen, scharf ab- 
gegrenzten Flächen, Am 11. August 1905 traf H.M.5S. »Scylla« vor Kap Chidley 
Nebel, der zeitweise keine Aussicht gestattete, zeitweise etwas lichter wurde, so 
daß man auf !/, Sm Abstand die Küste sehen konnte. 
Dasselbe Schiff wurde am 11. August vor Kap Chidley von Eis eingeschlossen, 
dagegen war am 19. August.nur wenig Eis vor dem Kap. 
Im Eclipse-Hafen bildete sich im Jahre 1860 Eis am 14, Juli. Auf dem 
Festlande an der Westseite des Hafens war das Eis eines Teiches im Juli 0.9 bis 
1.2 m (3’ bis 4’) dick und auf den Abhängen der Berge lagen große Eisfelder. 
Tiden. Die Springhochwasserhöhe beträgt 1.5 m (5). 
Nachvak-Bucht. 
Dieselben Quellen und Karten, 
Die Nachvak-Bucht, eine etwa 25 Sm tiefe Förde, mit hohem, stellenweise 
fast senkrecht ansteigendem Land an beiden Seiten, liegt ungefähr 50 Sm südlich 
vom Hafen Eclipse. Die mittlere Breite der Bucht beträgt 1 Sm bis zur Nieder- 
lassung der Hudson Bay Company, die etwa 15 Sm innerhalb der Einfahrt und 
auf 59° 4’ N-Br. ynd 63° 51!/,/ W-Lg. liegt. Die MiBweisung für das Jahr 1914 
beträgt 44.2° W, ihre jährliche Abnahme etwa 6’, 
Landmarken. Nanuktok oder Kap White Bear ist ein hellfarbiger steiler 
Küstenvorsprung, der senkrecht zu einem spitzen Gipfel von etwa 305 m (1000’) 
Höhe ansteigt. Etwas südlich davon liegt am Nordende einer tiefen runden 
Bucht die viereckige hellfarbige White Handkerchief-Klippe 152 m (500’) über 
Wasser. 6 Sm südlich von Nanuktok erhebt sich auf der Huk Razorback der 
Berg Razorback zu 914 m (3000’) Höhe, dessen südöstlicher Abhang allmählich, 
dessen nordwestlicher staffelweise abfällt. Die Klippe sowohl wie der Berg 
bilden sehr gute Landmarken. North Head an der Einfahrt zur Nachvak-Bucht 
ist ein steil aussehender breiter Abhang von verhältnismäßig. geringer Höhe. 
11/2 Sm südwestlich davon liegt die Naked Man-Huk, so benannt nach einem 
6 m (20) hohen Stein, der nahe am Meere steht und in nordöstlicher Peilung 
sichtbar ist. . 
Naksarektok oder Kap Gulch steigt etwa 10 Sm ostsüdöstlich von der 
Einfahrt zur Nachvak-Bucht von allen Seiten steil an und erreicht in seinem 
kuppelförmigen Gipfel etwa 305m (1000) Höhe. Ein niedriger Kamm, über 
den im Winter die Hundeschlitten fahren, verbindet das Kap mit dem angrenzenden 
hohen Lande. Etwa 2 Sm östlich von Kamasuk (Hut-Huk) an der Südseite der 
Einfahrt zur Nachvak-Bucht ist auffällig runder Sandstrand und eine Schlucht 
in den Küstenabhängen. 
In der Bucht ist der Silver-Wasserfall, 2'/„ Sm östlich von der Ansiedelung 
der Hudson Bay Company, sehr auffällig. 
An- und Einsteuerung. Das Fahrwasser führt zwischen dem Passage-Riff, 
das 2 Sm östlich von Kamasuk und !/, Sm querab von dem auffälligen runden 
Sandstrand eben unter Wasser liegt und manchmal durch Brandung kenntlich 
ist, und dem Festlande in die Nachvak-Bucht. Das Fahrwasser ist sicher für
	        
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