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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1914. 
widerlegten. Das Jahr 1878 ist das Jahr der berühmten »Wega«-Fahrt Norden- 
skiölds. In diesem Jahre waren die Schiffahrtsbedingungen bekanntlich ungemein 
günstig, nicht nur im Barents- und im Karischen Meere, sondern auch längs 
der ganzen Nordküste Asiens. 
Die wichtigste Eigenheit des Typus d ist, wie wir oben gesehen haben, 
die minimale Menge von Eis, ein fast völliges Fehlen von Eis im Karischen 
Meere, das Nichtvorhandensein von irgendwelchen bedeutenden Anhäufungen 
von Eis in irgendeinem Meeresteile und eine völlige Zugänglichkeit der Meer- 
engen und des Meeres selbst im Laufe von 
wenigstens zwei Monaten, August und September. 
Wie sich die Eisverhältnisse des Karischen 
Meeres im Laufe des Sommers beim Typus d 
ändern, kann man an dem Jahre 1870 sehen, 
für welches wir genügend sichere Daten besitzen 
(siehe Karte, Fig. 4). Im Juli dieses Jahres war 
noch viel Eis im südlichen Teile des Karischen 
Meeres und an der östlichen Küste von Nowaja 
Semlja. Die Eismassen füllten den ganzen süd- 
westlichen Teil des Meeres aus. Mitte Juli war 
Johannesen gezwungen, dem Eise im Süden des 
Karischen Meeres auszuweichen und sich in der 
Nähe der Küste der Baidarata-Bucht zu halten, 
Doch zu Beginn des August löste sich das Eis 
nach einem starken Gewitter auf und das Karische 
Meer wurde in allen seinen Teilen endgültig vom 
Eise frei, Nur hie und da schwammen noch 
lockere Eistrümmer, die für die Fahrt kein 
Hindernis abgaben. Im Sommer des Jahres 1869 
fand sich bereits im Juli (Mitte des Monats) in 
den nördlichen und mittleren Teilen des Karischen 
Meeres kein Eis mehr vor. Im Sommer des Jahres 
1878 wurde das Karische Meer im Norden Mitte 
Juli eisfrei, doch hielt sich noch das Eis zu 
dieser Zeit an der Küste von Nowaja Semlja. 
Ende Juli war das ganze Meer frei von Eis. 
Offenbar ist ein charakteristisches Merkmal des 
Typus d, daß sich der Norden des Karischen Meeres früher vom Eise befreit als der 
südliche und der westliche Teil. In der ersten Hälfte des Juli erinnert der Typus d 
an den Typus a in mehr vorgerückter Zeit, d. h. an den Typus @ im September. 
Zu Beginn des Sommers unterscheiden sich die Typen a und d wenig vonein- 
ander. Beiden eigentümlich ist das frühzeitige Aufgehen des Meeres im Norden 
im Gegensatz zum Süden und Westen. Jedoch ist bereits Ende Juli und in der 
ersten Hälfte des August die Eisverteilung beim Typus a eine merklich andere 
als beim Typus d. Beim Typus a hält sich das Eis den August und September 
über im Südwesten des Meeres, beim Typus d ist das Meer während dieser Monate 
bereits eisfrei. Das Auseinandergehen der Typen findet während des Sommers 
statt und wir sind berechtigt, dieses Auseinandergehen durch Faktore hervorgerufen 
anzusehen, die während des Sommers einwirken. Was die Grundeigentümlichkeit 
beider Typen anbetrifft, d.h. das frühe Aufgehen des Meeres im Norden 
im Vergleiche mit Süden und Westen, so müssen wir dessen Ursache in eine 
Irühere Jahresperiode, die dem Sommer vorangeht, verlegen. 
Typus e. Im Gegensatz zum vorhergehenden Typus sind beim Typus € 
die Eiszustände im Karischen Meere im höchsten Grade ungünstig, die Schiffahrt- 
bedingungen sind im höchsten Grade schwer, Wenn die Schiffe sich auch in den 
südlichen Teil der Kara-See den Weg im Eis durchbrechen, so kommen sie doch 
nicht weiter vorwärts zur Insel Bely. Gleicherweise will es nicht gelingen in 
das Karische Meer von der Seite der Ob-Jenissei- Bucht einzudringen. Der Weg 
MO
	        
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